Diagnostizieren, etikettieren, stigmatisieren WS 21 / 22

Dieses Seminar richtet sich an BA-Studierende der Sozialen Arbeit (Modul 4.4).

Das ist gar nicht so selten, dass Sozialarbeiter/*innen damit konfrontiert sind, dass die Menschen, mit denen sie arbeiten sollen, in Kliniken, Praxen oder Schulen Labels verpasst bekommen. Und diese Labels können ziemlich unerfreuliche Auswirkungen haben. Denn es macht etwas aus, ob man eine Verhaltensstörung attestiert bekommt oder ein Asperger Syndrom. Wer als lernbehindert eingestuft wird, für den bleibt nur ein Leben am Rande der Gesellschaft – Legastheniker können alles werden. Und auch die anderen Kategorien von  Boderline bis zu Wahrnehmungsstörungen haben z. T. gravierende Auswirkungen. Das Seminar erklärt deshalb, wie solche Diagnosen fallen. Es stellt einige Testverfahren vor und erklärt, worauf man achten muss, wenn man für die Rechte seiner Adressat*innen eintreten will. 

Prüfungsleistungen

Im alten Modulhandbuch können Sie sich aussuchen, ob Sie ein Referat machen oder eine Hausarbeit schreiben. In diesem Seminar bietet es sich an, Störungsbilder vorzustellen, also sagen wir ein Referat zum Thema ADHS, PTBS, Autismus oder andere Probleme anzubieten. Es ist sinnvoll, dies einigermaßen frühzeitig abzusprechen. Denn es könnte ja sein, dass eine andere Studierende, das von Ihnen bevorzugte Thema bearbeiten will. Alternativ sind auch Hausarbeiten möglich. Hier sind Sie nicht auf das Thema des Seminars eingeschränkt, sondern können alle möglichen Themen des Moduls zum Gegenstand machen (Gesundheit, Behinderung, Inklusion, Diversity usw.).

Alle Studierenden können eine Hausarbeit schreiben – unabhängig davon, ob Sie nach der alten oder neuen Studienordnung studieren. Das Thema sollten Sie unbedingt mit mir absprechen. Es gibt dabei viele Möglichkeiten eine Hausarbeit zu schreiben. Eine Option ist eine sogenannte diagnostische Arbeit. D.h.: Sie stellen eine Adressatin / einen Adressaten aus Ihrer eigenen beruflichen Praxis vor (bitte unbedingt anonymisierten, also Namen ändern, Institutionsnamen ändern, als Ortsangabe ausschließlich Recklingkirchen verwenden). Sie schreiben die Arbeit dann, um herauszufinden, welche Angebote sinnvoll sind. Dies tun Sie allerdings nicht freihändig oder auf Basis zusammegoogelter Literatur bzw. auf Basis von Büchern, die in Papier oder digital über unsere Bibliothek ausleihbar sind oder sich gar in Ihrem persönlichen Besitz befinden, sondern in Auseinandersetzung mit aus einer Fachdatenbankrecherche gewonnenen Literatur. Sie können aber auch eine klassische Hausarbeit schreiben, also eine klare Frage formulieren, in die Fachdatenbanken gehen, die Literatur nach nachvollziehbaren Kriterien auswählen und eine Antwort formulieren. Sie können sich aufgrund der COVID19-Pandemie auf Fachdatenbanktreffer beschränken, die frei verfügbar sind. Es ist leider zu aufwendig, an dieser Stelle zu erklären, warum es wichtig ist, eine Fachdatenbankrecherche durchzuführen, was eine Fachdatenbankrecherche von einer Katalogrecherche unterscheidet und wie man dabei vorgeht. Eine der letzten Sitzungen, vielleicht auch die letzte Sitzungen befasst sich deshalb ausführlich mit dem Thema Datenbankrecherche.

Die Hausarbeit sollten Sie mir als E-Mail-Anhang (PDF) bis spätestens zum 14.2.2022, 23.59 Uhr zukommen lassen. Gegen Ende des Semesters finden Sie weitere, wichtige Informationen zum Thema Hausarbeiten auf meiner Homepage.

  1. Sitzung

In der ersten Sitzung erkläre ich, wie das Seminar aufgebaut ist und mache darauf aufmerksam, wie das mit den Referaten bzw. Hausarbeiten funktioniert. Referate müssen sich auf das Thema des Seminars beziehen und in den Seminarplan passen.

Einführung in das Thema, Aufbau des Seminars, Prüfungsleistungen

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