Lektürekurs Inklusion WS 21 / 22

Dieses Seminar richtet sich an die Studierenden des Moduls 4 im Studiengang Heilpädagogik / Inklusive Pädagogik.

Macht schon Sinn, in diesem Studiengang die wichtigen Aufsätze und Bücher zum Thema Inklusion gelesen zu haben. Nach einer Einführung in die Datenbankrecherche wendet sich das Seminar einschlägigen Texten aus Integrationspädagogik und Inklusionspädagogik zu.  Der Schwerpunkt Inklusion ist exemplarischer Schwerpunkt der Veranstaltung. Dies bedeutet: Festgelegt auf dieses Thema bei der modulabschließenden Hausarbeit sind Sie nicht. 

Wundert Sie vielleicht, dass es einen inhaltlichen Schwerpunkt eines Seminars gibt, das sich eigentlich mit den Methoden wissenschaftlichen Arbeitens befassen soll. Didaktischer Hintergedanke ist natürlich das Konzept des exemplarischen Lernens. Denn so, wie die wissenschaftliche Arbeit in der inklusiven Pädagogik funktioniert, funktioniert (fast) alle wissenschaftliche Arbeit. Es gibt Fachdatenbanken. Einige sind spezialisiert auf Inklusion. Andere richten sich an alle möglichen Disziplinen. Es gibt quantitative Forschung und qualitative Forschung. Es gibt die üblichen Publikationstypen, also z. B. Zeitschriftenbeiträge, Buchbeiträge, Monografien, Handbücher, Lehrbücher usw. Warum also nicht das Handwerk lernen und sich gleichzeitig inhaltlich auf die wichtigste HP-Debatte der letzten Jahrzehnte beziehen?

Erste Sitzung

Achtung: Bis zum 27.9., 14.43 war leider eine falsche Version meines Podcasts zum Thema Hausarbeiten online. Eine Studierende hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen. In diesem Podcast hatte ich fälschlich behauptet, der letzte Abgabetermin sei der 14. Juni. Das stimmte zwar im Sommersemester 2021, aber nicht im Wintersemester 2021/22. Der Abgabetermin im Wintersemester ist der 14.2.2022, 23.59 Uhr (als E-Mail-Anhang).

In der ersten Sitzung stelle ich mich vor. Ich erkläre Ihnen, wie das Seminar funktioniert und was ich in Sachen Hausarbeiten von Ihnen erwarte, so Sie sich bei mir zur Prüfung anmelden. Und damit wir gleich einen guten inhaltlichen Einstieg haben, machen wir ein kleines Planspiel. Ich habe da nämlich einen wichtigen Anruf erhalten, und ich brauche Ihre Hilfe.

Was Sie über mich wissen sollten: Johannes Mand

Wie das Seminar funktioniert
Was Sie zum Thema Hausarbeiten wissen sollten

Planspiel UN Behindertenrechtskonvention

Ein/e anonyme/r Studierende/r fragt:  Bis wann müssen wir die Fragestellung ausarbeiten und festlegen für die Hausarbeit?

Mand: Sie müssen die Frage überhaupt nicht vorher festlegen. Es kommt sogar häufig vor, dass sich im Verlauf des Semesters herausstellt, dass Studierende doch eine andere Frage untersuchen wollen. Es ist aber sinnvoll, die Fragestellung abzusprechen. Ich habe schon viele Hundert Hausarbeiten betreut und einige Erfahrungen in dieser Hinsicht. Deshalb rate ich dazu. 

Lalelu: Stellen Sie für das Planspiel die UN- Behindertenrechtskonvention, gern auch als Audiodatei, zur Verfügung? Dachte, ich frag mal, bevor ich anfange zu googeln.

Mand: Das Planspiel soll u. a. einen Anreiz zur eigenen Recherche geben. Deshalb finden Sie auf meiner Homepage keine weiteren Infos zur UN BRK. Also: Bitte recherchieren Sie.

Steinbock: Planspiel: UN Behindertenrechtskonvention

27.September.2021

Sehr geehrte Frau Merkel, unser Dozent Herr Mand, erzählte uns, dass Sie Sofortmaßnamen zur nachhaltigen Umsetzung von Inklusion in der Bundesrepublik Deutschland benötigen. Durchs recherchieren stieß ich auf Action Mensch, welche ein Projekt am laufen haben, was die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum betrifft. Zugegebenermaßen ist dieses eines der wichtigsten Bestandteile, die zur nachhaltigen Umsetzung führen könnte.  Die Bürgersteige sind ein großes Problem für Menschen, die eine Gehbehinderung haben. Sie sind uneben und es gibt nicht überall eine Absenkung. Um weiter bei der Barrierefreiheit zu bleiben, wäre eine Ausbesserung mancher Arbeitsplätze vom Vorteil. Exemplarisch nenne ich die EvH Bochum. Diese besitzt eine Fahrstuhl, sodass Menschen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind trotzdem das Recht auf Bildung genießen. Was passiert aber nach  dem Bachelor. Nicht jedes Unternehmen ist auf Barrierefreiheit gebaut. Der Gedanke der in vielen Köpfen noch herrscht ist: „ Behinderte können nichts, sie sind nur auf Hilfe angewiesen.“ Hier stelle ich direkt den Film als Beispiel vor „Ich bin Sam“ von 2001dort Kämpft ein Geistig eingeschränkter Mann um das Fürsorge Recht seiner Tochter. Nachhaltige Inklusion ist nicht nur dafür zu Sorgen das, die Mobilität, das Recht  auf Bildung sowie auf Arbeit sondern auch Chancengleichheit für die Menschen vorhanden ist. 

Das Recht auf Arbeit bedeutet, aber nicht,das diese dann eine Menschenunwürdige Arbeit leisten sollen.

Das andere große Problem ist der Immobilienmarkt. Es müsste mehr bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit Einschränkungen geschaffen werden. Dieses ist zwar keine Sofortmaßname aber hilft auch für eine nachhaltige Inklusion. Nachhaltige Inklusion beginnt in den Köpfen und endet in der Auseinandersetzung sowie Umsetzung eines jeden Individuums. Jeder einzelne etwas zur nachhaltigen Inklusion beitragen. Zusammenfassend meine Sofortmaßnamen

1. Barrierefreiheit im öffentlichen sowie privaten Raum 
2. Schulen und Arbeitsplätze müssen attraktiver werden 
3. Wohnumfeldverbessernde Maßnahme
4. Inklusion der Bevölkerung näher bringen Menschen mit Einschränkungen sind auch nur Menschen 

Sushi2110: Fünf Sofortmaßnahmen zur nachhaltigen Inklusion in Deutschland

Wie in der UN-Behindertenkonvention festgehalten, gibt es verschiedene Ansätze und Ziele, um Inklusion in Deutschland möglich zu machen. Ich werde einige dieser Maßnahmen aufgreifen und ausführen, allerdings auch eigene Ideen anbringen.

Reduzierung der Förderschulen/Werkstätten.

Inklusion kann meiner Meinung nach nur dann funktionieren, wenn die Schüler*innen oder auch die Arbeitnehmer*innen bestmöglich in den „normalen“ Alltag integriert und inkludiert werden. Man kann nicht Menschen mit Beeinträchtigung von den Menschen ohne Einschränkungen trennen und dann eine funktionierende Teilhabe oder eine fundierte Akzeptanz in der Gesellschaft erwarten. Wichtig wäre die Zahl an Förderschulen und Werkstätten zu reduzieren und mit fundierten Konzepten und Ideen ein gemeinsames Miteinander möglich zu machen. Angefangen bei barrierefreien Räumen über bereitstehende Hilfsmittel, ausreichender Aufklärung und geschulteres Personal, welches angemessen entlohnt werden müsste. Man bräuchte einheitliche Gesetze, damit nicht mehr nur Wohnort und Engagement der Eltern festlegen, ob das Kind auf eine Förder- oder Regelschule geht.

Barrierefreiheit.

Trotz der aktuellen Debatte über Inklusion, hat sich nahezu noch gar nichts an den Missständen in der Barrierefreiheit für Menschen mit Einschränkungen getan. Man müsste den Arbeitsplatz barrierefrei gestalten, Schulen umbauen, Straßen erneuern, für mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr sorgen und auch Kulturstätten und weitere Orte des öffentlichen Lebens wie Arztpraxen barrierefrei gestalten.

Digitalisierung.

Auch hier gibt es eine Anhäufung an Missständen an die Personen ohne Einschränkungen erstmal nicht denken. Für jeden ist das Internet heutzutage zugänglich. Doch wie ist das für Menschen mit Einschränkungen? Elektronische Hilfsmittel müssten überarbeitet werden, Apps und Geräte im Alltag müssten für den Gebrauch mit digitalen Hilfsmitteln ausgelegt und modernisiert werden. Auch müsste mehr in die Forschung für das Erleichtern des Lebens durch digitale Medien investiert werden.

Politische Partizipation.

Auch hier wäre es wichtig den Fortschritt der Inklusion fortzusetzen. Es sollte zum Beispiel darauf geachtet werden, dass Menschen mit einem rechtlichen Beistand ihre eigenen Entscheidungen treffen können und somit eine politische Teilhabe überhaupt erst möglich ist. So sollte erstmal umfassend um die Möglichkeit eines rechtlichen Beistandes informiert werden und dann sollte genau darauf geachtet werden, dass der rechtliche Beistand die beeinträchtigte Person unterstützt, nicht aber ihre Aufgabe übernimmt oder die Entscheidung beeinflusst.

Informieren.

Auch der Informationsweitergabe fließt eine hohe Bedeutung zu, denn Veranstaltungen können nur besucht oder Ansichten können nur dann geändert werden, wenn ausreichend Informationsaustausch stattgefunden hat. So sollte beispielsweise in Jugendhäusern über inklusive Sportveranstaltungen oder Treffen informiert werden. So können Jugendliche auch über Inklusion und aktive Teilhabe informiert werden und selbst entscheiden, ob sie das Angebot annehmen.

pwoche:

Rose: Sehr geehrte Frau Merkel,

ich als Studierende der EvH habe ich mitbekommen, dass sie ein Problem haben. Da die UN Behindertenrechtskonvention dafür da ist um Menschen mit Behinderungen zu fördern, finde ich die Sanktionen sprechen gegen das Konzept der UN Behindertenrechtskonvention. Diese ist unmenschlich sowie erniedrigende Behandlungen sprechen ebenfalls gegen das Konzept. Menschen mit Behinderungen sollten meiner Meinung nach gefördert unterstützt sowie gefördert werden. Man könnte Arbeitsplätze Barrierefrei gestalten sodass Rollstuhlfahrer einen erleichterten Zugang zu ihrem Arbeitsplatz haben. Kinder bei denen beispielsweise Förderangebote empfohlen werden sollten diese frühestmöglich von Geschultem Personal beanspruchen können. Damit das Elternhaus entlastet wird. Kindergärten sollten angestelltes Personal haben, das die Eltern beraten zu können. Um Präventiv gegen falsche Erziehung entgegenzuwirken. Viele Eltern die mit ihrem Kind oder der Behinderung nicht zurechtkommen sollten Informationen erhalten um die Erziehung ihres eigenen Kindes bestmöglich zu meister. Viele Eltern sind überfordert sie wissen nicht wie sie mit bestimmten Verhaltensweisen umgehen sollen, denn sie denken das ihr Kind keine bis eine Erziehung brauch wie jedes andere. Dabei sollte beachtet werden, dass jedes Kind individuell ist und soweit auch eine Individuelle Erziehung braucht. Auch die Eltern sollten geschult werden in dem Umgang mit ihrem eigenen Kind. Um eine Inklusion möglich zu machen ist das Umfeld eine wichtige Instanz. Auch das soziale Umfeld sollte die Behinderte Person als eigenständiges Individuum respektieren. Sie sollten die Angst vor Behinderten verlieren, denn man sollte diesen Menschen als normale Person ansehen die ein gewisser Förderbedarf hat. Eltern sollten Hilfe bei der Pflege ihres Kindes erhalten damit ihre Beruflichen Fähigkeiten nicht eingeschränkt sind. Bei allein erziehenden Eltern ist es kaum möglich, dass sie neben der Pflege ihres Kindes ihrem Job nachgehen können.

Aloha1: 5 Sofortmaßnahmen für die Behindertenrechtskonvention

Das Ziel der Un Behindertenkonvention besteht in einer Inklusiven Gesellschaft, die jede menschliche Vielfalt akzeptiert und anerkennt. Dabei wird Inklusion als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen, wodurch Menschen mit Behinderung von Anfang an volle Teilnahme am gesellschaftlichen Leben haben.

5 Sofortmaßnahmen für die Behindertenkonvention

-Eine Idee wäre sowohl Grundschulen, als auch Kindertagesstätten und Weiterführende Schulen gemeinsam zu gestalten und es keinen Unterschied mehr macht, ob jemand Behindert ist oder nicht. Trotzdem muss aber individuell abgestimmt werden, welches Kind wie zu fördern ist

-Eine andere Idee wäre, mehr Aufklärung über das generelle Thema zu machen. Das bedeutet, dass man Kindern von klein auf schon beibringt, dass es keinen Unterschied macht ob jemand behindert ist, oder wie jemand aussieht und jeder trotzdem die selben Chancen hat. Dafür wäre es vielleicht sinnvoll, wenn man eine Art Schulfach dafür einführt, der den Kindern lernt, dass eben neben Deutsch, Mathe etc. auch der Umgang mit anderen Menschen wichtig ist, ebenso wie Toleranz und Akzeptanz

-Genauso sollte es Menschen mit Behinderung im Alltag leichter gemacht werden. Wenn ich mich in den meisten Städten so umsehe, gibt es immer noch sehr wenige Rampen, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer oder auch die meisten Gebäude haben keinen Aufzug

-Was genauso wichtig ist, ist das Menschen mit Behinderung mehr Unterstützung in ihrem alltäglichen Leben bekommen sollten. Nicht nur im Sinne von Hauswirtschaftlichen Dinge, sondern auch als Ansprechpartner. Damit das allerdings gewährleistet werden kann, benötigt man genug Arbeitskräfte. Durch verschiedene Möglichkeiten wäre auch das Möglich, wenn man den Beruf zum Beispiel durch mehr Gehalt oder sonstiges attraktiver macht.

-Etablierung von der Gebärdensprache oder einer vereinfachteren Sprache in Schulen und in den sozialen Medien

lapa2912:

  1. Abschaffung der systematischen Ausgrenzung von Kindern mit Behinderung im Schulsystem, durch eine komplette Überarbeitung eben diesem: Auflösung der klassischen Schulformen, stattdessen Gemeinschaftsklassen bis mindestens zum 8. Schuljahr mit mehreren Lehrkräften, ausschließlich Inklusionsklassen. 
  2. Andere Verständigkeitsformen wie z.B. Gebärdensprache fest im Lehrplan verankern. 
  3. Pädagogik einen viel größeren Raum im Lehramt einräumen, mindestens ein Jahr lang intensive Zusatzausbildung in diesem Bereich. 
  4. Eine Quote in allen möglichen gesellschaftlichen Bereichen (ich bin insgesamt kein Fan der Frauenquote oder Quote für Menschen mit Fluchterfahrung, sehe dies aber als guten Weg zur Endlösung, die hoffentlich der Wandel in der Gesellschaft sein wird)
  5. Mehr Forschung und Aufklärung der Thematik Behinderung, Entstigmatisierung und Bildungsarbeit in allen Bereichen der Gesellschaft

Lola21: Planspiel – Sofortmaßnahmen wie man in der Bundesrepublik Deutschland Inklusion nachhaltig umsetzen kann:

1. Barrierefreiheit

Inklusion kann lediglich erreicht werden, wenn Menschen mit Behinderung im gesamten Alltag an der Gesellschaft teilhaben können. Dies gelingt nur, wenn alle Aspekte des Alltags ohne Barrieren zu bewältigen sind. Daher sollten sich Vorgaben zur Barrierefreiheit nicht nur auf den öffentlichen, sondern auf den gesamten Bereich – nämlich auch in der Privatwirtschaft – beziehen. Dabei ist auch eine regelmäßige Wartung beispielsweise von Aufzügen ein wichtiger Aspekt, da bereits ein defekter Lift für einen Menschen mit Behinderung riesige Einschränkungen und Umstände in seinem Alltag bedeuten.

2. Schulsystem

Die inklusive Beschulung muss gleichermaßen in allen Bundesländern als Vorgabe festgelegt werden. Dazu gehört auch die Qualität des Unterrichts durch bauliche und materielle Rahmenbedingungen zu verbessern. Förderschulen sollten als „Auslaufmodell“ betrachtet und nach und nach reduziert werden. Zudem ist es wichtig, Inklusion in allen Schultypen zu ermöglichen, um Kindern mit Förderbedarf auch den Erwerb der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung zu ermöglichen. 

3. Ausbildung, Förderung und Aufwertung von Fachkräften

Ein inklusives Schulsystem benötigt ausgebildete Fachkräfte, die den Kindern in ihrer Entwicklung, ihrem Lernen und zur Bewältigung des Schulalltags zur Verfügung stehen. Um jedem Kind die Menge an Hilfe, die es individuell benötigt, gerecht zu werden, bedarf es mehr Fachkräften in den Schulen. Diese fehlen oftmals aufgrund von mangelnder Attraktivität des Berufs (Arbeitszeiten, Fachkraftmangel, Bezahlung). Eine Aufwertung in Form eines höheren Gehalts, Personalschlüssels, etc. ist zwar keine direkte Sofortmaßnahme zur Inklusion, zieht jedoch nach sich, dass mehr Inklusion im Alltag möglich und nachhaltig umsetzbar ist. 

4. Arbeitsmarkt

Inklusion in der Arbeitswelt kann nur funktionieren, wenn Menschen mit und ohne Behinderung innerhalb eines Betriebes zusammen arbeiten. Eine inklusive Arbeitsstelle benötigt geschultes Personal zur Begleitung der Arbeitskräfte, barrierefreie Räumlichkeiten, Mobiliar und entsprechendes Arbeitsmaterial.

5. Aufklärung

Es ist wichtig Inklusion zu thematisieren. Durch Projekte und Unterrichtseinheiten kann man auf Unterschiede, Ängste, Neugier, etc. von Kinder sowohl mit als auch ohne Behinderung eingehen. Dadurch werden Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Mobbing entgegen gewirkt. Auch Freizeit- und Sportvereine für jedes Alter können durch Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung zu einer Gemeinschaft beitragen und neue Möglichkeiten schaffen. 

Mo25:

Haubenhuhn: Vorschläge für Sofortmaßnahmen zur nachhaltigen Umsetzung der Forderungen der UN-Behindertenkonvention:

Bezugnehmend auf Artikel 24

„Bildung“

Vorschlag 1:

Jede Schule oder Ausbildungsstätte bietet das Tandem-Lernsystem an

Dabei bilden Schüler oder Auszubildende Teams, die sich gegenseitig beim Lernen unterstützen. Dabei kann es sich um zwei Menschen mit Behinderung, je einer mit einer ohne Behinderung oder zwei Menschen ohne Behinderung handeln. Wichtig ist, dass Beeinträchtigungen, ob klein oder groß, durch den jeweils anderen ausgeglichen werden können und beide voneinander lernen.

Vorschlag 2:

Jeder Betrieb (vielleicht ab einer bestimmten Anzahl von Mitarbeitern) bietet das Tandem-Arbeitssystem an. Es schließt an das Tandem-Lernsystem an und sichert das Arbeiten im Team. 

Vorschlag 3:

Gebärdensprache wird als Fremdsprache in das Schulsystem aufgenommen. Es kann dabei anstelle einer anderen Zweitfremdsprache fungieren und wird z.. B. zur Zulassung zum Abitur anerkannt.

Bezugnehmend auf Artikel 30:

„Teilhabe am kulturellen Leben, sowie an Erholung, Freizeit und Sport.“

Vorschlag 4:

Jedes öffentlich geförderte Theater bekommt einen oder auch mehrere Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung. Dieser ist nicht nur für Schaffung von Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer zuständig, sondern auch für Barrierefreiheiten für Menschen mit sämtlichen anderen Behinderungen. So soll es dabei nicht nur um den Zugang zu den jeweiligen Vorstellungen gehen, sondern auch die Anpassung der Inhalte der Einzelnen Inszenierungen. So könnte es zu der eigentlichen Inszenierung eine Version für Menschen mit Autismus geben, bei der laute Geräusche oder flackerndes Licht vermieden werden, oder es gäbe Übersetzer für Gebärdensprache. Dieser Beauftragten könnten also als kreativer Teil des Ensembles mitwirken. Im besten Fall besteht das Team aus Menschen mit und ohne Behinderung.

Vorschlag 5:

Jeder Sportverein bekommt einen oder auch mehrere Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung. Dieser hat auch wie oben die Aufgabe

inhaltlich auf die Sportangebote einzuwirken. So können nicht nur schon vorhandene Angebote angepasst oder für alle zugäng

Vocke2000: Sofortmaßnahmen für Inklusion

Maßnahme 1:

Mehr Barrierefreiheit an Schulen, wie auch in öffentlichen Gebäuden. 

Es gibt zwar an einigen Schulen schon Mittel für Barrierefreiheit wie z.B. Aufzüge für Gehbehinderte und Automatisierte Türen, jedoch ist das nur an wenigen Schulen so. 

Wie auch gerade vorgeschlagen, müsste man dasselbe auch in öffentlichen Gebäuden tun, da es in diesen so gut wie keinen Fortschritt in diesem Bereich gibt.

Maßnahme 2:

Vermehrter Einsatz der Brailleschrift. 

Die Brailleschrift wird zwar immer öfter eingesetzt, jedoch müsste sie öfter zum Einsatz kommen. Sie ist essenziell für Menschen mit starker Sehbehinderung und durch vermehrten Einsatz haben Menschen mit starker Sehbehinderung die Möglichkeit, nachhaltig in den Alltag integriert zu werden. 

Maßnahme 3:

Inklusive Angebote an Schulen, Jugendeinrichtungen etc.

Schulen, Jugendeinrichtungen etc. sollten dazu verpflichtet sein, inklusive Angebote zur Verfügung zu stellen, in denen Kindern und Jugendlichen das Miteinander zwischen Beeinträchtigten- und nicht Beeinträchtigten Menschen gelehrt wird. So lernen sie, sich untereinander zu unterstützen.

Wenn diese Angebote konsequent angeboten werden, wird nachhaltig für ein inklusives Miteinander gesorgt.

Maßnahme 4:

Fest angestellte Integrationshelfer an Schulen.

In meiner Zeit an Grundschulen durch Praktika und einem FSJ und dem Austausch mit Praktikanten an anderen Schulen ist mir aufgefallen, dass Integrationskräfte selten, bis gar nicht an Schulen eingesetzt werden. 

Dadurch konnten kognitiv beeinträchtigte Kinder dem Unterricht nicht folgen. Durch fest angestellte Integrationshelfer wird nachhaltig dafür gesorgt, dass es Menschen mit Beeinträchtigungen leichter haben dem Unterricht zu folgen. Integrationshelfer können aber auch Menschen ohne Beeinträchtigungen beim Umgang mit Beeinträchtigten helfen.

Maßnahme 5:

Freiwilligendienste für Menschen mit Migrationshintergrund und Beeinträchtigung zugänglicher machen.

Die Ermöglichung für die Teilnahme an Freiwilligendiensten für beeinträchtigte Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund geht nur schrittweise voran.

Anho7286: Planspiel: UN-Behindertenrechtskonvention
5 Sofort-Maßnahmen um Inklusion nachhaltig umzusetzen

  1. Internetzugang in allen inklusiven Einrichtungen ermöglichen:
    Was für die Ottonormal-Bürger in Deutschland schon lange selbstverständlich ist, ist in vielen inklusiven Einrichtungen immer noch Mangelware. Der Zugang zum Internet ist essentiell wichtig für die Bildung oder Weiterbildung von Menschen mit Behinderung. Zudem haben die Menschen ein Recht auf Informationen und das Internet ist heutzutage eines der wichtigsten Medien für Informationsaustausch. Ebenfalls ist das Internet ein sehr nachhaltiges Medium, da es nicht nur das Medium der Gegenwart sondern auch das der Zukunft darstellt.
  2. Inklusion und Schule:
    Das Inklusion in Schulen in Form von gemeinsamen Unterricht mit Kindern mit und ohne Behinderung nur teilweise funktioniert ist bekannt. Um dennoch das Thema Inklusion für alle Menschen zugänglich zu machen, sehe ich die Schule trotzdem als richtigen Ansatzpunkt. Ich schlage daher vor, dass man verpflichtend in das Schulprogramm bzw. in den Lehrplan das Thema Inklusion z.B. durch Projektwochen mit aufnimmt. An jeder weiterführenden Schule sollte es Vorträge, Referate, Workshops und andere Beiträge zum Thema Inklusion geben- verpflichtend!! Dies sensibilisiert die Gesellschaft, trägt zu einem offeneren Miteinander bei und kann gleichzeitig das Interesse für soziale Berufe fördern. Dies täte dann auch nachhaltig den Pflegeberufen gut.
  3. Medien in leichter Sprache:
    Menschen mit Behinderung haben das Recht auf Selbstbestimmung und Mitsprache. Dies haben sie allerdings nur, wenn sie auch verstehen können, worüber sie entscheiden können oder für was sie abstimmen möchten. Um dies zu vereinfachen, sollte es verpflichtend für jedes Medium bzw. für jedes Informationsprotal sein, seine Inhalte in leichter Sprache anzubieten. Dies erleichtert nicht nur, den Alltag für Menschen mit Behinderung, sondern kann auch zusätzliche Arbeitsplätze z.B. eben für Menschen mit Beeinträchtigung schaffen, da diese aktiv daran mitarbeiten könnten, Texte u.ä. in leichte Sprache zu übersetzen.
  4. Inklusion am Arbeitsplatz:
    Menschen mit Behinderung arbeiten häufig in Behindertenwerkstätten für einen sehr niedrigen Lohn. Dies liegt häufig mit daran, dass große Unternehmen lieber die Strafzahlung in Kauf nehmen, als Menschen mit Behinderung einzustellen. Unwissenheit über die Unterstützungsangebote oder die Berührungsangst mit dem Thema Behinderung können ein Grund dafür sein. Ebenfalls müssen nicht nur Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt gefördert werden, sondern die Gehälter der Menschen in den Werkstätten müssen ebenfalls angehoben werden.
  5. Um das Thema Inklusion oder generell Behinderung bzw. Minderheiten mehr in den gesellschaftlichen Fokus zu bringen, könnte man durch staatliche Förderung die Medienpräsenz von Menschen mit Behinderungen stärken. Menschen mit Behinderungen sollten stärker im Fernsehen z.B. in Werbespots oder in Filmen und Serien zu sehen sein. Dies schafft ein normaleres Bild für die Gesellschaft von Behinderung und fördert zudem den Bereich Arbeitsplätze.

Regenbogen: Planspiel UN Behindertenrechtskonvention 

5 Sofortmaßnahmen 

  • Das jetzige Schulsystem ist Leistungsorientiert, die Förderung des Einzelnen geht häufig unter. Die Schulen benötigen mehr Personal mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten. Somit kann ein ganzheitliches System geschaffen werden, bei dem jeder Schüler wahrgenommen und gefördert werden kann. Die Schulen benötigen Kapazitäten um Diagnostiken und Förderprogramme durchführen zu können, um jeden Schüler eine optimale Förderung zu ermöglichen. Die Pädagogische Grundhaltung sollte Ressourcenorientiert sein, so dass die Stärken des einzelnen im Vordergrund stehen und die negativen Lernerfahrungen minimiert werden. Durch eine flexiblere Lernatmosphäre (aufbrechen der aktuellen Klassen zu Lerngruppen etc.) könnten Kinder und Jugendliche auch voneinander und nicht nur miteinander lernen, so dass Inklusion gelingen könnte. Natürlich müssen Gebäude und Gelände Barrierefrei umgebaut werden. 
  • Die Städte müssen weiterhin ausgebaut werden, vor allem auch der Öffentliche Nah- und Fernverkehr. Weiterhin sind viele Haltestellen nicht Barrierefrei. Auch öffentliche Gebäude, Restaurant, Geschäfte, Schulen, Behörden, Freizeitstätten, Sporteinrichtungen sollten weiterhin ausgebaut werden.  
  • Menschen mit Behinderung sollten in der Öffentlichkeit nicht mehr ausgegrenzt werden. Durch eine schon gelungen Integration in Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen sollen Kinder lernen, gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen zu Leben und dies nicht mehr als Besonderheit sehen.  
  • Ebenfalls sollte die Quote der Beschäftigungspflicht für Menschen mit Behinderungen angehoben werden. Damit hier Inklusion erfolgreich verlaufen kann, wäre es wichtig eine Verbindungsstelle zwischen den betroffenen Menschen und den Unternehmen zu schaffen. Zum Beispiel ein Gremium, das als Schnittstelle dient. Menschen mit Behinderungen sollten nicht weniger entlohnt werden wie Menschen ohne Behinderungen. 
  • Wohnraum ist auch hier ein wichtiges Thema. Der Wohnraum ist für die gesamte Gesellschaft vor allem in den Städten knapp. Menschen mit Behinderungen sind auf entsprechenden Barrierefreien Wohnraum angewiesen, so dass hier die Auswahl noch eingeschränkter ist. Neuer Wohnraum sollte generell nur noch Barrierefrei gebaut werden dürfen, um hier allgemein die gleichen Chancen auf Wohnraum sichern zu können. Eigentümer von Mietobjekten müssen bei einer Renovierung der Gebäude vorweisen, warum ein Barrierefreier Umbau nicht möglich ist und dies entsprechend genehmigen lassen.  

Mihja – Planspiel UN-BRK: Fünf Sofortmaßnahmen zur Etablierung nachhaltiger Inklusion 

  1. Barrierefreiheit
  • deutliche Ausweitung von Barrierefreiheit im privaten und öffentlichen Raum, im Freizeitbereich, der Mediennutzung, im Kulturbereich und Arbeitsfeld. 
  • nicht ausschließlich räumlich/materiell betrachtet, sondern auch u.a. kommunikativ und finanziell…
  1. Hochschulen/Schulen/Kitas
  • Investition in Ausstattung zur Verbesserung der Teilhabe aller Studenten/Schüler/Kinder am Lernstoff/Angebot/alltäglichem Miteinander im gemeinsamen Wirkungsumfeld. 
  • Einführung von Gebärdensprache, Blindenschrift etc. als Kurs/Fach/spielerischem Angebot
  • Mehr Fachkräfte, v.a. interdisziplinär aufgestellte Teams
  1. Information als Schlüssel zu mehr Inklusion
  • deutlich mehr Aufklärung/Informationsaustausch/Informationsmöglichkeit in Unterrichten, Elternabenden, Teamsitzungen, Arztpraxen, Eltern-Kind-Kursen, Kulturprogrammen, Medien etc.
  1. Arbeitsplätze
  • flächendeckend inklusiv gestaltete Arbeitsplätze/Abschaffung gesonderter Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
  1. Sportangebote
  • Sportangebote der verschiedenen Sportarten für alle gemeinsam zugänglich gestalten
  • Umdenken zur Gestaltung des jeweiligen Angebotes
  • Unterstützung von Vereinen zur Etablierung von Inklusion durch F

Nauders123: Sehr geehrte Frau Merkel,
an der EVH haben wir erfahren, dass Sie über die Umsetzung von 5 Sofortmaßnahmen, wie man in der BRD Inklusion nachhaltig umsetzen kann, nachdenken. 
In kleinen Gruppen haben wir einige Ideen zusammengetragen: 
1) Das Leben für Menschen mit Behinderung sollte im Alltag leichter gemacht werden. Viele öffentliche Gebäude sind nicht gut genug auf Menschen mit Behinderung ausgelegt. Schulen, Kitas, Unis, Bahnhöfe.
2) Behinderte und nicht behinderte Kinder in Kitas und Schulen mischen. So bekommen die kleinsten beigebracht, dass es keinen Unterschied gibt.
3) Kinder mit Förderbedarf sollten ohne großen Aufwand schnell eine Fördermaßnahme erhalten (ohne viel Bürokratie).
4) Hilfe und Beratungsangebote für Eltern von behinderten Kindern (wie man damit umgeht/ das Kind unterstützen kann).
5) Fachkräfte ausbilden (bessere Arbeitsbedingungen schaffen)

Krümelmonster:

Sehr geehrte Frau Merkel,

ich habe mitbekommen, dass Sie Sofortmaßnahmen suchen, um Inklusion nachhaltig in Deutschland umzusetzen.

Da Inklusion ein Menschenrecht ist, ist es für unsere Gesellschaft und für Deutschland ein wichtiger Schritt. 

Ein wichtiger Punkt ist die Abschaffung von Barrieren. Dies würde zum Beispiel bedeuten, dass Gehwege breiter gemacht werden. Ebenfalls müsste sichergestellt werden, dass Gebäude gut mit einem Rollstuhl erreichbar sind. Auch im Internet, sollte man barrierefreie Internetseiten anbieten, indem häufiger eine leichte Sprache verwendet wird.

Ebenso ist es wichtig, ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, durch keine Ausgrenzung von der Gemeinschaft und keine Eingriffe in die persönlichen Rechte. Das man die Möglichkeit gibt, Entscheidungen über den Wohnort und verschiedenen Unterstützungsangeboten den Betroffenen selbst überlässt.

Außerdem ein Recht auf Bildung, dass Menschen mit einer Behinderung zur Schule gehen können. Denn das allgemeine Bildungssystem sollte jedem zur Verfügung stehen.

In dem Bereich Freizeitgestaltung, kann man auch Unterstützung geben, indem man zum Beispiel Angebote anbietet, die sowohl Kinder mit Behinderung als auch Kinder ohne Behinderung in Anspruch nehmen können. 

Menschen mit Behinderung sollten, wenn es ihnen möglich ist, ihren eigenen Lebensunterhalt finanzieren, indem sie in dem offenen Arbeitsmarkt tätig sind.

Haribo4:

Barrierefreiheit :

Menschen mit Behinderungen sollten mehr Möglichkeiten und Rechte haben sich im Alltag so zu bewegen ,wie andere Menschen es auch tun können .Dazu müsste man die Straßen erneuern lassen ,sie sollten die Möglichkeit haben Geschäfte und Restaurants/Cafés  ohne fremde Hilfe zu betreten ,Arbeitsplätze und Schulen müssten behindertengerecht  gestaltet werden .Für mehr Mobilität müsste es  mehr Aufzüge und Rampen an Bahnhaltestellen geben .

Bildung:

Damit keine Ausgrenzung entsteht ,darf es keine Aufteilungen auf Förderschulen oder Werkstätten  geben . Alle sollten den gleichen Zugang auf Bildung bekommen . Um so ein Unterricht zu ermöglichen braucht es Inklusionskräfte  und mehr  Lehrer/innen die den Menschen mit Behinderung Unterstützung und Hilfe leisten . 

Arbeit :

Menschen mit Behinderung sollten das Recht haben ihr eigenes Geld zu verdienen.Dazu müssen  Angebote im Arbeitsmarkt geschaffen werden , damit Leute mit Handicap auch andere Arbeitsangebote als in Werkstätten haben.

Partizipation :

Menschen mit Behinderung sollten eine Teilhabe an politischen Themen bekommen .Sie sollten wählen gehen und nicht das Gefühl bekommen das sie keine Rechte an gesellschaftlichen Themen haben und somit nicht ausgegrenzt werden .

Wohnen:

Menschen mit und ohne Behinderungen wohnen in gemeinsamen Wohnformen .

Sehr geehrte Frau Merkel,

aufgrund Ihres aktuellen Dilemmas haben wir Studierende einige Vorschläge zusammengetragen.
 Anbei finden Sie meine fünf Lösungen für eine bessere Inklusion.

1) Der wohl wichtigste Punkt: Barrierefreiheit.

Während zu Teilen im öffentlichen Raum bereits ein Anfang gemacht wurde, hängt der private Bereich weit zurück. Um eine gute Teilhabe zu ermöglichen, muss erstmal überhaupt ein allgemeiner Zugang geschaffen werden. Dies gilt auch für den digitalen Bereich.

2) Einbindung.

Es ist schwierig über Betroffene zu sprechen, ohne diese besser einzubinden. Denn es ist ihr gutes Recht für sich selbst zu reden, weshalb sie in Entscheidungsprozesse eindeutig mehr einbezogen werden müssen.

3) Mehr Beratungsstellen schaffen.

Inklusion kann besser gewährleistet werden, wenn genug informiert wird. Beispielsweise würde es besser gelingen Menschen mit Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt zu inkludieren, wenn sich auch Firmen professionell zu diesem Thema beraten lassen könnten. So könnten einige Hürden für beide Seiten überwunden werden.

4) Bildung und Kontakt.

Bildung ist ebenfalls ein allgemeines Recht. Förderbedarf anzuerkennen ist wichtig, sollte jedoch nicht zu einem Argument werden, um eine Ausschließung durch Förderschulen zu gewährleisten. Früher Kontakt durch beispielsweise eine Mischung von Förder- und Regelschulen würde helfen Barrieren abzubauen und präventiv in die Ausgrenzung einschreiten zu können.

5) Gebärdensprache.

Gebärden-unterstütze Kommunikation und Gebärdensprache an sich sollten für die Öffentlichkeit leichter zugänglich gemacht werden. Denn während in Schulen „Fremdsprachen“ gelehrt werden, bleibt durch das fehlende weit gefächerte Angebot der Gebärdensprache ein Teil unseres Landes auf der Strecke. Es ist schade, wenn jemand aktiv ausgegrenzt wird, weil niemand im Umkreis die Person verstehen kann.

Abschließend ist zu sagen, dass man am besten eine Inklusion durch aktives Zuhören und Handeln bekämpfen könnte. Denn viele dieser Forderungen werden seit Jahren bereits laut geäußert und man müsste diese Ideen einfach in Angriff nehmen.

Liebe Grüße
Ravioli

Abschließend ist zu sagen, dass man am besten eine Inklusion durch aktives Zuhören und Handeln bekämpfen könnte. Denn viele dieser Forderungen werden seit Jahren bereits laut geäußert und man müsste diese Ideen einfach nur in Angriff nehmen.

Sonne4:

Zweite Sitzung

In der zweiten Sitzung folgen Begriffsbestimmung und eine inhaltliche Einführung. Macht ja durchaus Sinn, dass man etwas von dem versteht, was Gegenstand der Recherche sein soll. Und der Gegenstand ist ja wirklich einigermaßen kompliziert. Es gibt z. B. nicht nur Inklusionsbefürworter*innen, die sich für gemeinsames Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen im Sonn haben. Sondern es gibt auch Inklusionsbefürworter*innen, die von Inklusion reden, aber eigentlich im Sinn haben, Sondereinrichtungen zu bewahren. Es gibt Inklusionsskeptiker*innen, die sich gegen Inklusion wenden, weil sie sehen, dass das Reden über Inklusion nichts oder nur kaum etwas daran ändert, dass sehr viele Menschen mit Behinderungen in Deutschland in Sondereinrichtungen abgeschoben werden. Und es gibt Inklusionsskeptiker*innen, die finden, dass Menschen mit Behinderungen in den Sondereinrichtungen bestens aufgehoben sind bzw. in Inklusion vor allem ein Gutmenschending sehen. Wer sich da nicht auskennt, läuft Gefahr sich zu blamieren.

Integration und Inklusion – eine Einführung


Tab 1:
 Feuser (1999) : Integrative Pädagogik ist eine Allgemeine Pädagogik, in der
alle Kinder in Kooperation miteinander
auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau 
mittels ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenzen 
an und mit einem gemeinsamen Gegenstand 
spielen lernen und arbeiten 



Praxis der Inklusion und Integration Tab 18: Hinz, A.: Entwicklungswege zu einer Schule für alle mit Hilfe des Index für Inklusion. In: Z.f.H. 5/2004, 245-250
Praxis der IntegrationPraxis der Inklusion
Eingliederung von Kindern mit best. Bedarfen in die Allg.SchuleLeben und Lernen in der Allgemeinen Schule
Diff. System je nach SchädigungUmfassendes System für alle
Zwei Gruppen Theorie (mit / ohne sonderpäd. Förderbedarf)Theorie einer heterogenen Gruppe
Aufnahme von beh. KindernVeränd. d. Selbstverst. Schule
Individuumzentrierter AnsatzSystemischer Ansatz
Fixierung auf die inst. EbeneBeacht. d. em. soz. & unter. E. 
Ressourcen für K. mit Etikett.Ressourcen für Systeme
Individuelle Curricula f. EinzelneGem. & indivi. Lernen für alle
Förderpläne für beh. Kinderein individ. Curriculum für alle
Anliegen und Auftrag der Sonderpädagogik und SonderpädagoginnenGem. Planung & Reflexion aller Beteiligter, Anliegen & Auftrag der Schulp. & Schulpädagogen
Sonderpädagogik als Unterstützung für besondere KinderSonderpädagogik als Unterstützung von Klassen- lehrer, Klassen und Schulen
Ausweitung von Sonderpädagogik in die Schulen hineinVeränderung von Sonderpädagogik und Schulpädagogik
Kombination von (unveränd.) Schul- und SonderpädagogikSynthese von (veränderter) Schul- und Sonderpädagogik
Kontrolle durch ExpertinnenKoll. Problemlösen im Team

Regenbogen:

Sushi2110: Vergleich Feuser und Hinz

Integration laut Feuser:

  • Alle Kinder werden in den Schulalltag miteinbezogen
  • Kooperation zwischen Kindern mit und ohne Behinderung
  • Innere Differenzierung: Lerninhalte auf unterschiedlichen Niveaus
  • Heterogene Lerngruppen mit einer thematischen Gemeinsamkeit

Integration nach Hinz

  • „schlechte“ Form der Förderung
  • Etikettiert die Kinder als „behindert“
  • Nur individuelle Lernpläne für Kinder mit Behinderung

Gemeinsamkeiten:

  • Feuser und Hinz teilen eigentlich gemeinsame Ziele
  • Diese Ziele benennt Hinz mit dem Begriff der Inklusion
  • Wollen beide den Einbezug aller Kinder im Kontext Schule
  • Heterogene Lerngruppen
  • Gemeinsames Leben und Lernen der Kinder

anho7286: Vergleich zwischen Feuser und Hinz : Integration/Inklusionpage1image7128384page1image7135104

Feuser
Integrative Pädagogik ist Bestandteil der allgemeinen Pädagogik
Jedes Kind muss integriert werden- ob mit oder ohne Behinderung

Kinder mit und ohne Behinderung sollen miteinander kooperieren

Hinz
Unterscheidet zwischen Inklusion und Integration
Integration= schlechte Form gemeinsamer Förderung, Inklusion= gute Form gemeinsamer Förderung
Alle Kinder sind im inklusiven System bestens gefördert.page1image7130496page1image7130112page1image7136448page1image7132608page1image7135872page1image7127424

Verschiedene Lerngruppenmitglieder mit thematisch gleichem Oberthema. Differenzierte Lernziele bzw. Aufgaben und AngeboteIntegration muss abgewertet werden damit Inklusion entstehen kann
  • –  Beide verfolgen größtenteils das gleiche
  • –  Beide wollen, dass alle Kinder in einer Schulform unterrichtet werden
  • –  Es soll ein gemeinsames Leben und Lernen stattfinden

Aloha1: Vergleich der Integration zwischen Feuser und Hinz
Feuser Hinz

Definition-alle Kinder, also auch die auf einem anderen Entwicklungsstand, spielen und lernen miteinander, mit einem gemeinsamen Gegenstand-gemeinsames Lernen und spielen mit speziellen Angeboten für jedes Kind, anstatt nur für Kinder mit Beeinträchtigung
Methodik-Sonderpädagogen speziell für Kinder die beeinträchtigt sind
-eingliederung von Kindern mit Behinderung die geeignet sind in allgemeine Schulen-verschiedene Angebote für die Kinder ( Differenzierung der Kinder durch ihre Entwicklung)-gemeinsamer Gegenstand: es gibt ein gemeinsames Thema und je nach Entwicklungsstand gibt es unterschiedliche Angebote für die Kinder
-gemeinsame Planung für jedes Kind mit den Sonderpädagogen -gemeinsames Lernen in allgemeinen Schulen, egal inwieweit behindert oder nicht-allgemeines System: gemeinsames und individuelles Lernen für alle, kein individueller Lehrplan nur für Kinder mit Beeinträchtigung, sondern für alle-Problemlösung mit allen Lehrern gemeinsam

Gemeinsamkeiten: beide Ansätze haben im Sinn, dass Kinder mit Behinderung mit anderen Kindern zusammen lernen und spielen sollen, es sollen neben normal ausgebildedetn Lehrer/innen auch Sonderpädagogen geben, die nochmal einen anderen Schwerpunkt haben

Unterschiede: im Gegensatz zu der Integration, bildet die Inklusion ein allgemeines System, welches vorsieht, dass alle Kinder gemeinsam Lernen und es dann für alle die, die individuelle Förderung nötig haben, die auch vorsieht und nicht nur für beeinträchtigte

Kinder, außerdem sind die Sonderpädagogen ebenso für die Kinder die nicht beeinträchtigt sind da

Steinbock: Vergleich zwischen Hinz und Feuser

„Kein Kind müsse auf eine Förderschule.“ Dabei stößt Feuser auf Kritiker,die der Meinung sind, das Kinder die einen Förderschwerpunkt haben auf sogenannten Förderschulen besser aufgehoben seien. Förderschulmodelle haben die Ressourcen,die solche Kinder benötigen, um eine effiziente Schulzeit zu gewährleisten. Dieses ist für Feuser keine Integration. Integration liegt dann vor wenn alle Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau an und mit einem gemeinsamen Gegenstand spielen und lernen. Integration sei in seinen Augen unteilbar seien sollte. Es müssten die Ressourcen in Regelentrichtungen angepasst werden um dort eine vernünftige Inklusion bieten zu können. „ Ungleichheit abzuschaffen verlangt, Solidarität aufzubauen. Dieses ermöglicht eine Vielfalt an Kommunikationen ermöglichende nicht ausgrenzende Pädagogik durch ein Lernen in Kooperation aller miteinander an einem Gemeinsamen Gegenstand auf der Basis einer entwicklunglogischen Didaktik die Lernende einander subjektiv bedeutsam werden.“ Georg (Jahrbuch für Pädagogik 2015 133-146)

Hinz vergleicht gute und schlechte Form gemeinsamer Angebote zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Die schlechte Form „Etikettiert“ die Kinder mit Behinderung. Es herrscht eine zwei Gruppen Theorie für Kinder mit und ohne Förderbedarf. Für Hinz ist die Inklusion das bessere Angebot dort gibt eine eine heterogene Gruppe. Lehrer bekommen Unterstützung durch die Sonderpädagogik wo von auch Kinder ohne Förderbedarf profitieren. Es ist ein gemeinsames Lernen und arbeiten.

Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass Freuser und Hinz ein gemeinsames Ziel haben und zwar: jedes Kind mit oder ohne Beeinträchtigung an Regelschulen teilhaben zu lassen um so ein gemeinsames lerne und arbeiten zu bieten. Während Freuseer dafür den Begriff der Integration verwendet ist es bei Hinz,der, der Inklusion.page1image23372032

pwoche:

Lalelu:

mit den von Ihnen zur Verfügung gestellten Tabellen konnte ich ehrlich gesagt wenig anfangen. Insbesondere Ihre Praxis, einzelne Begriffe abzukürzen, stellt für mich eine besondere Herausforderung dar.

Durch Internetrecherche habe ich den Wortlaut eines Vortrags, den Herr Feuser am 11.06.98 anläßlich der bundesweiten Tagung „Dialoge“ mit der Thematik „Menschen mit Behinderungen in der Erwachsenenbildung“, veranstaltet vom Martinsclub Bremen e.V. im Rahmen der Aktion Grundgesetz vom 11.-13.06.1998 in Bremen gehalten hat, gefunden.

Daraus abgeleitet würde ich als entscheidenden Unterschied zwischen Herrn Feuser und Herrn Hinz die Tatsache sehen, dass Herr Feuser den Begriff Behinderung und die Kategorisierung von Menschen entsprechend einer solchen als nicht erforderlich ansieht und demnach die gesamte Auseinandersetzung mit den Begriffen Integration und Inklusion obsolet ist. – Es gibt einfach Menschen, die schneller oder langsamer lernen bzw. besser, schlechter oder gar nicht laufen/sehen/sprechen usw. können. Und natürlich sollen alle Schule, Arbeitsstelle oder das Theater besuchen können.

Rose:

Ravioli

Vergleich zwischen Feuser und Hinz

Unterschiede und Gemeinsamkeiten:

Am wichtigsten ist zu nennen, dass Feuser und Hinz ähnliche Methodiken unter unterschiedlichen Begriffen „zusammenfassen“. So ist für Feuser Integration das, was für Hinz die Praxis der Inklusion ist. Hinz und Feusers Definition der Integration belaufen sich hierbei also auf einen kompletten Gegensatz und sind somit auch der größte Unterschied.

Um hierfür einen kurzen Vergleich anzustellen:

Eine gute Form der gemeinsamen Förderung ist für Feuser, dass Kinder mit Behinderung in Regelschulen angedacht sind. Dies gilt unter Hinz in der Praxis der Inklusion, da hier Leben und Lernen in der gemeinsamen Schule geschehen soll. Auch finden sich die von Feuser gewünschten heterogenen Lerngruppen bei Hinz in der Inklusion wieder. 
 Laut Feuser soll ein systemischer statt defizitorientierten Ansatzes erfolgen, bei Hinz findet sich dieser Ansatz erneut in der Praxis der Inklusion.
 Letzten Endes sollen gemäß Feuser alle Kinder durch Integration und kooperatives Lernen an einem gemeinsamen Gegenstand die bestmögliche Förderung erhalten. Auch der individualisierte Unterricht mit Aufgaben, die auf das jeweilige Niveau des Kindes/der Kinder angepasst werden findet sich bei Hinz in der Inklusion wieder.

Abschließend ist zu sagen: während in der Auflistung unter Hinzes Praxis der Integration also ein Großteil der Merkmale einer schlechten Form der Förderung dargestellt wird, so ist seine Praxis der Inklusion das, was Feuser sich für Menschen mit und ohne Behinderung durch die allgemeine (integrative) Pädagogik wünscht. Nämlich ein gemeinsames spielen, lernen und arbeiten. Unter Konzepten und Ressourcen die für alle gemeinsam weiterentwickelt/erweitert werden. 

Mihja

Haribo4:

Feuser:

  • kein Kind soll in einer Sondereinrichtung gefördert werden –> Alle Kinder gehören zur Integration 
  • Kinder mit und ohne Behinderung sollen miteinander kooperieren 
  • Individuell passende Aufgaben / Lehrinhalte  ( Entwicklungsniveau) 
  • Heterogene Lerngruppen 
  • Ein Thema ,aber unterschiedlich Anforderungen (Beispiel:Obstsalat)

Hinz :

•unterscheidet zwischen guter und schlechte Form gemeinsamer Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung 

 Integration = schlechte gemeinsame Förderung 
Inklusion = gute gemeinsame Förderung 
Etikettiert die Kinder als behindert 

Gemeinsamkeiten:

  • Individualisierter Unterricht 
  • eine gemeinsame Schulform
  • Heterogene Lerngruppen 
  • Gemeinsames Leben und lernen 

Mand: Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass Feuser Kinder als behindert etikettiert und dass Integrationspädagogik als schlechte geneinsame Förderung zu verstehen ist. Das ist vielleicht aber der Vorwurf von Hinz an die Integrationspädagogik.

Lola21: Die vorliegenden Abbildungen sind eine Definition von G. Feuser über Integration und eine detailreiche Tabelle von A. Hinz, in der er Integration und Inklusion gegenüberstellend miteinander vergleicht. 

Ganz einig werden sich Feuser und Hinz nicht über die Begrifflichkeiten Inklusion und Integration, da sie sich in ihren Merkmalen voneinander unterscheiden. 

Feuser definiert Integrative Pädagogik als eine „Allgemeine Pädagogik, in der alle Kinder in Kooperation miteinander auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau mittels ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und an und mit einem gemeinsamen Gegenstand spielen, lernen und arbeiten.“

Diese Definition entspricht bei Hinz jedoch nicht dem Begriff der Integration, sondern dem der Inklusion. Letzteres beschreibt er als ein gemeinsames und individuelles Leben und Lernen in einer Allgemeinen Schule mit einem umfassenden System. Ein differenziertes System je nach Schädigung oder die Zwei Gruppen Theorie ordnet er der Integration zu. Mit der Gegenüberstellung der beiden Begriffe teilt Hinz die Integration in eine schlechte und die Inklusion in eine gute Form der pädagogischen Arbeit in der Schule ein. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Feuser und Hinz die gleiche Vorstellung darüber haben, wie Schule mit ALLEN Kindern funktionieren soll.

Anym79: Integration laut Feuser:
• Alle Kinder gehören zur Integration
• Alle Kinder werden auf einer Schule gefördert (keine Teilung zwischen integrationsfähigen  und nicht integrationsfähigen Kindern)
• Ale Kinder sollen miteinander kooperieren
• Die Aufgaben werden, entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstands des Kindes, angepasst
• Heterogene Lerngruppen/Schulklassen
• Gemeinsame Gegenstand: Angebote auf unterschiedlichen Entwicklungsniveaus (z.B. Obstsalat)

Integration laut Hinz:
• Schlechte Form der gemeinsamen Förderung von Menschen mit und ohne Behinderung
• Etikettierung von Kindern als ,,behindert“
• Es werden individuelle Lernpläne für Kinder mit Behinderungen erstellt

Gemeinsamkeiten:
• Beide verfolgen das gleiche Ziel, das Kinder mit Behinderungen und ohne miteinander spielen, lernen und arbeiten
• Heterogene Lerngruppen/Schulklasse
• Individuelle Lernaufgaben und Angebote

Vocke2000:

Feuser:

Laut Feuser bedeutet Integration dass alle Kinder in den Schulalltag miteinbezogen werden und dass Kinder mit und Ohne Behinderung miteinander kooperieren. Er möchte differenzierte Lerninhalte für Kinder mit und ohne Behinderung, jedoch heterogene Lerngruppen mit einer thematischen Gemeinsamkeit.

Hinz:

Laut Hinz ist Integration eine schlechte Form gemeinsamer Förderung. Nach ihm, wäre Inklusion eine bessere Form der gemeinsamen Förderung.

Gemeinsamkeiten:

Beide möchten größtenteils das Ziel erreichen. Sie möchten dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammen durch den Schulalltag schreiten so dass sie zusammen leben und lernen.

Dritte Sitzung

Bei der Recherche kann man wirklich viel falsch machen. Beliebte Fehler: Sie googeln. Oder Sie gehen in eine Bibliothek Ihrer Wahl und leihen sich aus, was da zu Ihrem Thema auszuleihen ist. Wer so vorgeht hat ziemlich gute Aussichten darauf, überholte Positionen, Außenseitermeinungen oder gleich fakewissenschaftliche Positionen in seine Hausarbeit einzuarbeiten, ohne dies zu merken. Denn Google kümmert es nicht, ob Sie sich Unsinn herunterladen. Und in Bibliotheken finden Sie häufig das, was Studierende prima finden. Auch hier ist der Anteil unseriöser Publikationen erschreckend hoch. Hinzu kommt: Es gibt einige Verlage, die davon leben, gegen Geld wirklich alles zu veröffentlichen. Manchmal tun sich Vertreter einer Außenseitermeinung zusammen und gründen eine Zeitschrift, um ihre Positionen besser zu vermarkten. Manchmal sind das Interessengruppen, die Zeitschriften veröffentlichen, in denen nur eine Seite von offensichtlich kontroversen Meinungen veröffentlicht werden. Es gibt Zeitschriften, die alles gegen Geld veröffentlichen (sogenannte Predatory Journals). Und es gibt Tagungen, deren Geschäftsmodell darin besteht, gegen Geld jedem Verrückten anzubieten, auf ihrer Tagung aufzutreten und im Tagungsband zu veröffentlichen.

In Teilen finden Sie die Probleme auch im Bereich Inklusion. In der Zeitschrift für Heilpädagogik werden Sie nur wenig Veröffentlichungen finden, die sich klar und explizit gegen Sondereinrichtungen aussprechen. Der Grund: Es handelt sich um die Vereinszeitschrift des VDS – also des Fachverbands der Förderschullehrer*innen. Die tun zwar so, als seien Sie unabhängig. Aber am Ast sägen, auf dem sie sitzen wollen die sicher nicht. Oder, um einmal die Anhänger*innen der Inklusionspädagogik zu betrachten. Sie werden in bidok eher wenig Beiträge finden, die belegen, dass das mit der gemeinsamen Erziehung von Menschen mit und ohne Behinderung eine ziemlich dumme Idee war. Man muss also wirklich höllisch aufpassen, wenn man nicht aufs Kreuz gelegt werden will.

Falsch recherchieren

Steinbock: Welche Auswirkungen hat die gemeinsame Beschulung von Kinder mit und ohne Behinderung auf die Schulische Entwicklung der Schulleistung auf behinderte Kinder hat

Wocken (2000) über Förderschulen: „eine Schule der Armen, der Arbeitslosen und der Sozialhilfeempfänger.“

In seine Untersuchungen stellt er vor, dass der IQ sinkt, je länger ein Kind an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ist.

Artikel „Wie der Sonderschulbesuch erzwungen wird.“ geschrieben von Dr. Brigitte Schumann

zusammengefasst

Eine Mutter hat Sorge das ihr Kind mit der Diagnose Förderbedarf Lernen als 

„lernbehindert“ stigmatisiert wird. Sie setzt sich gegen Jugendamt und Lehrer durch 

bekam ihre Tochter auf eine Grundschule. Erfolgreich beendete die Tochter die Grundschule ohne gesonderten Förderbedarf. Nach der Grundschule ging es auf ein Gymnasium. In dem Artikle wird dort beschrieben, dass die Tochter dort einseitig mit Mobbing und Auseinandersetzungen angelastet wird. Ebenfalls steht in diesem Artikel, dass die Schulleitung des Gymnasiums der Mutter mit einer Anzeige wegen 

Körperverletzung drohte, wenn Sie die Tochter nicht auf eine Sonderschule versetzt.

Selbst nach dem wechsel auf eine Förderschule mit dem Schwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, bleiben weiterhin Probleme. Der Mutter wird untereinem Kindeswohl Gefährdung vor geworfen da sie möchte, dass ihr Kind an der Förderschule nach zielgerechtem Lernen nach dem Curriculum der Regelschule besteht. Durch fehlender Integrationshilfe wird die Tochter 3 Jahre nur drei Stunden am Tag Unterrichtet. In dem Artikel wird angeführt,dass das Jugendamt die Integrationshilfe versagt hat, jedoch schiebt man der Mutter die Schuld zu.

Studie von peDOCS 

„Gemeinsamer Unterricht von Grundschulkindern und Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der ersten Klasse, Erste Ergebnisse einer 

empirischen Studie zu Effekten auf sozialen Status und soziales Selbstkonzept „

Martschinke, Sabine ;Kopp, Bärbel; Ratz, Christoph (Empirische Sonderpädagogik 4

(2012) 2, S183-201

„Gerade für Weiterentwicklung der Integrationsforschung scheint es notwendig,vor allem die „Treatmentseite“ (Heimlich 2007) des gemeinsamen Unterrichts genauer zu erforschen, um Gelingensbedingungen aufzuzeigen und nicht in Normativen Sinne als Evalutionsforschung zu versuchen, bildungspolitische Einwände gegen gemeinsamen unterricht empirisch zu entkräften ( Heimlich 2007).“

Letzer Satz S198 über Literaturverzeichnis

Anmerkung Mand: Keine Ahnung, ob Sie, wie erbeten, falsch recherchiert haben, also gegoogelt haben. Wenn dem so ist, denkt der Algorithmus, dass Sie eher dem Lager der Förderschulkritiker*innen zuzuschlagen sind, oder?

lapa2912: Anbei sende ich Ihnen meine Ergebnisse der Googlerecherche

  1. Lehrerseite com/inklusion: Ein Paradebeispiel, wie ich finde, für die Anwendung der Begriffe Inklusion und Integration, die Sie uns in der vorherigen Sitzung aufgezeigt haben
  2. Aktion-mensch de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion/inklusion-schule: Zeigt beide Seiten auf, ist aber nicht aktiv gegen eine Abschaffung der Inklusionsschule, sondern macht die Argumente an persönlichen Erfahrungen ausgewählter Personen fest.
  3. https inklusion hypotheses org/5171:

Dieser Eintrag war tatsächlich der erste Treffer  auf meine Googlesuche „Inklusion mit lernbehinderten Kindern“.  Dies zeigt finde ich sehr schön auf, wie sehr die Personalisierung bei Google funktioniert, da es beim besten Willen kein fachlicher Text ist, sondern eher wie ein Schulaufsatz wirkt, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass ich mit diesem Googlekonto in meiner Schulzeit sehr viel recherchiert habe und während meiner Ausbildung dann ausschließlich mit anderen Medien gearbeitet habe. 

Mand: Ich würde sagen, der Google Algorithmus schätzt sie eher als Inklusionsskeptikerin ein. Aktion-Mensch ist übrigens die Nachfolgeorganisation von Aktion Sorgenkind, gegen die schon die Krüppelbewegung aktiv war. Die bemühen sich zwar inzwischen (auch) um ein inklusives Image. Aber hauptsächlich geht es hier um die Finanzierung von Sondereinrichtungen mit Lotteriemitteln.

Haubenhuhn: Noch eine Anmerkung zu google. Normalerweise benutze ich andere Suchmaschinen. Es könnte also sein, dass google noch keine oder nur alte Daten von meinen Suchen hat. Hier nun 3 Ergebnisse meiner Recherche mit google:

  1. Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaften www empirische-bildungsforscjung-bmbf de/de/517.php

Abteilung für Psychologie, Projektleiterin: Prof. Dr. Elke Wild

Über den Link kommt man nur zu der Zusammenfassung der Studie. Elke Wild und die Bielefelder Universität hätte ich wahrscheinlich als unabhängig akzeptiert. An der Uni gibt es einen Studiengang Studium „der Integrierten Sonderpädagogik“.  

2. Inklusion in Deutschland, Daten und Fakten
Prof. Dr. phil. Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (im Anhang)
Klaus Klemm scheint ein renommierter Wissenschaftler zu sein, der auf der Landesebene, Bundesebene und sogar bei der Unesco gefragt ist. Ohne weiteres Vorwissen hätte ich dieser Stufie ersteinmal als unabhängig angesehen, ebenso die Bertelsmannstiftung, die diese Studie in Auftrag gegeben hat.Welchem Lager er angehört kann ich nicht sagen ohne mich extrem tief einzulesen, in dem was er veröffentlicht hat denke ich, und das ist nicht wenig.


3. IQB-Ländervergleich 2011 für die Primarstufe

Unter dem Link unten findet man Hinweise auf Studien, die Beweisen sollen, dass die Leistungen von Schülern mit dem Förderbedarf Lernen in inklusiven Schulen höher sind als eben jene Schüler auf der Förderschule.

Mand: Ich würde sagen, der Google Algorithmus schätzt Sie eher als Inklusionsbefürworterin ein. Die Bielefelder Längsschnittstudie ist zumindest nicht inklusionsfeindlich. Klemm wird intensiv von Inklusionsbefürworter*innen rezipiert. Und es gibt einige Veröffentlichungen aus dem Umfeld der IQB-Studie, die gerne als Munition der Inklusionsbefürworter verwendet werden.

Dass Sie normalerweise Google als Suchmaschine meiden, hilft übrigens nicht viel gegen die Personalisierung. Google kooperiert auch mit einer Vielzahl von Homepages. Und wenn Sie diese aufsuchen, wird dies ebenso an Google weitergeleitet wie fast jeder Onlinekauf.

sushi2110:

Fragestellung:„Welche Auswirkungen hat die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung auf die Entwicklung der Schulleistungen behinderter Kindermit dem Fokus auf Lernbehinderungen?“

Quelle: bertelsmannstiftung de Inklusive Bildung-Zwischen-Licht-und-Schatten_St_IB.pdf
Ergebnis: Im pädagogischen Förderbereich „Lernen“ wiesen die Schüler im Bereich Rechnen, Hören und Lesen höhere Kompetenzen auf als an Förderschulen (Hollenbach-Biele & Klemm

Zuordnung: Befürworter von inklusiven Schulen.

researchgate net Schliche Inklusion_EmpirischeStudien_zur_Situation_von Kindern_und_Jugendlichen_ mit_sonderpadagogischem_Förderbedarf:
Ergebnis: Im Förderschwerpunkt „Lernen“ wurden im gemeinsamen Unterricht bessere schulische Leistungen erzielt als an separierten Klassen oder Schulen. Zuordnung: Eher positiv geneigt zu Schulen mit inklusivem Leitbild (Gebhardt 2015)

opendata.unihalle de: Schmidt.pdf:
Ergebnis: Die Studien zeigen, dass die Kinder mit Förderbedarf in Anbetracht ihrer schulischen Leistungen von gemeinsamer Bildung profitieren. Zuordnung: Befürworter von Inklusion.

Anmerkung Mand: Ja, das sehe ich ähnlich.

Aloha:

  1. inklusionsfakten de – Befürworter für Inklusive Schulen

2. bertelsmannstiftung de Inklusive Bildung-Zwischen-Licht-und-Schatten_St_IB.pdf – Befürworter für Inklusive Schulen

3. Bielefelder Längsschnittstudie – Äußert sich nicht direkt als Inklusionsbefürworter, aber auch nicht als Gegner

Anmerkung Mand: Sieht so aus, als würden Sie auch vom Google Algorithmus als Inklusionsbefürworterin verbucht.

Karotte:

Aktion-Mensch de/inklusion/bildung/hintergrund/zahlen-daten-fakten/inklusion-schule/inklusion-in-der-schule

Auf dieser Seite werden die Vor- und Nachteile von der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung aufgezeigt, welches sich aber nicht auf wissenschaftliche Quellen bezieht sondern auf persönliche Meinungen und Erfahrungen. 

www.lv-koerbehinderte-bw de/PDF/lesebuch.pdf

Wie schon der Titel sagt, werden hier Erfahrungsberichte von Eltern, Schülern und pädagogischen Fachkräften gesammelt. 

Familienratgeber de/lebensphasen/kindergarten-schule/schule-inklusion.php

Diese Seite ist eher als Ratgeber angedacht. Sie weist auch auf die Vor- und Nachteile hin

Mand: Hier bin ich mir nicht sicher, wie der Logarithmus Sie einordnet. Aktion Mensch ist – wie bereits oben beschrieben keine neutrale Seite, sondern verteilt hauptsächlich Lotteriegelder an die Behindertenindustrie, gibt sich aber ein inklusionsfreundliches Image. Die Erfahrungsberichte verweisen eher auf positive Erfahrungen mit Integration. Der Familienratgeber informiert wieder nur sehr kurz. Vielleicht geht der Logarithmus davon aus, dass Sie selbst mit Kindern zu tun haben & über Inklusion nachdenken?

Sonne4:

RTL hat offenbar Vorbehalte gegen Inklusion. Der LVR verwaltet die Gelder für die Behindertenarbeit der Kommunen im Rheinland, setzt sich aber gelegentlich durchaus glaubwürdig für Inklusion ein. Das Imagefilmchen ist eher pro Inklusion. Aktion Mensch de war hier schon mehrfach Gegenstand. Bemüht, als Inklusionsbefürworter zu gelten, faktisch aber eher das Gegenteil. Scheint mir etwas unentschieden zu sein der Algorithmus, wie er Sie einsortieren soll. Er scheint aber noch nicht verstanden zu haben, dass Sie sich für wissenschaftliche Studien interessieren.

viola25:

Mand: Sieht ein wenig danach aus, als würde der Algorithmus Sie als Inklusionsbefürworter einstufen. Und ich fürchte: Sie ziehen voreilige Schlüsse. Die Befundlage ist keineswegs so eindeutig, wie Sie vielleicht vermuten. Sie lernen die Studien überhaupt nicht kennen, die gegen Ihre Annahme sprechen. Und Sie kommen mit der Kritik an den Pro-Inklusionsstudien nicht in Kontakt. Dies genau ist das Problem an einer personalisierten Recherche.

Lola21: Frage: Welche Auswirkungen hat inklusiver Unterricht auf Kinder mit Förderbedarf im Bereich Lernen?

Inklusionsfakten de
Zuordnung: Inklusionsbefürworterin

Bundeszentrale für politische Bildung
Zuordnung Inklusionsbefürworterin

bertelsmannstiftung (Klemm)
Zuordnung Inklusionsbefürworter

Mand: Sehe ich auch so: Sie erhalten vom Algorithmus offenbar vor allem Treffer, die aus dem Lager der Inklusionsbefürworter stammen. Sie werden also als Inklusionsbefürworterin eingestuft.

Mo25: Fragestellung: funktioniert inklusion von behinderten kindern in schulen

Bundeszentrale für Politische Bildung: Befürworter, trotz einiger Skepsis 

Aktion Mensch: Befürworter

Schulministerium nrw/bildungsthemen/inklusion

Mand: Die Zurückhaltung der Bundeszentrale für Politische Bildung erklärt sich aus ihrem Auftrag, parteiübergreifend zu informieren. Und Inklusion ist ganz offensichtlich ein Gegenstand der politischen Auseinandersetzung.

Was die anderen beiden Akteure betrifft, so sehe ich das anders. Der Aktion Mensch ist es lediglich wichtig, (auch) als Inklusionsbefürworter dazustehen. Faktisch unterstützt sie vor allem Einrichtungen, die definitiv nicht inklusiv sind. Und die Verbindung von Wohltätigkeit, Glücksspiel (Fernsehlotterie) und Unterstützung von Sondereinrichtungen steht schon seit Jahrzehnten in der Kritik.

Die Landesregierung NRW bietet ebenfalls bestenfalls Lippenbekenntnisse in Sachen Inklusion. Sie ist politisch verantwortlich dafür, dass viele Schulen, in denen behinderte und nicht behinderte gemeinsam lernen, sehr schlecht ausgestattet sind. Sie verantwortet hohe Exklusionsquoten. Und sie erweckt durch m. E. gezielte Aufarbeitung von Daten den Eindruck, dass es in NRW viel Inklusion gebe. Stimmt aber leider nachweislich nicht – auch nicht im deutschen Ländervergleich. Förderschulen und andere Sondereinrichtungen NRWs sind bestens gefüllt.

Was dies für die Frage heißt, wie der Algorithmus Sie einstuft, weiß ich nicht genau. Das sind ja nicht allzu viel Studien, die Sie präsentiert bekommen. Vermutlich werden Sie als Inklusionsanhänger eingestuft ist, der leicht zu überzeugen ist.

Krümelmonster:

  1. Aktion-Mensch de
    Diese Seite zählt Pro und Contra auf und nimmt dementsprechend nicht komplett Stellung für oder gegen Inklusion.
  2. planet-wissen de
    Planet- Wissen ist für die gemeinsame Schulung, also für Inklusion. 
  3. caritas de
    Dadurch, dass die Caritas Beratungsangebote anbietet, ist sie denke ich für Inklusion.

Mand: Sie haben mit Aktion Mensch und der Caritas zwei Treffer, die eher der Behindertenindustrie zuzuordnen sind. Wer mit viel Geld Sondereinrichtungen unterstützt (Aktion Mensch) oder viel Geld mit Sondereinrichtungen verdient (Caritas), hat da ein Glaubwürdigkeitsproblem in Sachen Inklusion. Was dies für die Frage heißt, wie der Algorithmus Sie einschätzt, weiß ich nicht. Vielleicht werden Sie als Kirchen-affin eingestuft? Die Caritas gehört ja zur katholischen Kirche.

Masha:

Bertelsmannstiftung de (Podium Schule) – Zuordnung : Inklusionsbefürworter/in , Nicht Defizit orientierte Inklusionsbefürworter 

Lehrerseite com – Zuordnung : Integrationsbefürworter/in 

Konrad Adenauer Stiftung (Broschüre: Auf dem Prüfstand. Inklusion im deutschen Schulsystem): Zuordnung : Inklusionsbefürworter/in

Mand: Ich würde das anders einschätzen. Auf der Lehrerseite com finden Sie viele inklusionskritische Positionen. Auch die Konrad-Adenauer-Stiftung ist als CDU nahe Organisation nicht unbedingt als inklusionsfreundlich einzustufen. Neben inklusiver Rhetorik finden Sie in der Broschüre einige Positionen, die sich für den Erhalt von Förderschulen einsetzen. In sofern ist das Ergebnis durchwachsen. Sie bekommen zumindest auch die Seiten von Organisationen angezeigt, die sich nicht gerade für die Umsetzung inklusiver Positionen bemüht haben. Vielleicht vermutet der Algorithmus, dass Sie bald als Pädagog*in im Geschäft sein werden und ist sich noch nicht sicher, wie sich Ihre Einstellungen entwickeln werden.

Regenbogen:

  1. Treffer Inklusionsfakten de:

Artikel: „Die nichtbehinderten Kinder werden durch den gemeinsamen Unterricht benachteiligt“ Lisa Reimann 15.04.2014

  • Stützt sich auf Studien zum gemeinsamen Unterricht vom Irene Demmer- Dieckmann
  • Studien zeigen, dass Kinder im gemeinsamen Unterricht teilweise sogar bessere Leistungen erzielen
  • „Inklusion macht schlau“
  • Differenzierterer Unterricht, bessere Förderung des Einzelnen

Inklusionbefürworter

2. Grundschulverband de:

Artikel: „Forschungsergebnisse zur Heterogenitätserfahrung aus der gemeinsamen Unterrichtung behinderter und nicht behinderter Schüler“ Ulf Preuss- Lausitz

Inklusionsbefürworter

3. Elternbildung at: Über die Vorteile der Nichtaussonderung für Schüler mit Behinderung

  • Lernfortschritte der Integrierten Kinder sind mindestens gleich groß wie jene der Kinder in Sonderschulen
  • Sprachlich erzielen die Integrationsschüler*innen eindeutig bessere Leistungen als die Sonderschüler*innen
  • (Eckhart et al. 2011) Langzeitstudie
  • Inklusionsbefürworter

Mand: Der erste Treffer wird von einem Verein herausgegeben: Indiwi e.V. ehemaliges Integrationsprojekt e.V. im Bund Deutscher PfadfinderInnen). Kenne ich nicht, sieht aber wirklich danach aus, als würden die sich für Inklusion einsetzen. ULF Preuss-Lausitz ist ein wichtiger Vertreter der ersten Generation der Integrationsforscher (lange: TU Berlin) und setzt sich seit Jahrzehnten glaubwürdig für die gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Elternbildung at scheint ein gemeinnütziger Träger für Elternbildung in Österreich zu sein. Hier reichen meine Kenntnisse nicht aus für eine präzise Einschätzung. Die Autorin berichtet etwas einseitig über den Stand der Inklusionforschung (pro Inklusion).

Ich vermute, der Algorithmus schätzt Sie als Inklusionsbefürworterin ein.

vocke2000:

falsche Recherche

  1. Aktion Mensch:

Hier werden pro und contra aufgeführt, jedoch nicht nach wissenschaftlichen Quellen, sondern nach persönlichen Meinungen oder Erfahrungen.

  1. Bertelsmann Stiftung:

Stellt sich als Befürworter von inklusiven Schulen heraus

  1. Inklusionsfakten de:

Ist ein Befürworter von inklusiven Schulen

Mand: Richtig. Aktion Mensch richtet sich nicht an Wissenschaftler und hat – wie schon mehrfach beschrieben als Finanzier von Sondereinrichtungen ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Bertelsmannstiftung unterstützt alle möglichen Schulreformprojekte. Sieht insgesamt ein wenig danach aus, als würde der Algorithmus Sie als Inklusionsbefürworterin einstufen.

Haribo4: Die Studie von Goldau und Kemper (2020) beschäftigt sich mit den Schulabschlüssen (2015-2018) von Förderschüler*innen ,die Ihren Abschluss an Regelschulen absolviert haben .Hierzu wurden sieben Bundesländer miteinander verglichen.

Das Fazit der Studie lautet das es wahrscheinlicher ist einen Abschluss an einer Regelschule zu erwerben als an einer Förderschule.Jedoch zeigt die Studie auch ,dass es in dem Bundesland Thüringen nich der Fall ist .

Die Studiengrundlagen basieren auf Stichproben ,somit werden nicht alle Fragen und Antworten mit in die Studie mit einbezogen.

Die Aussagen der Studie sind für die Fragestellung verwendbar und bieten einen guten Ansatz .Jedoch nicht vollständig um die Frage zu beantworten .

Haribo4:

  1. aktion-mensch.de

Es werden beide Positionen aufgeführt.Einmal die der Befürworter von schulischer Inklusion und einmal die der Kritiker .

2) planet-wissen.de 

Inklusion eine Schule für alle 

Sind für gemeinsames lernen ,also für Inklusion 

3)Bertelsmann-Stiftung.de 

Befürworter für gemeinsames lernen an Schulen 

Mand: Wie auch schon ei den anderen Teilnehmer*innen möchte ich darauf hinweisen, dass die Aktion-Mensch sicher kein Akteur ist, der sich ausschließlich für Inklusion einsetzt. Die geben sich ein inklusive Image, aber finanzieren in erheblichem Umfang Sondereinrichtungen. Planet Wissen ist ebenfalls keine wissenschaftliche Plattform. Der gefundene Beitrag scheint sich aber pro Inklusion auszusprechen. In der Bertelsmannstiftung gibt es dagegen viele Positionen, die sich für Inklusion aussprechen. Insgesamt ergibt sich also ein durchwachsenes Bild. Der Algorithmus scheint sich nicht ganz sicher zu sein, wie er Sie einschätzen soll.

Ravioli: Gemeinsamer Unterricht Behinderter und Nichtbehinderter (2001)
 
– anhand des Abstracts schwierig einzuordnen. Ich würde sagen Befürworter für Inklusion

„Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung“ – PodiumSchule (Bertelsmann Stiftung)
 
– Befürworter für Inklusion

Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderung im gemeinsamen Unterricht.
 Befunde aus nationaler und internationaler Bildungsforschung und ihre
 Bedeutung für Inklusion und Schulentwicklung (2012)
 
– auf den ersten Blick würde ich auch Befürworter für Inklusion sagen

Im Allgemeinen würde ich die Artikel so deuten, dass mich Google als Inklusionsbefürworterin einstuft.

Mand: Ja, sehe ich auch so.

Vierte Sitzung

Ihre Beiträge zur dritten Sitzung haben m. E. sehr schön gezeigt, wie Google funktioniert. Auf eine Googe-Anfrage erhält man eben nicht die wahren oder guten Studien bzw. Beiträge. Sondern es gibt eine Art Vorinstanz, die darüber „nachdenkt“, wer da sucht, was gemeint ist und wofür sich die Suchenden interessieren. Und dann erst folgt die Entscheidung, was gezeigt wird. Diese Funktionsweise von Google hat ganz erhebliche Auswirkungen auf viele Bereiche der Gesellschaft. U.a. wird sie verantwortlich für politische Radikalisierung und die Ausbreitung Fakewissenschaftlicher Positionen gemacht. In der Inklusionsdebatte dürfte die Auswirkungen ähnlich sein. Wer mit Google sucht, erhält Bestätigungen für das, was man eigentlich sowieso denkt. Und das führt nicht unbedingt zu einem verbesserten Verständnis des Forschungsstands.

Bemerkenswert war auch ein zweiter Befund dieses kleinen Experiments zur Google-Recherche. Einige Studierende merken gar nicht, wer hinter den Beiträgen steht. Sie glauben, sie haben es mit Inklusionsbefürworter*innen zu tun. Dabei landen sie bei Inklusionsskeptiker*innen und Unterstützer*innen von Sondereinrichtungen. Kann durchaus sein, dass dies auf Dauer dazu beitragen kann, dass inklusionspädagogische Überzeugungen in der Hochschule nach einigen Monaten Berufspraxis durch sondereinrichtungsfreundliche Positionen ersetzt werden.

In der vierten Sitzung geht es um Datenbankrecherche als Alternative zu personalisierten Suchstrategien. Natürlich finden Sie auch Unfug in Fachdatenbanken, kein Problem. Es gibt für fakewissenschaftliche Positionen besonders anfällige Fachdatenbanken (z. B. FIS-Bildung). Und es gibt Fachdatenbanken, die sogar explizit und klar ersichtlich einseitig informieren (z. B. bidok). Aber Fachdatenbanken haben gleich mehrere Vorteile. Sie liefern nicht-personalisierte Suchergebnisse (in einigen Fachdatenbanken müssen Sie dies allerdings erst auswählen). Und sie liefern Ergebnisse, die weit über den Bestand einer einzelnen Bibliothek hinausgehen. Das ist z. B. wichtig, weil einige Bibliotheken zumindest in ausgewählten Fachgebieten einseitig Literatur sammeln.

Wie man eine Datenbankrecherche angeht

Sushi 2110 – Urteil zur Studie

Frage: Ist die Studie in der Lage verlässliche Aussagen über die Auswirkungen der Schulleistungen von Förderschüler*innen zu tätigen, die eine Schule mit nicht behinderten Menschen besuchen?

Urteil: 

Die Studie aus dem Jahre 2020 befasst sich mit den Schulabschlüssen von Förderschüler*innen, welche ihren Abschluss an einer Regelschule, also inklusiv mit nicht behinderten Menschen abschließen. Es wurden Daten aus sieben Bundesländern verwertet und mit einender verglichen. Die Betonung liegt aus den amtlichen Schulstatistiken, auf die sich die Studie bezieht und auf die oben bereits erwähnten Vergleiche. Es wird deutlich gemacht, dass die Studie lediglich eine Strichprobe und keine Vollerhebung darstellt und so die Ergebnisse auch bewertet werden müssen.

Das Ergebnis der Studie besagt, dass die Wahrscheinlichkeit einen Anschluss zu erwerben an einer Regelschule höher ist als an einer Förderschule. Zudem wird deutlich, dass sich die Abschlussquote fast verdoppelt hat und die allgemeine GU-Abschlussquote auf 35% angestiegen ist.

Betrachtet man alle Informationen gesondert und achtet man auf die Einschränkungen, die die Studie mitbringt, kann meiner Meinung nach gesagt werden, dass die Studie aussagekräftige Ergebnisse beinhaltet. Die Studie bezieht sich auf amtliche Schulstatistiken und macht deutlich, dass sie keine allgemeine Sichtweise vermittelt, sondern lediglich als Stichprobe fungiert.

Haubenhuhn:

Aufgabe: Prüfen Sie ob, der Text/die Studie von Goldau und Kemper von 2020 Aussagen machen kann, wie sich die gemeinsame Beschulung/ Erziehung von Kindern mit und ohne Förderbedarf Lernen auf die Entwicklung der Schulleistung auswirkt.

Goldau und Kemper untersuchen die Schulabschlussquoten von Schülern mit Förderbedarf Lernen an Förderschulen und an Allgemeinen Schulen aller Formen.

Das Kriterium „ Schulabschluss“ finde ich für unsere Betrachtung akzeptabel.

In Ihrer Zusammenfassung beschreiben Goldau und Kemper zwar, dass der Anteil an Schüler*Innen mit dem Förderbedarf Lernen einen Schulabschluss zu erlangen auf den Allgemeinen Schulen höher ist, sie aber ihre Datenlage dazu als problematisch ansehen.(S.241)

Sie verweisen auf Seite 251 zum einen darauf hin, dass es keine Daten darüber gibt, wie viele Schüler*Innen kurz vor einem Abschluss die Schulform wechseln und zum anderen die Diagnose Förderbedarf Lernen an allgemeinen Schulen im Vergleichszeitraum zugenommen hat.

Auf Seite 252 weisen Goldau und Kemper selbst darauf hin, dass sich , so wörtlich „ Die Frage, ob Schüler*Innen mit einem Förderbedarf Lernen an Allgemeinen Schulen eher einen Haupt-schulabschluss erreichen, als an Förderschulen, ließe sich schließlich nur anhand von längs-schnittlichen Daten auf Bundesebene untersuchen. „

Ich komme also zu dem Schluss, dass diese Studie für die Klärung unserer Frage nicht geeignet ist.

Lola21: Die Studie von Goldan und Kemper aus dem Jahre 2020 befasst sich mit der Inklusiven Beschulung und dem Schulerfolg von Schülern und Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt Lernen. 

In Hessen und Mecklenburg-Vorpommern erwerben, laut Goldan und Kemper, Schüler*innen mit einem Förderschwerpunkt im Bereich Lernen einen Hauptabschluss eher an Regelschulen als an Förderschulen. Goldan und Kemper zeigen dagegen auf, dass es in Thüringen – wenn auch als einziges Bundesland – genau andersherum ist.  

Es gibt insgesamt, laut Goldan und Kemper, bei allen betrachteten Bundesländern eine steigende Tendenz in der Entwicklung der Abschlussquote. Die Verfasser*innen weisen jedoch darauf hin, dass es beispielsweise in Schleswig-Holstein gar nicht möglich ist, die Abschlussquote an Regel- und Förderschulen miteinander zu vergleichen, da es an den Förderschulen gar nicht möglich ist, einen allgemeinbildenden Schulabschluss zu erreichen. 

Goldan und Kemper betonen, dass es viele relevante Kontextvariablen und Fragen gibt, die nicht mit einbezogen werden. Sie führen in der Studie lediglich Stichproben auf. Um die Frage zu beantworten, ob Schüler*innen im Förderschwerpunkt Lernen eher durch die inklusive Beschulung oder an einer Förderschule einen Hauptschulabschluss erreichen, bedarf es einer Vollerhebung.  

Ich schließe mich den Worten von Goldan und Kemper an, dass die Daten auf Bundesebene erhoben werden sollten. Diese Studie eignet sich nicht, allgemeingültige Aussagen darüber zu machen, welche Auswirkung die Inklusive Beschulung auf die Entwicklung der Schulleistung hat. Die Ergebnisse der einzelnen Stichproben sind jedoch gute Anfänge, der Fragestellung weiter auf den Grund zu gehen und eignen sich, um erste Tendenzen erkennen zu können. 

Mihja:

Mo25: Fragestellung: 

Ist die Studie in der Lage eine Aussage darüber zu machen, ob die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung eine wesentliche Auswirkung auf die Schulische Leistung hat? 

Antwort:

Die Studie von Goldau und Kemper, aus dem Jahre 2020 befasst sich mit den Schulabschlüssen von Förderschüler*innen, die im Förderbereich Lernen einen Regelabschluss mit nicht behinderten Menschen abschließen. Die Studie entnimmt stichprobenartige Ergebnisse, in der 7 Bundesländer miteinander verglichen wurden. Die erworbenen Daten beziehen sich auf die amtlichen Schulstatistiken und zeigen, dass der erworbene Hauptschulabschluss an Regelschulen höher ausfällt als an Förderschulen. 

Goldau und Kemper zeigen auf, dass in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen, die Schüler*innen ihren Hauptschulabschluss eher an Regelschulen als an Förderschulen erreichen.

Nur Thüringen hebt sich von den anderen Bundesländern ab und zeigt, dass Schüler*innen im Förderbereich Lernen im Vergleich ein gegenteiliges Ergebnis erzielen.

Meines Erachtens zeigt die Studie wesentliche Ansätze um die Fragestellung zu beantworten, liefert aber keine Konkrete Aussage diesbezüglich. Um eine Antwort auf die frage zu finden, ob die Auswirkung einer Inklusiven Beschulung, die Entwicklung des Kindes fördern könnte, gibt es hier nicht.

Regenbogen:

Welche Aussagekraft hat die Studie über Auswirkung die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Lernbehinderung auf die Entwicklung der Schulleistungen?

Die Studie vergleicht die erfassten Daten von Schüler*innen mit Förderbedarf Lernen, einen Schulabschluss einer Allgemein- oder einer Förderschule abgeschlossen haben. Hierfür wurden die Daten der amtlichen Schulstatistik genutzt. Es wurden stichpunktartig die Daten aus sieben Bundesländern miteinander verglichen.

Die Studie ergab, dass die Schüler*innen mit einen Förderschwerpunkt lernen, die mindestens einen Hauptschulabschluss erreicht haben, an allgemeinen Schulen höher ausfällt als an Förderschulen.

Die Studie setzt sich im Wesentlichen mit unserer Thematik auseinander, stellt am Ende aber eigentlich eher die Probleme mit einer genauen wissenschaftlichen Auseinandersetzung für diesen Vergleich auseinander. Auf Seite 242 wird erklärt, dass es aus Datenschutzretlichen Gründen erschwert wird, die erfassten Daten zu erhalten, dass dies genau begründet werden müsse und die Ergebnisse vor der Veröffentlichung überprüft werden. Ebenfalls wird dargestellt, dass die Bundesländer verschiedene Systeme der erreichbaren Abschlüsse an Förderschulen nutzen, so dass ein Vergleich zwischen den Bundesländern, teilweise schwer möglich ist. Auf Seite 252 wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass eine Stichpunktartige Analyse keine verallgemeinerbaren Daten zur Auswertung ergibt, es wird darauf Aufmerksam gemacht, dass eine Verfügbarkeit von schulstatistische Individualdaten für eine solche Studie notwendig sei. So macht die Studie meiner Meinung nach, vielmehr darauf Aufmerksam, dass mehr zugängliche Daten zu dem Erreichen eines Abschlusses von Schüler*innen mit Förderbedarf Lernen erhoben und zugänglich gemacht werden sollten.

Rose: In dem Aufsatz wurde eine Stichpunktartige Probe durchgeführt. Welche Schule ist förderlicher um den besseren Bildungsabschluss zu erlangen. Um danach die besten Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben. Immer mehr soll es der Regel angehören, dass Behinderte Kinder ganz normal an Regelschulen Unterrichtete werden. Nun wurde eine stichpunktartige Umfrage durchgeführt ob das für die Abschlüsse der Kinder förderlich ist. An den verschiedenen Förderschulen ist es möglich verschiedene Abschlüsse zu erlangen. Die Daten wurden aus 7 Bundesländern zusammengetragen. Daraus ergab sich dann, das auch die Behinderten Kinder die eine Regalschule besuchten dort eine höhere Chance auf einen Hauptschulabschluss hatten als die Kinder die eine Behindertenschule besuchten.

Hario4: Die Studie von Goldau und Kemper (2020) beschäftigt sich mit den Schulabschlüssen (2015-2018) von Förderschüler*innen ,die Ihren Abschluss an Regelschulen absolviert haben .Hierzu wurden sieben Bundesländer miteinander verglichen.

Das Fazit der Studie lautet das es wahrscheinlicher ist einen Abschluss an einer Regelschule zu erwerben als an einer Förderschule.Jedoch zeigt die Studie auch ,dass es in dem Bundesland Thüringen nich der Fall ist .

Die Studiengrundlagen basieren auf Stichproben ,somit werden nicht alle Fragen und Antworten mit in die Studie mit einbezogen.

Die Aussagen der Studie sind für die Fragestellung verwendbar und bieten einen guten Ansatz .Jedoch nicht vollständig um die Frage zu beantworten .

Vocke2000: Studie Goldau und Kemper

Die Studie befasst sich mit der Frage, ob Schüler*innen mit Förderbedarf einen Abschluss an einer Allgemein- oder einer Förderschule erhalten haben.

Die Studie hat anhand Daten der amtlichen Schulstatistik stichpunktartig die Bundesländer miteinander verglichen.

Die Grundlagen dieser Studie basieren auf Stichproben.

Das Ergebnis der Studie lautet, dass Schüler mit Förderbedarf wahrscheinlicher einen Abschluss an einer Regelschule erhalten werden, als an einer Förderschule. 

Die Aussagen der Studie bieten einen guten Ansatz zur Fragestellung, reichen aber nicht aus um diese vollständig zu beantworten

Ravioli: Erziehung von Kindern mit Behinderung eine höhere Chance auf einen Hauptschulabschluss bestehen, sollten diese einer integrative Klasse einer Regelschule besuchen. Jedoch können die Autoren aufgrund der schlechten Datenlage keine verlässliche Aussage für ganz Deutschland treffen. Jedes Bundesland erhebt die Daten anders oder gar nicht, wodurch eine Forschung in diesem Bereich erschwert scheint. Um mehr Aussagen zu unserer Fragestellung zu bekommen, wäre es also förderlich, wenn „Zugangsbarrieren seitens der Politik abgebaut werden“ (S. 252).
Somit komme ich zu dem Schluss, dass zwar nützliche Informationen zu unserer Frage veröffentlicht wurden, aber es eher die Fragestellung von Seiten der Inklusion von Kindern mit Behinderung
beleuchtet. Auf die Auswirkungen auf Kinder ohne Behinderung wird kaum eingegangen.
Mand: Richtig, die Fragestellung ist hier nur im weiteren Sinn betroffen.

Fünfte Sitzung

Nun bieten Fachdatenbanken manchmal eine etwas unübersichtliche Menge von Treffern. Es ist deshalb manchmal hilfreich, die wichtigsten Genres der wissenschaftlichen Literatur zu kennen. Es ist z. B. meistens eine gute Idee, Festschriften auszusortieren. Denn, dass irgendein Professor nun 60 oder 70 Jahre alt geworden ist, ist nur selten ein Anlass, wirklich gute Beiträge für den Jubiläumsband zur Verfügung zu stellen. Auch Tagungsbeiträge kann man – je nach Fach – ziemlich ohne Probleme aussortieren. Tagungen sind ziemlich häufig Zusammenkünfte von Wissenschaftler*innen, die vor allem deshalb an der Tagung teilnehmen, damit sie (gegen Geld) ihren Kram veröffentlichen können, den sie anderswo nicht unterbringen können. Handbuchbeiträge sind dagegen meistens empfehlenswert, zumindest dann, wenn es sich um echte Handbücher handelt (ein oder mehrere Herausgeber*innen, viele Autor*innen, die den Stand der Forschung für ein Fachgebiet zusammenfassen). Es gibt allerdings auch Bücher, die nur einen oder zwei Autor*innen haben und dennoch das schöne Wort Handbuch im Titel führen. Solche Bücher erreichen nur selten die Qualitäten echter Handbücher. Schließlich gibt es sogar Fakezeitschriften, sogenannte Predatory Journals, deren Geschäftsmodell darin besteht, gegen Geld jeden Unsinn zu drucken. Man muss also sehr genau hinschauen, welche Beiträge man auswählt für die Hausarbeit.

Wie man wissenschaftliche Beiträge und Bücher bewertet

anno: 7286:

anbei sende ich Ihnen den Link zu meiner gefundenen Literatur. Mein Thema ist zwar noch nicht ausreichend konkretisiert, ich möchte aber etwas über Sterbebegleitung und Trauerarbeit bei Kindern mit Behinderung schreiben.

Raupach, Matthias: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unsicherer oder begrenzter Lebenszeit als Thema erziehungswissenschaftlicher Auseinandersetzungen. Kritische Bestandsaufnahme und Perspektiven für ein pädagogisches Arbeitsgebiet (über FIS)

Mand: Ja, das sieht nach einer Übersichtsarbeit aus. Ist aber schon ein wenig älter

sushi2110:

Meine Fragestellung: Inwieweit differenziert sich der Inklusionsbegriff Deutschlands mit seiner Umsetzung,von der Definition von skandinavischen Ländern, wie Norwegen und Schweden?

Folgende Publikationen habe ich gefunden und für empfehlenswert empfunden:

Laßmann (2020): Einstellungen zu Inklusion bei Kindern und Jugendlichen – eine komparative Studie in Deutschland und Norwegen

Mand: Ja sehe ich auch so. Eine interessante Diss.

Regenbogen:

Ich befasse mich mit dem Thema: Therapeutische Methoden bei PTBS, meine Frage ist weiterhin noch nicht konkret.Ich habe bei der heutigen Aufgabe weiterhin Schwierigkeiten kritische Auseinandersetzungen zum Thema EMDR und DBT zu finden. In der letzten Mail gaben Sie mir den Tipp bei FIS Bildung nach Ansätzen in der Traumapädagogik zu schauen und die entsprechende Auseinandersetzung.Leider finde ich auch hier kaum Material. Bei FIS befinden sich auch Hauptsächlich Zeitschriften Artikel.

Folgende Liteteratur habe ich ich gefunden über FIS Bildungsportal:

„Wirkfaktoren von Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) bei unterschiedlicher Art und Schwere der Traumatisierung – Eine randomisiert-kontrollierte Studie“
vorgelegt von Stefanie Zehl aus Freiberg, München 2017

Mand: Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass es keineswegs ein Problem ist, wenn ein Thema in Zeitschriftenbeiträgen untersucht wird. Zeitschriftenbeiträge sind mindestens genauso wichtig wie Bücher.

Die gefundene Diss ist allerdings offenkundig einschlägig und einigermaßen aktuell. Sie enthält u.a. eine umfangreiche Forschungsübersicht zum Thema EMDR. Was die Entwicklung einer Fragestellung anbelangt, so ist es ja keineswegs erforderlich Studien zu finden, die beide Methoden, also EMDR und DBT untersuchen. Sondern Sie haben zwei unterschiedliche Methoden und finden Forschungsbefunde zu diesen Methoden. Sie könnten also analysieren, für welche Methode überzeugendere Befunde vorgelegt wurden. Dies könnten Sie auch ggf. für besondere Personengruppen untersuchen. Denn es ist ja ein Unterschied, ob Sie es z. B. mit Veteranen zu tun haben, mit Vergewaltigungsopfern oder mit Geflüchteten.

Mihja: Wie wir ja bereits besprochen hatten, ist frei verfügbares Material zu meinem Thema schwierig bis gar nicht zu finde.

Ich habe daher eine Publikation aus der Universitätsbibliothek der RUB, als exemplarische, empfehlenswerte Publikation gewählt. 

Diese habe ich durch eine Datenbankrecherche der Fachdatenbank PubPsych gefunden. Suchbegriffe: Prävention, Schule, 2021, Trefferzahl: 10.

Publikation: Arnold Lohaus, Holger Domsch 2021,2. Auflage, Springer, Psychologische Förder- und Interventionsprogramme für das Kinder- und Jugendalter, ISBN 978-3-662-61159-3

Mand: Ja, verstehe ich. Ich habe hier allerdings keinen Zugang zum Buchbestand der RUB. Was man anhand des Abstrafst sagen kann: Es handelt sich offenbar um einen umfangreichen Herausgeberband mit Beiträgen zu allen mögliche Präventionsprogrammen. Guter Verlag, z. T. sehr bekannte Autor*innen. Damit können Sie sicher etwas anfangen, wenn Sie einen Einstieg ins Thema Prävention suchen.

Lola21: Anbei sende ich Ihnen den Link einer Dissatation, die das Thema „Neurokognitive Defizite bei Autismus und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom“ behandelt:

Ich möchte mich mit dem Thema Autismus und ADHS befassen, habe aber noch keine konkrete Fragestellung. 

Die Dissertation ist aus dem Jahr 2006 und somit schon etwas älter. 

Bruning: Neurokognitive Defizite bei Autismus und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom

Mand: Die Dissertation hat medizinische Schwerpunkte und ist aus meiner Sicht ziemlich anspruchsvoll für Studienanfänger. Im Bereich Autismusforschung ist ein Publikationsjahr 2006 schon ziemlich alt. Es handelt sich eine kumulative Promotion (also zusammengesetzt aus mehreren kleinen Arbeiten). Das verschärft das Aktualitätsproblem noch etwas. Die Publikationssprache ist Deutsch. Dies bedeutet, dass diese Diss vermutlich kaum in der Autismusforschung zur Kenntnis genommen wird. Hinzu kommt: Es handelt sich nicht um eine Promotion für einen Dr. rerum hat also für einen Dr der Naturwissenschaften. Der Stichprobenumfang der Studien ist eher klein. Das Ergebnis der ersten Studie, derzufolge die vorliegenden Ergebnisse eher auf einen additiven Zusammenhang der beiden Störungsbilder verweisen, könnte aber als älterer Einzelbefund vielleicht für Ihre Hausarbeit bedeutsam sein.

Weil sowohl im Bereich Autismus wie auch im Bereich ADHS ziemlich viel Unfug veröffentlicht wird, möchte ich Ihnen die Beiträge von Poustka et al, Döpfner et al und Schlottke et al im von Schneider & Markgraf herausgegebenen Lehrbuch Verhaltenstherapie (2019) empfehlen. Da werden Sie zunächst seriös auf den Stand der Forschung gebracht. Und das kann ja nicht schaden.

Anym79: Anbei sende ich Ihnen den Link einer Publikation zu der Fragestellung: Wie sind die Auswirkungen der Medikation bei Menschen mit Depressionen und die Auswirkung des Absetzen dieser Medikamente? 

Diese Publikation habe ich in der Datenbank PubPsych bei einer Datenbankrecherche gefunden: 
„Depression und Suizidalität“ Trefferanzahl von freien Zugängen: 46 

Ulrich Hegerl (2005): Depression und Suizidalität 

Anbei sende ich Ihnen den Link einer Publikation zu der Fragestellung: Wie sind die Auswirkungen der Medikation bei Menschen mit Depressionen und die Auswirkung des Absetzen dieser Medikamente? 

Diese Publikation habe ich in der Datenbank PubPsych bei einer Datenbankrecherche gefunden: 
„Depression und Suizidalität“ Trefferanzahl von freien Zugängen: 46 

Ulrich Hegerl (2005): Depression und Suizidalität 

Mand: Es handelt sich hier um eine Mischung aus Übersichtsarbeit und Evaluation eines Präventionskonzepts. Ist ein wenig älter (insbesondere aus medizinischer Sicht) und hat offenbar auch einen kirchlichen Hintergrund (das ist sicher interessant, aber steht ggf. für eine besondere Interpretation des Forschungsstands). Sehr geeignet ist der Beitrag eher nicht. Aber Sie können den Beitrag sicher u.a. auch verwenden.

Vocke 2000: 1656-62. doi: 10.1016/j.ridd.2013.02.005. Epub 2013 Mar 15. Rianne J Zaal 1Annemieke D M van der KaaijHeleen M EvenhuisPatricia M L A van den Bemt (2013). Prescription errors in older individuals with an intellectual disability: prevalence and risk factors in the Healthy Ageing and Intellectual Disability Study

Mand: Ist vermutlich nicht ganz das, was Sie untersuchen wollten. Und es handelt such auch nicht über einen Handbuchaufsatz bzw. eine Dissertation. Aber eine Studie mit angemessenem Stichprobenumfang, die nachweist, dass Verschreibungsfehler bei fast der Hälfte der untersuchten Menschen mit Behinderungen über 60 vorkommen, das ist doch schon einmal nicht schlecht, oder?

Ravioli: Als Review zu meiner Fragestellung der Hausarbeit „Präventivmaßnahmen zur Vorbeugung des fetalen Akoholsyndroms“ habe ich folgendes Leitthema gefunden: Fetale Alkoholspektrumstörungen – Diagnose, Prognose und Prävention

Mand: Ja, das sieht nicht schlecht aus. Das können Sie in Ihrer Hausarbeit verwenden, wenn es sich um einen Datenbanktreffer handelt.

Sechste Sitzung

Die sechste Sitzung beschreibt, wie man herausfindet, in welcher Bibliothek die in der Datenbankrecherche ausgewählten Bücher und Zeitschriftenbeiträge stehen. Na klar, es wäre schöner, Sie könnten in den jeweiligen Datenbanken die einschlägigen Beiträge mit einem Klick beschaffen. Aber so einfach geht das leider nicht. Dies hängt z. B. damit zusammen, dass Sie an einer kleinen Hochschule studieren. Kleine Hochschule bedeutet: kleine Bibliothek. Und kleine Bibliothek heißt: Vieles, was Sie brauchen, steht hier nicht. Und das gilt ganz offensichtlich für die meisten der hier diskutierten Fragestellungen.

Leider funktioniert der in einigen Datenbanken verwendete Link – Verfügbarkeit prüfen – in den meisten Fällen nicht. Und der ebenfalls häufig anzutreffende Link Volltext führt Sie in den meisten Fällen auf die Homepage geldgieriger Verlage. Es ist auch keine Option, sich ein Thema auszuwählen, zu der die Bibliothek Ihrer Wahl einige Bücher bereit stellt. Denn wirklich keine ernst zu nehmende Übersichtsarbeit gibt als Auswahlkriterium an: In die Übersicht geht ein, was in unserer Bib derzeit zum Thema ausleihbar war.

Sie sollten deshalb immer mit der ZDB und mit dem HBZ Verbundkatalog arbeiten, um herauszufinden, in welcher Bibliothek der von Ihnen gesuchte Beitrag steht. Und ich rate dazu, dies in der nächsten Zeit anzugehen. Wer weiß, wie lange die Bibliotheken noch uneingeschränkt nutzbar sind. Und: Es lohnt sich auch, noch vor möglichen Bibliotheksschließung einen Leseausweis für die UB Dortmund zu beschaffen. Die Bibliothek in Dortmund ist für Studierende der HP/IP sehr einschlägig und weitaus besser bestückt. Vor einem Jahr hatte ich mehrfach mit Studierenden zu tun, die mit wachsender Verzweiflung nach Studierenden der Uni Dortmund suchten, um sich über deren Account Bücher auszuleihen. Wenn Sie dies nicht erleben wollen, sollten Sie entweder schnell die Literatur beschaffen (kopieren & scannen) oder sich gleich einen Leseausweis holen.

Bücher und Zeitschriften lokalisieren

Rose:

Buch: Denen fehlt ein richtiger Anker im LebenJan Bertram Berlin,2021ISBN 0832553010,9783832553012 Uni Dortmund
Behinderte Elternschaft und ihre BewältigungISBN 3779965917,9783779965916Welheim Beltz Verlagsgruppe 2021Uni Dortmund

Zeitschrift:Behindertenrecht  ISSN 0341-3888,0341-3888Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen VolltextUni Dortmund
Behinderung und RechtISSN 2748-3460München BoorbergUni Dortmund

Lola21:

Buch

Titel: Inklusion. Chancen und Herausforderungen

Erscheinungsjahr: 2021

Personen: Ed.: Mähler, Claudia; Ed.: Hasselhorn, Marcus

ISBN: 978-3-8017-3147-2

Bestand: DO: UB ; Kopie, Ausleihe

Zeitschrift

Titel: Einstellungen und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lehramtsstudierenden bezüglich inklusiven Unterrichts: Zusammenhänge mit Kontakterfahrungen und Grundlagenkenntnissen über schulische Inklusion


Zeitschrift: Unterrichtswissenschaft : Zeitschrift für Lernforschung

Erscheinungsjahr: 2020

Personen: Greiner, Franziska; Täskinen, Päivi; Kracke, Bärbel

ISSN: 0340-4099

Bestand: DO: UB ; Fernleihe, Kopie, Ausleihe 

Suhi2110:

Buch
Titel: Inklusion im Förderschwerpunkt emotionale und geistige EntwicklungJahr: 2018Personen: Roland Stein, Thomas MüllerISBN: 978-3-17-632962-1Verlang: W. Kohlhammer
Bib EvH, RUB, Stadtbibliothek Bochum

Zeitschrift
Titel: Einstellung zu Inklusion bei Lehrkräften und Eltern- eine schulartspezifische AnalysePersonen: Trumpa,Janz,Heyl,SeifriedJahr: 2014Wo: Zeitschrift für BildungsforschungISSN: 241-256 (2014)
UB Dortmund

 

Mo25: Fachzeitschrift 

Titel: Behindertenrecht: Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation und Inklusion: mit besonderer Berücksichtigung…/ unter Mitw. d. Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen 

Erscheinungsjahr: (1974) Heft 7 ( Dezember 2020)

Personen: Boorberg, Stutz 

ISSN: 0341-3888

Bestand: Do UB; Fernleihe ja, Kopie und Ausleihe 

Buch 

Titel: Praxisleitfaden Kooperatives Lernen und Heterogenität 

Personen: Bastian Becker, Tanja Ewering, Gerold Brägger

ISBN: 978-3-407-63203-6

Bestand: Do UB, Wuppertal UB – PDF 

Haubenhuhn:

Zeitschriftenaufsatz:

“ Den Menschen sehen! Die Betty-Hirsch-Schule II in der Nikolauspflege Stuttgart“Gerhard Ziener, 2021
ISSN: 0341-8294Dortmund UB-Emil-Figge BibliothekFernleihe, Kopie und Ausleihe
Buch: 
„Inklusion, eine Chance Bildung neu zu denken!?“Sonja Herzog (HrsG),2021
ISBN: 978-37799-6233-5FHB-Dortmund
entliehen

Ravioli:

Regenbogen: Datenbank Recherche

Inklusion

Zeitschriften Datenbank:

Zeitschrift: Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften

Titel: Adaptiver Umgang mit externalisierenden Verhaltensproblemen: Pädagogisches Wissen zu inklusivem Unterricht mit Fokus emotionale und soziale Entwicklung

Autor*innen: Gottfried, KatharinaCasale, GinoHennemann, ThomasHuber, ChristianKaspar, KaiSpilles, MarkusStrauss, SarahKönig, Johannes

ISSN: 2624-8492

Bestand: UB Dortmund, Papierkopie per Fernleihe möglich

HZB:

Monographie: Der inneren Existenz Raum geben.
Partizipation von Menschen mit psychischer Behinderung in Prozessen Örtlicher Teilhabeplanung. 1. Auflage.

Autor*innen: Matthias Laub

ISBN: 978-3-7799-6419-3

Bestand: FHB Dortmund (Exemplarstatus unbekannt), UB Siegen (Ausleihbestand)

Siebte Sitzung

Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass ich aufgrund der Blockwoche die Unterlagen für die achte Sitzung erst am 20.11. hochladen werde. Auch wenn ich mich über eine rasche Bearbeitung freuen würde, gilt dennoch: Sie haben diese Mal zwei Wochen Zeit, sich den podcast zur Quellenbewertung anzuhören und die Aufgabe zu bearbeiten.

In der bisherigen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Publikationen dürfte inzwischen klar geworden sein, dass die Forschungslage ziemlich häufig unübersichtlich ist. Es gibt Verlage, die gegen Geld alles drucken. Es gibt Tagungen, die nur zu dem Zweck organisiert werden, um Geld mit Wissenschaftler*innen zu verdienen, die gerne ihre vermutlich zurecht bislang unveröffentlichten Schriften im Tagungsband veröffentlicht sehen wollen. Es gibt schlechte Studien, die keine Aussagekraft besitzen. Und es gibt sogar jede Menge Fälschungen. Dies alles kann man nicht unbedingt dem Abstract entnehmen. Es empfiehlt sich deshalb ein kritischer Blick auf die Veröffentlichungen, auch wenn man sie bereits mit einigem Aufwand beschafft hat.

Hat man die Zeitschriftenbeiträge und Buchbeiträge einmal ausgewählt und beschafft, empfiehlt sich ein weiterer Blick auf die Quellen. Wer hat die Studie bezahlt? Sind die Autor*innen wirklich unabhängig? Wie geht die Autorin / der Autor mit dem Stand der Forschung um? Sind da viele Quellenverweise pro Seite, oder wird bestenfalls alle paar Seiten ein Kollege erwähnt, der bestätigt, was der Autor denkt? Wie wurde die verwendete Literatur ausgewählt? Sagt die Autorin / der Autor etwas über die Auswahlkriterien? Und: Wie geht die Autorin / der Autor mit anderen Meinungen um. Erwähnt er überhaupt, dass es andere Meinungen gibt (die gibt es fast immer). Behandelt er sie fair? Ist seine Kritik sachlich?

Quellenbewertung

Haubenhuhn: Gerullis & Huber (2019).Testgüteuntersuchungen des Fragebogens „Soziale Distanz in inklusiven Settings“ (SoDiS). Validität und Test-Retest-Reliabilität (pedocs)

Mand: Die Aufgabe war ja eine gute Studie in Sachen Integration zu finden. Ich vermute mal, dass Sie entsprechend der Meinung sind, dass es sich bei der Studie von Gerullis & Huber (2019) um eine gute Studie handelt.

Die Studie gehört wohl zu einer Normierungsstudie eines diagnostischen Instruments. Sie werden derlei vermutlich noch im Modul Diagnostik lernen. Aber ich greife mal ein wenig vor. Derlei Untersuchungen macht man, damit man eine Vergleichsbasis hat, um die später dann getesteten Kinder besser einstufen zu können.

Ich stimme nicht ganz mit Ihnen in der Einschätzung der Studie überein. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass in der Diagnostik etwas andere Spielregeln gelten als in der empirischen Sozialforschung. Nimmt man nur diese als Maßstab, so liegen Sie richtig: alles weitgehend ok. Für den Bereich Diagnostik komme ich allerdings zu einer etwas anderen Einstufung. Ich finde z. B., dass die Angaben zur Stichprobe nicht sehr präzise sind. Und auch der Stichprobenumfang ist nicht sehr beeindruckend – zumindest dann nicht, wenn es sich hier um die Normierungsstichprobe handeln sollte. Von den vielen Kennwerten erkläre ich die Test-Retest-Reliabilität. Die beträgt je nach im Fragebogen verwendeter Fallbeschreibung 0,6 (Kind ohne Auffälligkeit), 0,72 (Kind mit geistiger Behinderung) oder 0,83 (Gesamtwert). Gerullis & Huber (2019) bezeichnen dies als gute Test-Re-Test-Reliablilität.

Man muss dazu wissen, dass Reliablilitätskoeffzienten Korrelationskoeffizienten sind (wird noch Gegenstand dieses Seminars), die wiederum dazu dienen, Zusammenhänge zu messen. Man kann Korrelationskoeffizienten in prozentuale Übereinstimmung umrechnen (quadrieren und mit 100 multiplizieren). Eine Korrelation von 0,6 bedeutet also, dass 36 % der befragten Kinder die entsprechenden Fragen bei der Testwiederholung gleich beantworten. Das ist wirklich nicht viel. Der Wert von 0,83 läuft auf eine Übereinstimmung von 69 % hinaus. Das ist besser als 36 %, aber allzu überzeugend ist das m. E. auch nicht. Ich würde eher sagen: Das sind Kennwerte, die mehr oder weniger in Ordnung sind. Und: ich würde vermutlich eher ein Soziogramm vorziehen, wenn ich die soziale Integration von Kindern empirisch untersuchen wollte.

Sushi21: Ich habe im Auftrag der Lehrveranstaltung 1 eine quantitative Studie zum Thema Unterrichtsplanungen im Zusammenhang mit gelingender Inklusion gefunden:

Knigge, Michel; Rotter, Carolin 

Unterrichtsplanungen bei Lehramtsstudierenden im Falle der Wahrnehmung von vermeintlich „besonderen“ Schülerinnen und Schülern und ihr Zusammenhang mit Selbstwirksamkeits-überzeugungen und Einstellungen in Bezug zu Inklusion – beispielhafte Mixed-Method-Analysen aus der EiLInk-Studie 

Empirische Sonderpädagogik 7 (2015) 3, S. 223-240 (über pedocs)

Mand: Es handelt sich ja um eine Studie, die der Frage nachgeht, ob es Zusammenhänge zwischen einem besonderen Selbstverständnis als Lehramtstudierende und Selbstwirksamkeitserwartungen gibt. Ergebnis: Wer an Stoffvermittlung interessiert ist, hat geringere Selbstwirksamkeitserwartungen (bzw. umgekehrt?). Die Studie hat qualitative und quantitative Anteile. Aus Sicht der quantitaiven Forschung fällt auf, dass die Angaben zur Stichprobengewinnung etwas dünn sind. Ich vermute: Das waren einfach Studierende, die Lehrveranstaltungen der Kolleg*innen bzw. von deren besten Kumpels waren. Anfallende Stichprobe also. Die haben auch nicht alle befragten 442 Studierenden in jedem Bestandteil der Studie einbezogen. Die Aussagen zu Selbstwirksamkeitserwartungen und zum Selbstverständnis basieren also auf einer Teilstichprobe, die nicht besonders groß ist (wenn ich das richtig verstanden habe: n = 65 oder n = 50). Das ist wirklich nicht überzeugend in der quantitativen Forschung. Ich würde deshalb nicht sagen, dass es sich um eine gute quantitative Studie handelt.

Für eine Hausarbeit kann man die Studie dennoch verwenden. Man kann eine Zusammenfassung in die Forschungsübersicht einbauen. Man muss aber im Diskussionsteil immer im Blick haben, dass die Studie so angelegt ist, dass keinesfalls verallgemeinerungsfähige Befunde ermittelt wurden.

Rose: Einige Publikationen kann man nicht öffnen, muss sie bezahlen oder sich anmelden. Ich habe mich angemeldet allerdings kann ich mich trotzdem nicht einloggen. Ich habe von einer anderen Studierenden gehört, dass sie das gleiche Problem hat können sie mir sagen, woran das liegen könnte?
Ich habe auch versucht zu meinem Thema (Gewaltprävention) eine Review zu finden. Allerdings hatte ich dort das selbe Problem. Ich habe keine passende gefunden ist die ein Problem?
Haben sie noch eine alte Hausarbeit die nach Ihren wünschen gestaltet wurde, um sich mal einen groben Überblick zu verschaffen? Ich würde dem nächste mit der richtigen Recherche starten, weiß aber noch gar nicht, wie ich das ganze zu Papier bringen soll. Haben sie noch eine alte Hausarbeit die nach Ihren wünschen gestaltet wurde, um sich mal einen groben Überblick zu verschaffen? Ich würde dem nächste mit der richtigen Recherche starten, weiß aber noch gar nicht, wie ich das ganze zu Papier bringen soll.

Mand: In den Fachdatenbanken finden Sie u.a. auch Treffer, die nur von bestimmten Netzwerken her frei verfügbar sind  (z. B. von den Netzwerken einiger Bibliotheken, einige auch aus der EvH Bib) oder von Bibliotheken angeschafft oder abonniert wurden. Das ist ja der Grund, warum ich erklärt habe, wie Sie Zeitschriftenbeiträge und Bücher in den Bibliotheken der Region finden. Andere sind überhaupt nicht frei verfügbar. Kaufen sollten Sie sich die Beiträge aber sicher nicht.
Mein Vorschlag lautet deshalb: Nur frei verfügbare Treffer verwenden (dies schränkt die Auswahl der Themen aber empfindlich ein) oder sich die Literatur möglichst bald in den Bibliotheken der Region beschaffen.

Meine Festplatte ist zwar voll von Hausarbeiten. Leider kann ich Ihnen aber keine Hausarbeiten zur Verfügung stellen. Ein wichtiges Problem ist dabei das Urheberrecht. Und ich habe auch keine besonders guten Erfahrungen damit. Denn das Ergebnis ist vielfach: Die Hausarbeiten werden auch in ihren Problemzonen kopiert. Allzu viele Sorgen würde ich mir aber nicht machen. Denn Sie haben ja schon ein wenig an Ihrer Hausarbeit gearbeitet. Die Übungen in der Schreibwerkstatt zielen ja auf Ihre Hausarbeit. Sie sollen eine Fragestellung formulieren, weil dies der wichtigste Teil Ihrer Einleitung ist. Sie sollen Studien zusammenfassen, weil der Hauptteil Ihrer Hausarbeit aus Zusammenfassungen Ihrer Studien besteht (z. B. in der Reihenfolge ihrer Publikation). Sie sollen Studien kritisieren, weil Sie im Diskussionsteil Ihrer Hausarbeit, u.a. auch Studien kritisch bewerten sollen.

Lola21: Anbei sende ich Ihnen den Link einer quantitativen empirischen Studie zum Thema Inklusion:


Björn Kröske (2020):
Schulisches Wohlbefinden, Zugehörigkeit und Unterstützung bei Schülerinnen und Schülern im gemeinsamen Unterricht der Sekundarstufe I 

Die Studie von Bröske (2020) arbeitet zwar mit einem angemessenen Stichprobenumfang. Der Autor erklärt aber nicht, wie er die teilnehmenden Schulen ausgewählt hat. Auch fehlen Angaben darüber, wieviele Schüler*innen um eine Mitwirkung gebeten wurden, aber nicht an der Studie teilgenommen haben (Rücklauf). Durchaus möglich, dass Schulen, die keine Lust auf Inklusion haben, sich gegen eine Beteiligung entschieden haben. Entsprechend ist die Studie nicht repräsentativ. Wichtig ist aber noch ein anderer Punkt (ich greife hier ein wenig vor, wird in einer späteren Sitzung noch ausführlich erklärt): Die gefundenen Unterschiede Zusammenhänge sind übrigens zwar z. T. mehr als zufällig (signifikant), aber in der Regel nicht sehr stark. Es gibt da also eine nicht repräsentative Studie, die ermittelt, dass sich einige Berliner bzw. Brandenburger Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in ihren Inklusionsschulen etwas weniger weniger wohl fühlen als die Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Na ja.

Ravioli:

Als gute quantitative Studie würde ich die „Empirische Arbeit: Verhalten und Befinden von Schulkindern: Diskrepanz von Kinder- und Lehrendensicht. Eine Längsschnittstudie in integrativen Regelklassen“ (Simona Altmeyer, Achim Hättich, Susan C. A. Burkhardt, Annette Krauss & Andrea Lanfranchi, 2020) nennen.

Mand: Zunächst einmal handelt es sich um eine Längsschnittstudie. Das ist schon einmal ein gewichtiger Pluspunkt. Die Stichprobengewinnung wird allerdings nicht sehr präzise beschrieben. Keine Ahnung, ob es mehr als 27 integrative Regelklassen in den untersuchten Schweizer Kantonen gibt. Im Diskussionsteil wird die Auswahl als nicht zufällig bezeichnet. Ich vermute mal, das ist keine Totalerhebung. Es fehlen auch Angaben dazu, ob die Schulleiter bzw. Lehrer*innen eine tendenziöse Vorauswahl getroffen haben und wie viele Klassen bzw. Eltern vergeblich um eine Mitwirkung gebeten wurden. Sieht mir eher nach einer anfallenden Stichprobe aus. Es gibt also einige Kinder in Schweizer integrativen Regelklassen, deren Selbstwahrnehmung in Sachen Verhalten und Befinden sich etwas von der Fremdwahrnehmung durch die Lehrer*innen unterscheidet. Und es spielt eine Rolle, ob es sich um Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf handelt. Kann man sicher verwenden, wenn man Verhaltensprobleme in integrativen Regelklassen untersucht. Allzu beeindruckend ist der Erkenntnisgewinn aber m. E. nicht.

Mo25:

Einstellungen zu Inklusion in der Schule – ein Schlüssel zum Gelingen einer tiefgreifenden Reform. Greve, Werner; Hauenschild, Katrin 

Mand: Das ist zwar ein interessanter Beitrag, z. B. weil er eine Forschungsübersicht enthält und auch methodische Probleme der Einstellungsforschung behandelt. Aber eine empirische Studie ist das nicht. Die haben keine eigenen Fragebogen versandt, keine Beobachtungen durchgeführt und niemanden interviewt o.ä. , sondern nur zusammengefasst, was andere so schreiben und diskutiert, was man bei der Einstellungsforschung berücksichtigen muss.

Regenbogen:

Online Monographie

Titel: Geflüchtete Kinder und Jugendliche im deutschen Bildungssystem.
Zentrale Befunde der Studie ReGES

Autor*innen: Maurice, Jutta vonWill, Gisela

Quelle: Bamberg: Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (2021), 20 S.

Die Studie ist eine Längsschnittstudie, die für mich seriöse erscheint

Mand: Die Studie ist sicher seriös. Aber Sie hat erhebliche Stichprobenprobleme. Offenbar trafen die Forscher*innen nur etwa 42 % der ausgewählten Familien am erwarteten Wohnort an. Problematisch ist auch die Konzentration auf Asylbewerber*innen. Denn Geflüchtete mit geringen Aussichten oder gar mit abgelehnten Asylanträgen könnten durchaus Probleme bereiten, so lange sie in Deutschland sind. Hinzu kommt: Es handelt sich um eine vom BMBF geförderte Studie. Sie können unterstellen, dass die Geldgeber sehr interessiert daran waren, die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung in einem freundlichen Licht erscheinen zu lassen. Dies dürfte bereits die Auswahl mit der Durchführung der Studie beauftragten Wissenschaftler*innen beeinflusst haben. Kann auch sein, dass bei den Kolleg*innen der Wunsch, auch demnächst Drittmittel einzuwerben, Wirkungen gezeigt hat. Und selbst zumindest subtile Versuche der Einflussnahme auf die Studie sind nicht ganz auszuschließen. Man muss die Studie also zurückhaltend interpretieren.

Vocke 2000:

Aslam, Naveed, Shabbir (2020): Is it an institution, digital or social inclusion that matters for inclusive growth? A panel data analysis.

Mand: Ja, das ist eine interessante Metaanalyse. Sieht ein wenig danach aus, als wäre Inklusion ein Ding für reiche Länder.

Achte Sitzung

Mit der achten Sitzung beginnt ein neuer Schwerpunkt des Seminars. Es geht nicht mehr darum, wie man Literatur findet und wie man sie bewertet. Sondern ich erkläre anhand einiger Beispiele aus der Inklusionsdebatte, worauf man achten muss, wenn man sich mit Studien auseinandersetzt.

Den Anfang macht nun eine Studie von Hans Wocken: Andere Länder – andere Schüler. Hans Wocken ist ein prominenter Befürworter gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Behinderung. Und diese Studie lässt die Förderschulen ziemlich schlecht aussehen – zumindest auf den ersten Blick. Bei dem kleinen Experiment der dritten Studie (Falsch recherchieren) war sie deshalb Indikator dafür, dass der Algorithmus den Suchenden bzw. die Suchende als Inklusionsbefürworter*in einstuft.

Natürlich ist diese eine Studie kein endgültiger Beleg dafür, dass Förderschulen Lernen schlecht fördern. Ich verwende sie u. a. auch deshalb, weil man mit dieser Studie gut erklären kann, wie wichtig das Design einer Studie ist und welche Rolle es spielt, wie man Abbildungen erstellt.

Die Wocken Studie: Andere Länder – andere Schüler (2006)

Rose:  Aufgabe Hans Wocken Kritik an seiner Studie:

Hans Wocken führte eine Studie durch bei der er herausfinden wollte, in wie weit die Intelligenz auf die Schulform zurückzuführen ist. Dabei stellt er sich die Frage wovon dies Abhängig ist. Seine Querschnittstudie führt er durch, indem er an verschiedenen Förderschulen Intelligentestes von 15 Studierenden durchführen lässt. Um die möglichen Hintergründe herauszufinden lässt er einen Elternfragebogen ausfüllen. Ein zusätzlicher Schülerfragebogen soll ebenfalls Auskunft darüber geben, was der Mögliche Hintergrund sein kann. Leider gibt es kein Stichprobenumfang zu seiner Studie. Seine Kluntenstichprobe lehnt er an einer anderen Studie an um Schüler und Schülerinnen die an einer Regelschule unterrichtet werden mit Schülern an einer Förderschule zu vergleichen. Zu kritisieren ist leider noch, dass er keine klaren Angaben zum Rücklauf macht. Es ist angegeben worden, wie viele schulen etc. an der Studie teilgenommen haben jedoch keinerlei Angaben zu den Eltern die die Fragebögen abgelehnt haben.

Mand: Richtig, es handelt sich um eine Querschnittstudie mit Klumpenstichprobe. Und auch zum Rücklauf gibt es in dieser Publikation keine klaren Angaben. Den Stichprobenumfang finden Sie aber auf Dokumentseite 13 (pdf Seite 10).

Sushi2110:

Studie Hans Wocken „Andere Länder, andere Schüler?“

Die quantitative Studie „Andere Länder, andere Schüler?“ von Hans Wocken aus dem Jahre 2005 beschäftigt sich mit der Frage, ob Schüler einer Förderschule tatsächlich schlechter gefördert werden und ob eine gesamte Förderung durch eine Beschulung an einer Förderschule, negative Auswirkungen auf die SchülerInnen hat.

Zur Beantwortung dieser Frage wurden Stichproben genommen und spezifische Fragebögen erstellt. Es lässt sich feststellen, dass es sich um eine Klumpenstichprobe handelt, da verschiedene Schulen in verschiedenen Bundesländern verglichen wurden. Die Studie besteht aus 5 Teilstichproben und es wurden jeweils Schülerinnen und Schüler aller Schulformen in den angegebenen Bundesländern untersucht. Zudem wurden Elternfragebögen und Intelligenztests hinzugezogen.

Zum Rücklauf lassen sich keine Angaben finden, es wird lediglich erläutert, dass die Studie auf Angaben durch freiwillige Mitarbeit aller Studienteilnehmenden basiert.

Ravioli:

Wocken versucht in seiner Studie die Schulleistungen, Lernvoraussetzung und Lebensbedingungen von Kindern in Förderschulen im Vergleich zu Regelschulen darzustellen. 

Seine Angaben zur Stichprobengröße findet man im Kapitel 2.3 (S. 13). Hierbei unterscheidet er in fünf Teilstichproben. Im Gymnasium nahmen 5421 Probanden teil. In der Haupt- und Realschule waren es 3666. In der Förderschule Hamburg insgesamt 513, in der in Niedersachsen 94 und in der Förderschule in Brandenburg 415 Teilnehmende. Somit kommt man auf eine Gesamtstichprobe von N=10109. Die einzelnen Teilstichproben wurden ebenfalls nach den Geschlechtern männlich und weiblich aufgeteilt. Auch die Geschlechtskomponenten und ihre Verteilung werden durch Wocken in den darauffolgenden Seiten untersucht. 

Es handelt sich hierbei um eine Klumpenstichprobe, da hier weder randomisiert vorgegangen noch eine Totalerhebung durchgeführt wurde. Der Stichprobenumfang ist hierbei gut, jedoch fallen die Teilstichproben der Förderschule im Vergleich recht klein aus.

Zum Rücklauf selbst findet man keinerlei Angaben.

Lola21:

In der Studie „Andere Länder, andere Schüler? Vergleichende Untersuchungen von Förderschülern in den Bundesländern Brandenburg, Hamburg und Niedersachen“ überprüft Professor Dr. Hans Wocken die Effizienz schulischer Einrichtungen. Als Untersuchungsinstrumente dienten die Hamburger Schreibprobe, der Culture Fair Intelligenztest und Elternfragebögen. 

Die Erhebung wurde einmalig durchgeführt, sodass es sich um eine Querschnittstudie handelt. Die gleiche Studie wurde lediglich in zwei verschiedenen Jahren gemacht (1996 und 2004).

Es handelt sich um einen Klumpenstichprobe da „alle“ Schüler*innen des 5. Schuljahres an den allgemeinbildenden staatlichen Schulen im Hamburg und „alle“ Schüler*innen des 7. Schuljahres an Förderschulen in Hamburg, Brandenburg und Niedersachsen der Erhebung unterzogen wurden. Es gibt keine Angaben zum Rücklauf, da nicht aufgeführt ist wie viele Schüler*innen aus unterschiedlichen Gründen nicht teilgenommen haben. Daher ist auch der Stichprobenumfang von fünf nicht sehr aussagekräftig. Zudem deutet Wocken selbst darauf hin, dass die Stichprobe aus Niedersachsen aufgrund der geringen Zahlen nicht repräsentativ ist.  

Mand: Ich fürchte, in einer Hinsicht sind Sie zu streng mit der Studie. Die fehlenden Rücklaufangaben in der Brandenburger und in der Niedersachsen-Studie bedeuten nicht, dass die Studie nicht sehr aussagekräftig ist. Es fehlt aber eine relevante Information, das stimmt. Wochen hat allerdings 2000 die Befunde der Hamburger Studie gesondert veröffentlicht und hier auch den Rücklauf mitgeteilt. Wenn ich das richtig erinnere, sah der nicht ganz so gut bei den Elternfragebogen aus.

Neunte Sitzung

Auch in der neunten Sitzung wird eine Studie zum Gegenstand, die gerne von Inklusionsbefürworter*innen verwendet wird. Die Studie von Ginnold (2014) befasst sich mit der Frage, ob Inklusionsschüler*innen in der Berufsausbildung erfolgreicher sind als Förderschüler*innen. Die Studie hat allerdings nur indirekt mit der hier untersuchten Fragestellung zu tun. Aber Unterschiede zwischen Inklusion und Berufsausbildung im Berufsausbildungsbereich erlauben ja möglicherweise Rückschlüsse auf die Schulleistungen, oder?

Ausgewählt habe ich diese Studie aber unter anderem auch, weil sie Signifikanztests verwendet. Und in empirischen Studien nicht nur der Inklusionsforschung ist vergleichsweise häufig von signifikanten Befunden die Rede.

Übergänge in die Berufsausbildung nach Sonderschule & Integration. Kreuztabelle rekonstruiert nach den Befunden von Ginnold (2014,9)
IntegrationSonderschule
Berufsausbildung direkt nach Schule46 % (?)11%
keine Berufsaus-bildung direkt nach Schule54 % (?)91 %
Stichprobenumfang insgesamtN = 96
Irrtumswahrscheinlichkeit< 5 %

SchülerInnen aus Integrations- und Sonderschulen aus Berlin. Studie 1 bezieht sich hierbei nur auf den Berliner Stadtteil Pankow Studie 2 aus SchülerInnen aus ganz Berlin. Auffällig ist, dass bei Studie 1 nur 2 von 102 SchülerInnen einen Migrationshintergrund aufweisen und somit nur ein geringer Teil von SchülerInnen mit Migrationshintergrund in die Studie einfließen. Dies könnte mit dem Stadtteil in Zusammenhang gebracht werden, da Pankow lediglich einen Bevölkerungsanteil von 8,6 % von Menschen mit Migrationshintergrund aufweist. Die Anteile der Kinder mit Migrationshintergrund werden bei der Studie 2 erst gar nicht erhoben. Zudem wird am Ende der Studie erwähnt, dass der Besch einer Sonderschule in Verbindung mit einem Migrationshintergrund wahrscheinlich negative Auswirkungen haben. Somit ignoriert die Studie einen Teil der Kinder und schließt sie aus der Studie aus.  Auch ist auffällig, dass bei der 2 Studie nur ein Abgangsjahrgang an der Studie teilgenommen hat und die Ergebnisse so wenig repräsentativ sind.  Auch ist die Beobachtungszeit sehr gering und die Aussagekraft der Studie somit wenig belegt.

Mand: Richtig, der Migrantenanteil ist ziemlich ungewöhnlich. Und: ein Jahrgang ist nicht viel.

Haubenhuhn: Auffällig an den Stichproben aus der Studie von Ginnnold aus 2009, die 2 Studien zusammenfasst ist, dass sie nur in der Studie 1 Schüler aus Integrationsschulen hat, nicht aber in Studie 2. Die Stichprobenanzahl von beiden Studien zusammengefasst, ergibt 632 SchülerInnen aus Sonderschulen und nur 40 aus Integrationsschulen.
Abbildung 5 befasst sich jedoch nur mit Studie 1. Hier ist die Vergleichbarkeit jedoch auch problematisch, da die Integrationsschüler mehrere, umfassende Projekte zur Unterstützung der Berufsorientierung hatten und die Sonderschüler nur Praktika in einem Programm. 
Ob die Studie repräsentativ ist, ist in sofern auch problematisch, da alle Schulen in Berlin-Pankow waren. Einer der einkommensstärksten Bezirke Berlins mit vielen mittelständischen Betrieben. Welche Rolle spielen diese Kriterien? Sind dort vielleicht Eltern engagierter, bei der Ausbildungsvermittlung zu helfen, als in „ärmeren Gegenden“? Gibt es schon Vernetzungen zwischen den Schulen und den Betrieben?

Mand: Sehe ich auch so. Da sind einige offene Fragen.

Zehnte Sitzung

In der zehnten Sitzung möchte ich Ihnen eine Studie von mir vorstellen, die ich im Jahr 2007 in der Zeitschrift für Heilpädagogik veröffentlicht habe. So ganz präzise passt die Studie inhaltlich nicht in das Programm. Sie untersucht nämlich die Fragestellung, ob Kinder mit Lernbehinderungen in Förderschulen oder in der Inklusion besser lernen, auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Beobachtung, dass in empirischen Studien seit vielen Jahrzehnten immer wieder belegt wurde, dass in der Förderschule Lernen bzw. in den Vorläuferinstitutionen (Schule für Lernbehinderte, Hilfsschulen) hohe Anteile der Schülerschaft aus der sozialen Unterschicht stammen. Die Überlegung war deshalb: Wenn Städte viele Arme Kinder haben, dann müssten auch die Förderschulquoten hoch sein. Erfreulicherweise waren zum Publikationsszeitpunkt viele Informationen online verfügbar. U.a. konnte errechnet werden, wie viele Prozent der Schüler*innen jeder kreisfreien Stadt NRWs den Förderschwerpunkt Lernen hatten, wie viele Prozent der Schüler*innen mit dem Förderbedarf Lernen die Förderschulen besuchen und wie viele Prozent der Schüler*innen mit dem Förderbedarf Lernen in den Regelschulen unterrichtet werden. Gleichzeit findet man im Internet auch viele Informationen darüber, ob viele arme Menschen in den Städten leben. U.a. gehen in die Untersuchung ein: Arbeitslosenquote und Miete pro Quadratmeter. Weil es ja sein kann, dass arme Menschen andere Parteien wählen als reiche Menschen gehen auch die Wahlergebnisse der letzten Kommunalwahl in die Studie ein. Ob Zusammenhänge zwischen kommunalen Armutsinodikatoren und Förderschulen- bzw. Inklusionsquoten bestehen, lässt sich mit Korrelationskoeffizienten berechnen. Entsprechend erklärt der Podcast der zehnten Sitzung auch, wie man Korrelationskoeffizienten berechnet und wie man sie interpretiert.

Haubenhuhn: Meinen Sie mit „hoher Anteil von Schülern im mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung“ im linken Kästchen der Abbildung Schüler, die in eine Regelschule gehen oder die gesamte Menge an Schülern mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung?

Mand: Die Kategorie sonderpädagischer Förderbedarf emsoz bezieht sich auf verhaltensgestörte Schüler*innen sowohl in der Inklusion wie auch in der Förderschule.

Sushi2010:

Aufgabe Lektürekurs Inklusion

Die Abbildung „kommunale Daten und verhaltensgestörte Kinder“ thematisiert den Zusammenhang zwischen den Auswirkungen hoher Ausländeranteile und einem hohen Anteil an Kindern mit dem Förderungsschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, den hohen Neubaumieten verschiedener Städte und das Wahlergebnis der FDP in demselben Zusammenhang.

Im ersten Fall kann man von einem geringen Zusammenhang sprechen, es wird nicht deutlich welcher Zusammenhang besteht, allein ist klar, dass es sich um einen geringen handelt. Bei der zweiten Thematik lässt sich ein moderater Zusammenhang durch die Zahlen des Korellationskoeffizienten und des Signifikanzniveaus feststellen. Im Fall der Wahlergebnisse lässt sich von einem geringen und indirekten Zusammenhang sprechen. Mitbedacht werden müssen zudem nicht nur die Wahlergebnisse, sondern auch die unterschiedlichen sozialen Schichten, Bildungsungleichheiten und anderweitige persönliche Hintergründe der Förderschüler und ihren Familien.

Haubenhuhn:

Die in Abbildung 3 dargestellten Ergebnisse zeigen, dass es zwischen einem hohen Ausländeranteil und eine hohen Anteil von SchülerInnen mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung einen moderaten Zusammenhang gibt. 

Ebenfalls einen moderaten Zusammenhang gibt es zwischen hohen Neubaumieten und einem hohen Anteil von SchülerInnen mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung.

Einen starken Zusammenhang gibt es dagegen zwischen einem hohen Anteil von FörderschülerInnen mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung und einen hohen Anteil von FDP Wählern in den Städten.

Der moderate Zusammenhang zwischen einem hohen Ausländeranteil und eine hohen Anteil von SchülerInnen mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung ist mit der Hypothese vereinbar. Hohe Mieten und die hohe Anzahl von FDP-Wählern, denen man ein eher hohes Einkommen nachsagt, untermauern diese These eher nicht. Allerdings könnte es sein, dass es zwar viele Förderschüler gibt, es aber nicht die Kinder der Einwohner mit hohem Einkommen sind und das letztere auch nicht besonders inklusionsinteressiert sind.

Lola21:
Zehnte Sitzung
Bei Abbildung 3 „Kommunale Daten und verhaltensgestörte Schüler“ handelt es sich um eine Kommunaldatenstudie, die den Anteil an Förderschülern im Bereich emotionale/soziale Entwicklung mit den Faktoren hoher kommunaler Ausländeranteil, hohe Neubaumiete und hoher Anteil von FDP-Wählern in Zusammenhang setzt.  Die Korrelationskoeffizienten sind bei allen drei Sachlagen hoch und zeigen somit einen starken Zusammenhang mit dem Anteil an Förderschülern im Bereich emotionale/soziale Entwicklung. Auch das Signifikanzniveau bestärkt dieses Ergebnis, da es sehr gering ist. Der stärkste Zusammenhang besteht laut der Abbildung zwischen den FDP-Wählern und dem Anteil an Förderschülern. Zu beachten ist jedoch, dass die drei Faktoren korrelativ und nicht kausal mit dem Anteil an Förderschüler*innen in Beziehung gesetzt werden. Es handelt sich folglich um indirekte Zusammenhänge, da Ausländeranteil, Neubaumiete und FDP-Wähler*innen mit den Förderschüler*innen in Verbindung gebracht werden, aber nicht in einem eindeutigen Ursache-Wirkung-Verhältnis stehen.

Mand: Alles soweit in Ordnung. Sie formulieren vorsichtig. Das ist ok. Allerdings korrelieren nur FDP Wahlergebnisse und Förderschulequoten (em/soz) stark (weil über 0,5). Die anderen beiden Befunde verweisen auf moderate Korrelationen (weil zwischen 0,3 und und 0,5).

Rose: In der Abbildung kann man den Zusammenhang zwischen den kommunalen Ausländern, der hohen Neubau mieten sowie den Anteil der FDP Wählern erkennen. Bei der Umfrage wurden Personen aus unterschiedlichen Städten befragt. Man wollte herausfinden, in wie weit diese Angaben mit der Anzahl zusammen hängen, die die Förderschule besuchen. Dabei kam heraus das das größte Signifikantzniveau bei den kommunalen Ausländern liegt. Der zweitgrößte Anteil liegt bei bei den Personen, die Monatlich eine billige neubaumiete zahlen. Dort liegt das Signifikantzniveau bei 0,034. Das kleinste Signifikantzniveau liegt bei den FDP Wählern, dort liegt das Signifikantzniveau bei 0,007.

Mand: Sie beschreiben die Befunde gut nachvollziehbar. Man sagt allerdings nicht, dass das größte Signifikanzniveau bei … liegt. Sondern man würde vielleicht formulieren: Am stärksten korrelieren FDP-Wahlergebnisse und Förderschulquoten (r = 0,55 **). Es handelt sich zudem nicht um eine Befragung. Sondern hier wurden kommunale Daten aus öffentlich verfügbaren Datensätzen mit Förderschul- und Inklusionsquoten korreliert.

Elfte Sitzung

Nun gibt es nicht nur Studien von Inklusionsbefürworter*innen, sondern es gibt auch Studien von Inklusionsskeptiker*innen. Die elfte Sitzung stellt nun eine wichtige Studie aus diesem Zusammenhang vor. Bekannt geworden ist diese Studie dadurch, dass sie Hinweise darauf ermittelt, dass Schüler*innen in Förderschulen Lernen vergleichbare und z. T. sogar bessere Leistungen zeigen als Inklusionsschüler*innen. Der Stichprobenumfang ist sicher ordentlich. Es werden auch etablierte Testverfahren eingesetzt. Man muss wirklich genau hinschauen, wenn man herausfinden will, was zu diesen Ergebnisse geführt hat.

Um die Befunde dieser Studie besser verstehen zu können, ist es sinnvoll sich mit der Effektstärke auseinanderzusetzen (Cohen´s d). Ist eigentlich nicht wirklich kompliziert, zumindest dann nicht, wenn man weiß, was eine Standardabweichung ist. Der Podcast der elften Sitzung erklärt deshalb u.a. auch diesen Kennwert.

Tab 44: Cohen´s Effektstärke nach Walter 2002
Mittelwertsdifferenz zwischen V- und KontrollgruppeEffektstärke
d =——————————————————————
Standardabweichung Kontrollgruppe

Eine ES ab.20 ist klein, Eine ES ab .50 ist moderat. Eine ES ab .80 ist groß
Tab 45: Die Berechnung von Cohen´s d am Beispiel der „Auf´s-Meer-gucken-Therapie“
Versuchsgruppe: Eine Woche lang 6 Std. täglich an der Nordsee auf´s Meer guckenPretest mittlere Herzfrequenz : 70Posttest mittlere Herzfrequenz: 61Standardabweichung: 10

Kontrollgruppe: Eine Woche lang 6 Std. täglich in Bochum Hamme auf eine Wand guckenPretest mittlere Herzfrequenz : 70Posttest mittlere Herzfrequenz 70Standardabweichung 11


Cohens Effektstärke:d=
(70-61)- (70-70) —————— = 0,8211


nach Tabelle 3.1.2 Vergleich der Fachleistungen Deutsch-Leseverständnis nach Schulformen (Lehmann & Hoffmann 2009, 51)
MittelwertStandard-abweichungFallzahlEffektstärke d
Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen99,0524,13058
Schulen mit gemeinsamen Unterricht97,1822,80592

12. Sitzung

Die zwölfte Sitzung stellt die derzeit bedeutsamste Studie der Inklusionsbefürwrter*innen vor: Die Studie von Kocaj et al (2014). Sie hat eine ziemlich gute Stichprobe (ausgewertet werden Daten der IQB Studie). Und was die Studie besonders bemerkenswert macht – sie wendet ein Matching-Verfahren an, um dafür zu sorgen, dass nicht bilinguale Förderschüler*innen aus von Armut betroffenen Familien mit bestens geförderten Inklusionsschüler*innen aus Mittelschichtsfamilien verglichen werden. Die Studie von Kocka et al (2012) ermittelt dabei Hinweise darauf, dass Inklusionsschulen auch nach einem Matching bessere Schulleistungen von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf vorweisen können.

Sie erhalten für diese Sitzung eine Datei mit einigen Abbildungen aus dieser Studie per E-Mail. Bitte kontaktieren Sie mich, so Sie diese E-Mail nicht erhalten haben und beachten Sie bitte, dass diese Abbildungen urheberrechtlich geschützt sind. Sie dürfen sie also nicht hochladen, teilen oder in anderer Form veröffentlichen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch noch darauf hinweisen, dass ich am 20.12. – anders als gewohnt – möglicherweise nicht zu den Seminarzeiten per Mail erreichbar bin. Ich habe mittags einen Arzttermin, den ich leider nicht verschieben kann.

Sushi2110:

Ich habe folgende Ergebnisse erzielen können:
Angaben zur Stichprobe der Kocaj-Studie:- Ergebnisse aus dem Ländervergleich der IQB-Studie 2011 der Primarstufe- SPF an Regelschulen n= 658 in 348 Regelschulen und Förderschulen n= 413 an 46 Förderschulen- querschnittlich angelegte Studie mit Teilstichproben- das Durchschnittsalter beträgt 10.9 Jahre-fehlende Befragungswerte wurden durch je 15 plausible Werte ersetzt- keine Angaben zum Rücklauf 
Angaben zur IQB-Studie:- Schülern aus allen 4. Klassen aus über 1.300 Grund- und Förderschulen- n= 27.081 SchülerInnen
Suchbegriffe:auf startpage, „iqb-Studie Kocaj et al“, „iqb-Studie Stichprobenergebnisse“. „iqb-Studie Rücklauf“leider wurden mir keine Trefferzahlen angezeigt.

Die URL der einzelnen Treffer konnte ich, aus welchen Gründen auch immer leider nicht kopieren, deswegen nur die oben angegebenen Links.Die Datensätze zu den einzelnen SchülerInnen, die eventuell Angaben zum Rücklauf geben könnten, konnte ich leider nicht öffnen.
Meines Erachtens nach ist die Stichprobe sehr umpfangreich und durch die Matching-Methode sehr repräsentativ. Sie versucht Ungleichheiten auszugleichen und die Ergebnisse differenziert auszuwerten. Es wurden viele Ergebnisse der  SchülerInnen verwendet und differenziert voneinander untersucht. Eventuelle Ergebnislücken wurden aufgearbeitet und es wurden auch Eltern und Lehrkräfte miteinbezogen.

Haubenhuhn: Zur Stichprobe: Aus den allgemeinen Grundschulen wurde nur eine Klasse pro Schule ausgewählt, aus der Förderschule alle SuS, die der 4. KLasse zugeordnet waren.
Zum Rücklauf: Insgesamt nahmen 27081 SuS teil. Der Rücklauf sowohl bei den Schülern als auch bei Lehrern und Eltern war meistens über 80 %, mit einer Ausnahme (additive Sprachförderung=36%).
Ich habe nichts zu meckern oder ist es schlimm, wenn es einmal eine Klumpenstichprobe und einmal eine Totalerhebung war?

Suchwörter auf Startpage: IQB studie 2011Treffer Nummer 1

Lola21:

Bewertung der IQB Studie

  1. Startpage: iqb studie 2011, Web-Ergebnis: 1 
    Schüler*innen der Jahrgangsstufe 4 (N=27.081) an allgemeinbildenden Grund- und Förderschulen (N=1.349) 
  2. Startpage: iqb studie 2011, Web-Ergebnis: 2 
    über 1.300 Grund- und Förderschulen
    Im gesamten Bundesgebiet von Mai bis Juli 2011
    Schulen wurden durch Zufallsverfahren ausgewählt und jeweils eine Klasse ausgelost 
  3. Startpage: iqb studie rücklauf, Web-Ergebnis: 8
    S.95: 98,3% Teilnahmequote an den Tests für die Schüler*innen

Der Stichproben sind vom Umfang her sehr groß und zufällig. Der Rücklauf ist hoch. Es handelt sich folglich um eine repräsentative Längsschnittstudie (Trendstudie).  

Dreizehnte Sitzung

Die dreizehnte Sitzung stellt Ihnen die Bielefelder Längsschnittstudie vor. Eine Sache haben die Kolleg*innen ja schon einmal richtig gemacht: Sie arbeiten mit mehreren Erhebungszeitpunkten. Und das ist – wie Ihnen inzwischen ja bekannt sein dürfte – sehr wichtig, eigentlich sogar unverzichtbar, wenn man Aussagen über kausale Beziehungen machen will. Und genau hierum geht es in der vergleichenden Inklusionsforschung. Man betrachtet die Lernentwicklung von Schüler*innen mit Behinderungen in zwei unterschiedlichen Settings – in der Förderschule und in der Inklusion. Und man möchte herausfinden, ob diese beiden unterschiedlichen Settings und nicht etwa andere Dinge Auswirkungen auf die Entwicklung der Schüler*innen haben.

Wie die meisten Studien gibt es allerdings auch Schwachstellen der Bielefelder Längsschnittstudie. Man muss einen sehr genauen Blick auf die Stichprobe werfen. Und man muss sich die Frage stellen, ob die untersuchten Schüler*innen in der Gemeinsamen Erziehung wirklich vergleichbar mit denen in den Förderschulen sind. Wie die meisten Studien gibt es allerdings auch Schwachstellen der Bielefelder Längsschnittstudie. Man muss einen sehr genauen Blick auf die Stichprobe werfen. Und man muss sich die Frage stellen, ob die untersuchten Schüler*innen in der Gemeinsamen Erziehung wirklich vergleichbar mit denen in den Förderschulen sind. Für die dreizehnte Sitzung benötigen Sie den Dritten Zwischenbericht der Bielefelder Längsschnittstudie (BiLieF_Dritter_Zwischenbericht.pdf). Diesen finden Sie frei verfügbar im Internet, wenn Sie z. B. mit DuckDuckGo nach dem Dritten Zwischenbericht Bielefelder Längsschnittstudie suchen.

Vierzehnte Sitzung

Die 14. Sitzung befasst sich mit der Studie von Ahrbeck et al (2021). Zwar kann man nicht sagen, dass der hier vorgenommene Vergleich von Förderschule Lernen und Inklusion im Mittelpunkt der Untersuchung steht. Die Studie von Ahrbeck et al (2021) versucht aber auf indirektem Wege Aussagen über Inklusion zu machen. Und sie ermittelt für Inklusionsbefürworter*innen durchaus unerfreuliche Befunde.

Fünfzehnte Sitzung

Das Seminar hat sich ja nun mit einigen empirischen Studien befasst, die die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Lernbehinderungen untersuchen. Ziel war es ja festzustellen, ob diese Schüler*innen in Förderschulen oder in der Inklusion besser lernen. Die Auswahl der Studien hatte u.a. auch mit didaktischen Interessen zu tun. Ich habe Ihnen z. B. vor allem deshalb die Kommunaldatenstudie vorgestellt (Mand 2006), weil man mit ihr ganz gut erklären kann, was die Vorteile und was die Nachteile von Korrelationskoeffizienten sind. Weiterer wichtiger Gesichtspunkt war, dass Sie einen möglichst großen Anteil der Studien hochladen konnten. Die Auswahl folgte also nicht dem eigentlich von mir empfohlenen Vorgehen (Datenbankrecherche mit Angaben zu Suchbegriffen, Trefferzahlen, Auswahlkriterien). Die ausgewählten Studien umfassen aber u.a. sicher die wichtigsten Studien zum untersuchten Thema.

In der fünfzehnten Sitzung versuche ich nun ein Resümee. Wo lernen also Kinder und Jugendliche besser – in den Förderschulen oder in der Inklusion?

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