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Inklusive Pädagogik für die soziale Arbeit?

 




 

MÖGLICHE INHALTE:


Einführungssitzuung

Inklusive Diagnostik

Inklusion in der Kita

Integration in der Schule

Förderschulen LB und em/soz.

Inklusion im internationalen Vergleich

Pro & Contra Debatte: Abschaffung der Förderschulen

Inklusion im Beruf

Inklusion im Wohnbereich


Vorbereitung der Hausarbeiten





 

intetab2 Feuser (1999) : Integrative Pädagogik ist eine Allgemeine Pädagogik, in der

  • alle Kinder
  • in Kooperation miteinander
  • auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau
  • mittels ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenzen
  • an und mit einem gemeinsamen Gegenstand
  • spielen lernen und arbeiten

 

intetab3 Integrationspädagogik und die Entwicklungen in anderen Disziplinen

(Vortrag Mand 10.4.2008)

  • Testkritik in der Psychodiagnostik
  • Kritik an Quantitativer Sozialforschung in Forschungsmethodendiskussion & Entwicklung der
    Qualitativen Sozialforschung
  • Kognitive Wende in der VT
  • Renaissance Geisteswissenschaftlicher Psychologie
  • Antipsychiatriebewegung
  • Bildungsreform / Gesamtschulbewegung
  • Entwicklung der Frauenforschung


 

intetab4: Dogmen der Integrationspädagogik / Vortrag Mand 10.4. 2008

  • Unteilbarkeit von Integration
  • keine äußere Differenzierung
  • gemeinsamer Gegenstand


 

intetab5: Integrationsforschung / Vortrag Mand 10.4.2008

Wichtige Vertreter der ersten Generation: Feuser, Eberwein, Sander, Preuss-Lausitz, Wocken, Muth, Schöler, Reiser

Wichtige Themen:

  • Ist Integration möglich? (Modellversuche von KITA bis Arbeitswelt)
  • Ist Integration in Sachen Effektivität vergleichbar zu  Sonderinstitutionen?
  • Sind behinderte Kinder gut integriert?
  • Welche Auswirkungen hat Integration auf nicht Behinderte?
  • Ist Integration mit mehr oder weniger Kosten als Sonderinstitutionen verbunden?
  • Was lässt sich im internationalen Vergleich aus den Erfahrungen der Vorreiternationen lernen (Italien, Dänemark)?


 

intetab6 Wurzeln der Integrationspädagogik
(Vortrag Mand 10.5.08)

2 Wurzeln:

  • Integrationsbewegung als Teil einer Bürgerrechtsbewegung für mehr Rechte behinderter
    Menschen (Integration als Elternbewegung)
  • Integrationspädagogik als Abspaltung vom traditionellen sonderpädagogischen Diskurs

 

Geburtshelfer:Die Veränderungen der politischen und wissenschaftlichen Kultur der späten 60er und frühen 70er Jahre des 20. Jahrhunderts:

  • Entdeckung der sozialen Faktoren von Behinderung
  • Kritik an Sonderinstitutionen
    Suche nach Alternativen
  • Integrative Institutionen als Erfolg von
    Integrationspädagogik & Integrationsbewegung
  • Etablierung der Integrationspädagogik als eigenständige Disziplin

 

Schwesterbewegungen der Integrationsbewegung

  • Krüppelbewegung
  • Frauenbewegung
  • Schwulenbewegung


 

intetab7: Kritik an der Ersetzung des Integrationsbegriffs durch den Inklusionsbegriff Preuss-Lausitz, U.: Die Bildungsperspektive der integrativen Schule für alle. In: 90-96. In: Platte, A. /Seitz, S. / Terffloth, K.: Integrative Bildungsprozesse.  Bad Heilbrunn 2006, 90-96

Kritik an Integrationsbegriff durch Hinz ist faktisch eine Abwertung der bisherigen praktischen Arbeit & Forschung

Die Übertragung aus dem Englischen ist missverständlich (dort meint Inclusion das, was Integration in Deutschland meint)


 

Tab 1 : Entwicklung von Sonderpädagogischer Diskussion, Diagnostik & Empirischer Sozialforschung im Nachkriegsdeutschland / Vortrag Mand 10/05

Sonderpädagogik

Diagnostik

Empirische Sozialforschung

bis Ende 60er Jahre: Defizitorientierung / Testfixierung als vorherrschendes Paradigma

bis Ende der 60er Jahre: Diagnostik als Testdiagnostik

bis Ende der 60er Jahre Forschung vornehmlich mit quantitativen Methoden

mit Rezeption der Befunde der schichtenspezifischen Sozialisationsforschung: Spaltung in Traditionalisten & Reformfraktion

Testkritik &  Antipsychiatriebewegung führen zu Spaltung in Testdiagnostik & Förderdiagnostik

Nach Behaviorismuskritik und unter Einflüssen der kritischen Soziologie kommt es zu Renaissance der qualitativen Methoden. Dies führt zur
Spaltung in Quantitative & Qualitative Sozialforschung

Traditio- nalisten halten an Sonder institutionen fest & integrieren Positionen der Integrations pädagogik
(= Para- digmen- wechsel

Reformfraktion wird zur Integra- tionspädagogik, weiter heftige Kritik an Sonder institutionen, Positionswandel der Traditiona listen wird als nicht glaub würdig angesehen.

Vertreter der Testdiagnostik integrieren Posi tionen der Förder- diagnostik, fordern aber, dass Instru- mente beider Schulen Anwendung finden

Fundamentalkritik an Verwendung testdiagnostischer Verfahren, Positionswandel wird als Versuch gewertet Test- diagnostische Methoden zu retten

Etwa mit Beginn der 90er Jahre werden Forderungen laut, empirische Sozialforschung müsste qualitative & quantitative Elemente integrieren. Fortbestand von Qualitativer & Quantitativer Sozialforschung als relativ eigenständige Subdisziplinen

 

intetab8: Rechtliche Grundlage Integrative Kitas laut Kreuzer 2008

Kinder mit und ohne Behinderung sollen, sofern der Hilfebedarf dies zulässt, in Gruppen gemeinsam gefördert werden. (TAG 2004 /mit Wirkung vom 1. 1. 2005 dem KJHG SGB VIII, 22a , Absatz 4 „Förderung in Tageseinrichtungen“.


 

intetab9: didaktische Konzepte der Elementarpädagogik mit Bedeutung für integrativen Kitas laut Herm 2008

(1) Montessori-Pädagogik

  • Respekt gegenüber dem Selbstbildungsprozess des Kindes
  • sensible Perioden (2-4 Jahre: Verfeinerung der Sinne)
  • Aufgabe des Erziehers: die Kinder aufmerksam zu beobachten und ihnen bei Bedarf Hilfestellungen zu geben.
  • Kritik an Montessoripädagogik: Übungscharakter mit den didaktischen Materialien, die Vernachlässigung des freien Spiels, der freien Bewegungsaktivitäten und der kindlichen Fantasie

 

(2) Reggiopädagogik (Loris Malaguzzi)

  • Prinzip der Gemeinschaftlichkeit und gesellschaftspolitischen Orientierung
  • “Pädagogik des Werdens“ (Dreier 1993, 57)
  • Fünf Grundsätze der Reggio-Pädagogik laut Dreier (1993, 130): Das Bild vom Kind als kompetentes, aktives und kreatives Wesen, mit einem angeborenen Forscherdrang  /  Ein ganzheitliches Verständnis von Entwicklung /  Erzieherinnen als  Begleiter der Kinder auf ihrem Weg des Forschens und Lernens / Die partnerschaftliche Einbeziehung der Eltern (Eltern werden als Experten ihrer Kinder) Fünftens: Die Arbeit in den Krippen und Kindergärten als Teil des sozialen und kulturellen Lebens des Gemeinwesens .
  • Zentrale Elemente des pädagogischen Konzepts : Projektarbeit (Projekte entwickeln sich vorwiegend aus Spielhandlungen, Gesprächen oder aus Beobachtungen der Kinder. Sie werden zwar von den Erwachsenen durch Impulse erweitert oder akzentuiert, jedoch nicht gesteuert) / die Dokumentation (Handlungsprozesse und Kompetenzzuwächse aller Kinder werden auf vielfältige Weise dokumentiert, z. B.: „sprechenden Wände“, mit Kinderarbeiten, Fotos, Kinderäußerungen und Kurzkommentaren der Erzieherinnen) / der Raum als „dritter Erzieher“ soll Geborgenheit und eine Atmosphäre des Wohlfühlens vermitteln, aber auch zu zum Aktiv-Werden initiieren (charakteristisch:Spiegel, Verkleidezonen, Schattentheater, Projektoren und Leuchttische sowie Werkstätten und Ateliers, in denen Kinder selbsttätig aktiv werden).

 

(3) Situationsansatz

  • Ziele laut Zimmer (1985): die Orientierung des Lernens an Lebenssituationen von Kindern, die Verbindung von sozialem und sachbezogenem Lernen, die Einrichtung altersgemischter Gruppen, die pädagogische Mitwirkung von Eltern und anderen Erwachsenen, ein dialogisches Verhältnis von Lehrenden und Lernenden,  die gemeinwesenorientierte Arbeit und die offene Planung und die Ausgestaltung des Kindergartens als Lebensraum
  • Projektarbeit („Lernen in Zusammenhängen“) und der Begriff „Schlüsselsituation“ stehen im Zentrum. (Schlüsselsituationen als Situationen aus der Erlebnis- und Erfahrungswelt, die für Kinder bedeutsam sind /  Projektthemen sollen, auf Schlüsselsituationen gründend, gemeinsam mit den Kindern ausgesucht und geplant werden).
  • Soziales Lernen als zentraler Bezugspunkt des Lernens & Abgrenzung gegen instrumentelles und von sozialen Bezügen isoliertes Lernen abgrenzen. Kritik Schäfer (2004): Schlüsselthemen für die Lebenswirklichkeit von Kindern nicht wirklich aus Nachfragen und Beobachtungen bei den einzelnen Kindern, sondern eher aus Expertenaussagen über „heutige Kindheit“ – also aus Erwachsenensicht – zustande.


 

intetab 10: Zahlen zur Integration im Kitabereich laut Kreuzer 2008

Von den insgesamt 40 000 in Kindergärten zur Verfügung stehenden Plätzen für Kinder mit einer Behinderung ca. 34 000 Plätze in integrativen Kindergärten (85 %) und etwa 6 000 Plätze in Sonderkindergärten (15 %) angeboten (Statistik der Kinder- und Jugendhilfe / Stand 31. 12. 2002)

 

Bis zu einem Drittel aller Kinder im Kindergarten hat über Jahre hinweg regelmäßigen täglichen Kontakt zu mindestens einem Kind mit einer Behinderung und zugleich ist dadurch die Chance der gemeinsamen Erziehung für Kinder mit einer Behinderung hoch.  (aktuelle Statistik der Kinder- und Jugendhilfe / Stand 15. 03. 2006)


 

intetab11: Rahmenbedingungen Sonderkitas / integrative Kitas im Vergleich nach Kreuzer 2008

organisatorische Minimalbedingungen des Sonderkindergartens

Notwendige & sinnvolle Rahmenbedingungen integrative Kitas

  • Gruppengröße von durchschnittlich 8 Kindern
  • gut überschaubare Einrichtungsgröße von durchschnittlich 25.7 Plätzen
  • Betreuer-Kind-Relation von 1 : 3.8, ohne allerdings in der Regel bei den Fachkräften eine heilpädagogische Ausbildung vorauszusetzen
  • Dauer der Betreuung 6 Stunden pro Tag
  • möglichst weitgehende therapeutische Versorgung der Kinder mit eigenen oder externen Fachkräften im Wesentlichen der Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie, später auch der Motopädie (vgl. Hössl 1986, 30 ff.).
  • Gruppengröße von 12 bis 18 Kinder
  • höchstens 3 bis 5 behinderte Kinder, ohne Konzentration auf einen Schweregrad und eine Behinderungsart
  • 2 Fachkräfte pro Gruppe und bei Bedarf weitere Unterstützungskräfte;
  • Bereitstellung und konzeptionelle Integration notwendiger therapeutischer Angebote
  • Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Praxisberatung und gesicherte Reflexionszeiten für die Beschäftigten
  • barrierefreie Ausstattung der Einrichtung, der Gebäude und Außenflächen
  • sozialräumliche Vernetzung, insbesondere mit anderen Einrichtungen der Kinderbetreuung und mit Schulen.


 

intetab 12: Integrative Didaktik nach Feuser 2002

Integrative Didaktik ist gekennzeichnet durch:

eine durch (entwicklungsbezogene) Individualisierung zu realisierende “Innere Differenzierung”

die kooperative Tätigkeit am Gemeinsamen Gegenstand

Lernbegriff der Integrativen Didaktik: Denken, Sprache und Bewusstsein als Folge selbst organisierter Lernprozesse

Im Rahmen der Unterrichtsplanung ist erforderlich:

eine Analyse der Tätigkeitsstruktur eines jeden Schülers (Zone der nächsten Entwicklung)

eine Analyse der Handlungsstruktur (wechselseitige Austauschbeziehungen des Schülers mit seiner Lern- Lebens- und Umwelt)

Die Arbeit am gemeinsamen Gegenstand erklärt Feuser am bildhaften Vergleich mit einem Baum. Der Stamm wird als thematische Struktur verstanden, an der alle Schüler in Projektform arbeiten. Die Wurzeln werden als Kenntnisstand der Wissenschaften und subjektive Erkenntnismöglichkeiten verstanden. Die  Äste & Zweige entsprechen der Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten am gemeinsamen Gegenstand


intetab 13: Kosten von Integration nach Preuss-Lausitz 2003

  • bisherige Untersuchungen: Trotz erheblicher Vergleichsprobleme (unterschiedl. Kostentraeger für Verwaltungskosten, Ausstattung, Therapie, Fahrtkosten, Lehrer) gibt es einen Trend in Richtung gleicher oder guenstigeren Kosten von Integration
  • eigene Untersuchung: Tatsaechl. Personalkosten plus Betriebs-/Verwaltungskosten plus Befoerderungskosten pro I-Schüler bzw. pro Sonderschueler in Bad Segeberg, Berlin Neukoelln, Landkreis Oderberg/Spree

Bad Segeberg

Foerderschule Lernen

7665 Eur

Foederschule Geistige Entwicklung

22274 Eur

Foerderzentrum ohne Schüler

11281 Eur

Foerderschule em/soz

11116 Eur

Foerderschule sprachl. Entwicklung

17298 Eur

Intregrationsschueler

9263 Eur

Oderberg

Foederschule Lernen

12722 Eur

Foederschule Geistige Entwicklung

44423 Eur

Integrationsschueler

9464 Eur

Neukoelln

Foerderschule Lernen

7506 Eur

Foerderschule Geistige Entwicklung

17502 Eur

Integrationsschueler

11670 Eur


intetab14

Stand der Forschung zur sozialen Integration

Wocken 1987 (N=219): auf behinderte Kinder entfällt ein geringerer Anteil an positiven und ein größerer Anteil an neutral und negativ bewerteten Rollen. Trend: LB und E-Schüler werden negativer eingeschätzt, während KB und GB über die gesamte Rollenskala verteilt sind

Übersicht Haeberlin 1990: Soziale Stellung leistungsschwacher Integrations-Schüler ist schlechter als die von Sonderschülern. Eigene Untersuchung: Schwache Schüler haben in Klassen ohne pädagogische Unterstützung ungünstigere soziometrische Stellung und eine schlechtere Selbsteinschätzung des sozialen Integriertseins von schwachen Schülern gegenüber vergleichbaren Schülern in Sonderschulklassen.

Preuss-Lausitz 1990: Die 33 Gutachtenkinder in der Uckermarkschule liegen in soziometrischen Untersuchungen im Mittelfeld (Ablehnungsstatus durchschnittlich, Sympathiewerte leicht unterdurchschnittlich).

Dumke 1991 ( N=24 Integrationsschüler): In Integrationsklassen gibt es deutlich mehr soziale Kontakte als in Regelklassen, und zwar sowohl zwischen Schülern und Lehrern als auch unter den Schülern.

Reiser u.a. 1994  (N=762): 94 % der Eltern, 92 % der Grundschullehrer/innen, 90% der Sonderschullehrer/innen beurteilen das Wohl- befinden der Integrationsschüler als gut oder sehr gut. Aber 1/3 der LB-Kinder hat „weniger gute“ oder „überhaupt nicht gute“ Kontakte in der Klasse.

Heyer 1997 (16 Integrationsklassen mit 43 I-Schüler und KG mit 14 Klassen ohne I-Schüler): hohe Akzeptanz gemeinsamer Erziehung. Schüler mit Verhaltensproblemen sind eine besondere Problemgruppe. Brandenburger Schüler werden gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, mit verhaltensauffälligen, geistig behinderten, körperbehinderten, lernbehinderten oder Ausländerkindern in einer Klasse zu sein , neben diesem Kind zu sitzen , dieses Kind zum besten Freund zu haben usw. Ergebnis: Der Mittelwert für den Umgang mit aggressiven verhaltens- auffälligen Schülern liegt in der Brandenburger Befragung bei 5,15. An zweiter Stelle geistig Behinderte (3.42), gefolgt von Körperbehinderten (2.93), Lernbehinderten (2.67) und Ausländern (2.55). Dies entspricht in etwa den in Hamburg gefundenen Werten (Wocken 1993)

Klicpera/Klicpera 2001 (N=1674 Schüler in 74 Klassen der 4., 6. und 8. Schulstufe): Es gibt einen hoch signifikanten Zusammenhang zwischen schulischen Leistungen und dem sozialen Status der Schüler.

Preuss-Lausitz/Textor 2005 (Längsschnitt-Studie Klasse 1-3: 33 I-Schüler zu Beginn der Untersuchung 47 I-Schüler zum Ende der Untersuchung, 360/580 nicht behinderte Kinder): Leichte Verbesserung der sozialen Position im Verlauf der Untersuchung für I-Schüler, aber 1/3 der I-Schüler mit Verhaltensproblemen verbleibt in der Außenseiterposition

Mand 2007 (N=234): Schüler mit Verhaltensproblemen in der Förderschule Lernen haben eine vergleichbar schlechte soziometrische Stellung in ihrer Klasse wie Schüler mit Verhaltensproblemen in Integrationsklassen.


kolltab 20: Normalisierungsprinzip

(Bengt Nirje 1994)

normaler Tagesrhythmus

normaler Wochenrhythmus

normaler Jahresrhythmus

normale Erfahrungen im Ablauf des Lebenszyklus

normaler Respekt vor dem Individuum und dessen Recht auf Selbstbestimmung

normale sexuelle Lebensmuster ihrer Kultur

normale ökonomische Lebensmuster und Rechte im Rahmen gesellschaftlicher Gegebenheiten

normale Umweltmuster und Standards innerhalb der Gemeinschaft


kolltab 21 Selbstbestimmt Leben

(Steiner 2002)

ist ein Kind der deutschen Krüppelbewegung

betont Selbstbestimmung als Gegenbegriff zur Fremdbestimmung

hat u.a. Probleme mit Sonderinstitutionen und der Fachlichkeit von Sonder/Heilpädagog/innen

kritisiert die inflationäre Verwendung der Begriffe Selbstbestimmung und persönlicher Assistenz

strebt Wohn-/Lebensverhältnisse an, in denen Betroffene Personal, Organisations- Anleitungs und Finanzkompetenz haben (Arbeitgebermodell / Assistenzorg.)

Informationsaustausch über Peersupport