Testen und Fördern (SoSe 2021)

Achtung: Dies ist eine Unterseite eines Seminars, das ich im Sommersemester 2021 angeboten habe. Aktuelle Seminarunterlagen finden Sie hier also nicht. Die Seite bleibt lediglich zu Dokumentationszwecken online.

Dieses Seminar richtet sich an Studierende der Heilpädagogik/Inklusive Pädagogik (Modul Diagnostik).

Wer weiß das schon, dass man als Gutachter/*in durch die Wahl von Testverfahren Einfluss auf die Ergebnisse nehmen kann. In dieser Veranstaltung kann man u.a. lernen, wie Förderschulen und Hochbegabteninstitute zu ihren Klienten kommen und woran man festmacht, ob gute oder schlechte diagnostische Verfahren eingesetzt werden. Die Veranstaltung führt ein in die diagnostische Arbeit und stellt Positionen und Verfahren der qualitativen und quantitativen Diagnostik vor.

Dieses Seminar betrachtet also die Grundlagen der Diagnostik aus einer besonderen Perspektive. Es ist mir wichtig, dass Sie verstehen, wie die Diagnostische Arbeit funktionieren sollte. Sie sollen aber auch die oftmals problematischen Alltagsroutinen kennen lernen. Und Sie sollen wissen, was passiert, um den institutionellen Bedürfnissen nachzukommen. Denn ohne Diagnostik haben Heilpädagogische Praxen, Frühförderstellen und Legashtenieförderinstitute keine Klient*innen und können nichts verdienen. Ohne Diagnostik gibt es weder Förderschüler*innen noch Inklusionsschüler*innen. Und ohne Diagnostik wären die Werkstätten für behinderte Menschen und die vielen Wohnheime leer. Klingt ein wenig danach, als wäre eine Welt ohne Diagnostik eine bessere, zumindest eine inklusive Welt, oder?

Lernziel des Seminars ist es zunächst, gute und schlechte Testverfahren von einander unterscheiden zu lernen. Einfach formuliert sollten Tests z. B. so gestaltet sein, dass keine Rolle spielt, welche/r Testleiter*in den Test durchführt oder auswertet. Tests sollten so gestaltet sein, dass die Befunde zu Weihnachten und zu Ostern in etwa gleich ausfallen. Sie sollten langfristige Vorhersagen ermöglichen. Und es wäre hilfreich, wenn sie nicht Bevölkerungsgruppen benachteiligen.

Diese Veranstaltung greift auf Tabellen und Abbildungen der Materialsammlungen Diagnostik und Forschungsmethoden zurück. Das tun auch andere Seminare. Und damit ich nicht diese Abbildungen und Tabellen in jeder Unterseite noch einmal aufführen muss, finden Sie diese in einer eigenen Unterseite meiner Homepage. Bitte schauen Sie also auch in die Materialsammlungen meiner Homepage.

Dieses Seminar ist asynchron organisiert. D.h.: An welchem Wochentag Sie sich die Podcasts anhören und die Aufgaben bearbeiten bleibt Ihnen überlassen. Spätestens an dem Tag, an dem das Seminar als Präsenzveranstaltung hätte stattfinden sollen, wird der neue Podcast hochgeladen. Am Ende des Podcasts sind Aufgaben untergebracht. Die Lösungen senden Sie mir bitte per E-Mail und diese veröffentliche ich dann auf meiner Homepage, so Sie mir einen Nickname mitgeteilt haben

Bitte wählen Sie sich also am Anfang der Veranstaltung einen Nickname aus und teilen mir diesen auch in jeder E-Mail noch einmal mit. Hilfreich ist auch, wenn Sie jedes Mal schreiben, auf welche Veranstaltung Sie sich beziehen. Denn ich korrespondiere jedes Semester mit sehr vielen Studierenden. Dass Sie mir viele zig E-Mails zuvor einmal einen Nickname mitgeteilt haben, hilft mir dann nicht viel weiter. Ich muss Sie dann in meinem E-Mail-Eingang suchen und alle Mails auf potentielle Nicknames durchgehen. Das ist ziemlich aufwendig und eigentlich unnötig.

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Antworten keine Links und auch keine urheberrechtlich geschützten Materialien (Tabellen, Bilder usw.) enthalten. Links führen unter ungünstigen Umständen zu Haftungsrisiken. Und sollte jemand Urheberrechtsverstöße reklamieren, verweise ich bei Schadenersatzforderungen dann an Sie weiter.

Erste Sitzung: Einleitung

In der ersten Sitzung stelle ich mich vor. Sie finden Angaben zur Klausur. Und es gibt eine kleine Aufgabe für Sie.

Begrüßung

Vorstellung

Wie das Seminar funktioniert

Infos zur Klausur

Lernziele und Aufgaben für die erste Sitzung

Bambi: Für die Erziehungsberatungsstelle Recklingkirchen würde ich die Hamburger Schreib-Probe 1 – 4/5 empfehlen. Die Bänder beziehen sich auf Kinder der ersten bis Ende der vierten Klasse.

Als Übung für Kinder: „Knack den Tresor“ ist ein Spiel für Lese- und Rechtsschreibförderung (k2 Verlag de)

Trulla: Diagnostische Instrumente für LRS:
-Test zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit und der Benennungsgeschwindigkeit
-EuLe 4-5: Erzähl- und Lesekompetenzen erfassen bei 4-5 Jährigen
-LRS-Screening Test komplett: Würzburger Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
-IEL-1, kompletter Test: Inventar zur Erfassung der Lesekompetenz im 1. Schuljahr
-BISC, Bielefelder Screening, Manual: Früherkennung von Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten, Vorschulkinder
– Kartenspiel zum Rechtschreiberfolg: LRS Lernspiel zum Festigen und Vertiefen der Strategie Merken (Quelle: spielundlern de)

Sonne: Ich habe noch keinerlei Erfahrung mit dieser Thematik. Bei google scholar zu Diagnostik UND Legasthenie habe ich den Artikel „Förderdiagnostische Kompetenzen von Grundschullehrkräften und Möglichkeiten der Diagnostik und Förderung im inklusiven Rechtschreibeunterricht“ von Siekmann, Hellmich, Blumberg der Uni Rostock gefunden. In diesem wird auf den Unterschied zwischen Selektions-/Statusdiagnostik und Modifikations-/Veränderungsdiagnostik hingewiesen. Veränderungsdiagnostik beinhaltet so wie ich es verstanden habe auch die Möglichkeit gezielter Förderung. Es gibt außerdem die Wahl zwischen testabhängigen und testunabhängigen Verfahren, wobei sich testunabhängige Verfahren am individuellen Wortschatz orientieren, weshalb sie für Kinder mit Migrationshintergrund, und damit möglicherweise geringerem Wortschatz, geeigneter erscheinen.Als Diagnoseinstrumente die testunabhängig und modifizierend sind werden die Oldenburger Fehleranalyse und die Aachener Förderdiagnostische- Rechtschreibfehler- Analyse genannt.Auf der Seite testzentrale de können beide erworben werden. In der Beschreibung zur Oldenburger Fehleranalyse wird der r-Wert 0.95 angegeben zur Aachener Analyse ist zumindest kein r- Wert angegeben, daher würde ich die Oldenburger Fehleranalyse nehmen.

Luna: Aufgabe 1:

Finden Sie gute und schlechte Diagnostikinstrumente im Netz. Fokus liegt auf Legasthenie, Kinder im Grundschulalter, welche zum Großteil Bilingual sind (aufgrund von Migration).

  • Multiaxionales Diagnoseschema (europäischer Standard): 

Achse 1: Liegt eine psychische Erkrankung vor?

Achse 2: Liegt eine umschriebene Entwicklungsstörung vor?

Achse 3: Wie hoch ist das Intelligenzniveau?

Achse 4: Liegen nicht-psychische Erkrankungen vor?

Achse 5: Gibt es aktuelle abnorme psychosoziale Umstände?

Achse 6: Einschätzung, wie gut die psychosozialen Anpassung aktuell gelingt; Einschätzung wie sehr die Störung das Leben des Kindes beeinflusst

Quelle: Neurologen-und-Psychiater-im Netz org

  • Diagnostischer Test von LOS:

Prüft durch verschiedene Tests, die Qualität der Fehler und gibt so Aufschluss über die vorliegenden Kompetenzen. Erstellt ein Bild über die persönliche Leistung und zeigt einen Vergleich mit der Altersklasse auf. Soll das Erstellen eines Förderplans vereinfachen, da bereits aufgezeigt wird in welchen Bereichen ein Förderbedarf herrscht.

Quelle: www.los de

  • Bielefelder Screening (BISC):

Wird vor dem Schuleintritt angewendet! Protokollbogen, der ausgefüllt wird, während dem zu untersuchenden Kind eine CD vorgespielt wird

  • Deutscher Rechtschreibtest (DERET): 

Soll den Wissensstand der Rechtschreibleistung aufzeigen. Kann als Einzel oder Gruppentest erfolgen. Diktierter Fließtext + Lückentext zum Ausfüllen. Soll eine qualitative Fehleranalyse ermöglichen.

Probleme durch Migration?!

Quelle: spielundlern de

Schoki & Sonnenblume:

ELFE 1–6 (ein Leseverständnistest für Klasse 1 bis 6):

Messvariable: Geschwindigkeit und Fehler beim stillen Wort-, Satz- und Textlesen; Zeitliche Begrenzung für die einzelnen Aufgaben; Anwendungszeitraum: jeweils die letzten 2 Monate der 1.–6. Klasse 2.–6. KS: auch Schuljahresmitte; Normierung: 2004

  • Referenzen: Lenhard W, Schneider W: Ein Leseverständnistest für Erst- bis Sechstklässler. Göttingen: Hogrefe 2006

LGVT 6–12 (Lesegeschwindigkeits- und verständnistest für die Klassenstufen 6–12:

Messvariable: stilles Textlesen, Beantwortung von Inhaltsfragen zum Text. Zeitliche Begrenzung für die einzelnen Aufgaben; Anwendungszeitraum: 6.–12. Klasse (alle Schulformen). 2. Schuljahreshälfte empfohlen; Normierung: 2003/2004

  • Referenzen: Schneider W, Schlagmüller M, Ennemoser M: Lesegeschwindigkeits- und Verständnistest für die Klassen 6–12 (LGVT 6–12). Göttingen: Hogrefe 2007

SLS 1–4 (Salzburger Lese-Screening für die Klassenstufen 1–4):

Messvariable: stilles Lesen von einfachen Sätzen innerhalb von 5 Minuten, bewertet wird die Richtigkeit der Aussage des Satzes; Anwendungszeitraum: Anfang 2. Klasse und jeweils Mitte und Ende 2.–4. Klasse; Normierung: unbekannt (vermutlich 2003)

  • Referenzen: Mayringer H, Wimmer H: Salzburger Lese-Screening für die Klassenstufen 1–4 (SLS 1–4). Bern: Verlag Hans Huber 2003/2005
  • www.reserachgate net/Gerd-Schulte-Koerne/publication/268264625

SCHLAFMÜTZE007

Sehr geehrter Herr/Frau Chef*in,

empfehlenswert wären in obiger Angelegenheit mehrere Tests, um die Genauigkeit/Zielsicherheit der Diagnose zu gewährleisten.
Da diese meist gezielt auf die Leistungen des entsprechenden Alters und Klassen ausgelegt sind.
Für Klasse 1 bis 2 empfiehlt sich der Rechtschreibtest Hamburger Schreib-Probe (HSP) plus. Diese Tests sind für drei Erhebungszeitpunkte gedacht und können somit zu Beginn der 1. Klasse bis Mitte der 2. Klasse durchgeführt werden. 

Wie zuletzt aufgeführt, gibt es die Lesetests vom Hamburger Lese Test (HLT) für die entsprechenden Altersgruppen und Klassen zu erwerben.
Außerdem können die Tests von BiSpra sowohl bei einsprachigen als auch bei
Mehrsprachigen Schüler und Schülerinnen durchgeführt werden.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen aber auch nicht vorenthalten, dass es durchaus auch Gruppentest zu erwerben gibt. Hier einige Vorschläge:
– Hamburger Schreib-Probe (HSP) von Klasse 1-10
– Würzburger Leise Leseprobe (WLLP) von Klasse 1-4
– Salzburger Lese- und Rechtschreibtest (SLRT II) von Klasse 1-4
– LRS-Screening – Würzburger Screening zur Früherkennung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten

Möglicherweise wird die direkte Anschaffung durch die momentane Corona Krise erschwert. Demnach können die Tests zum Teil Online auf der Seite des Ernst Klett Verlags erworben werden.

Die Aufgeführten Tests sind alle Online erwerblich (Bezeichnung der Tests bei Google eingeben). Bei Rückfragen und weiteres stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße Schlafmütze007

Paranoide: Diagnostische Kriterien von ADHS

Nach dem ICD-10 und dem DSM-VI ist ADHS durch eine Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsstörung/Ablenkbarkeit), der Impulskontrolle (Impulsivität) und der Aktivität (Hyperaktivität) gekennzeichnet, welche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten vorhanden sein müssen (vergl. Döpfner u.a. 2013, S. 13). Dies tritt bereits vor dem Alter von sechs Jahren auf und treten in mehreren Situationen und Lebensbereichen auf. 

Die Hauptsymptome ADHS sind folgende:

  • Unaufmerksamkeit
  • Hyperaktivität
  • Impulsivität

Nach dem ICD-10 liegt eine Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung vor, wenn die 3 Hauptsymptome (Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität, Impulsivität) situationsübergreifend auftreten. Liegt eine zusätzliche Störung des Sozialverhaltens vor, so spricht das ICD-10 von einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens.

Das DSM-VI unterscheidet in verschiedene Typen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen:

  • Ein „Mischtyp“ liegt vor, wenn eine Aufmerksamkeitsstörung und eine Hyperaktivität / Impulsivität situationsübergreifend vorliegen und alle Symptome etwa gleich stark ausgeprägt sind.
  • Ein „vorwiegend unaufmerksamer Typ“ liegt vor, wenn auch eine Aufmerksamkeitsstörung und eine Hyperaktivität / Impulsivität situationsübergreifend vorliegen. Hierbei ist die Hyperaktivität bzw. Impulsivität meist wenig ausgeprägt.
  • Ein „vorwiegend hyperaktiv- impulsiver Typ“ liegt vor, wenn auch hier eine Aufmerksamkeitsstörung und eine Hyperaktivität / Impulsivität situationsübergreifend vorliegen. Diesbezüglich ist die Aufmerksamkeitsstörung weniger ausgeprägt.

Wichtigste therapeutische Interventionen bei ADHS

Für ADHS sind die Behandlungsmöglichkeiten vielfältig. „Bei der Auswahl der Therapie sollten persönliche Faktoren (z. B. Leidensdruck), Umgebungsfaktoren, der Schweregrad der Störung sowie der koexistierenden Störung sowie die Teilhabe berücksichtigt werden“ (Kurzfassung der interdisziplinären evidenz- und konsensbasierten (S3) Leitlinie „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter“ o.D., S.17). Hierbei können mehrere Interventionen kombiniert werden. Grundsätzlich sollte eine Psychoedukation erfolgen, um die betroffene Person und ihre Bezugsgruppe über ADHS aufzuklären (vergl. ebd.). Grundsätzlich kann ADHS medikamentös und psychotherapeutisch behandelt werden (vergl. ebd., S.18). Bei Kindern unter sechs Jahren wird eine vorrangige psychosoziale Behandlung empfohlen (vergl. ebd.). Ob eine medikamentöse Behandlung erfolgt und in welcher Intensivität dies geschieht, ist von der Schwere des ADHS abhängig (vergl. ebd.).

Speziell bei Kindern wird ein multiperspektivisches Vorgehen empfohlen:

  1. Es werden die Perspektiven und Standpunkte aller Betroffenen und der verschiedenen Experten wie Puzzleteile ganzheitlich zusammengefügt und auf die Unterschiede, Passungen und Gemeinsamkeiten hin verglichen,
  2. Es werden besonders auch die Ressourcen der Familie und Kompetenzen der Betroffenen fokussiert,
  3. Die Familie und das Kind werden in ihren sozialräumlichen Netzwerkbezügen wahrgenommen, 
  4. Diagnosen werden als vorläufige Arbeitshypothesen aufgefasst, die durch weitere Beobachtungen im Prozess wieder verändert werden können, 
  5. Bestimmte Probleme der Betroffenen können nur in einer interdisziplinären Kooperation gut gelöst werden, 
  6. Besonders die Aspekte der alltäglichen Lebenswelt, der sozialen Integration und der konkreten Lebensbewältigung stehen im Vordergrund (Brandau u.a. 2014, S.174).

Quellen:

Brandau, Hannes / Petris, Manfred / Kaschnitz, Wolfgang (2014): ADHS bei Klein- und Vorschulkindern. 3. aktual. Aufl. München: Ernst Reinhardt.

Döpfner, Manfred / Frölich, Jan / Lehmkuhl, Gerd (2013): Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS). 2. überarb. Aufl. Göttingen: Hogrefe.

Kurzfassung der interdisziplinären evidenz- und konsensbasierten (S3) Leitlinie „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter“ (o.D.)

Patronus92

Erstellen Sie eine Anschaffungsempfehlung für die Erziehungsberatungsstelle Recklingkirchen“

Zu Beginn meiner Recherche habe ich auf den digitalen Katalog der Universitätsbibliothek der TU Dortmund zurückgegriffen (www.ub.uni-dortmund.de). Unter dem Suchbegriff „Legasthenie Diagnostik“ wurden mehrere Bücher aufgelistet. 

Das Buch mit dem Titel „Lese-Rechtschreib-Schwäche und Legasthenie: Grundlagen, Diagnostik und Förderung“ (bestellbar über die Buchhandlung Thalia für 24,99€) von Prof. Ph. D. Gerheid Scheerer-Neumann (Expertin auf diesem Gebiet) erschien mir zunächst am geeignetsten. Damit kann ein Einstieg in die Thematik gewährleistet werden, um Eltern in der Erziehungsberatungsstelle adäquat beraten und unterstützen zu können. 

Das Buch veranschaulicht bereits im Inhaltsverzeichnis diverse Kenntnisse, welche die Lese- und Rechtschreibkompetenz beeinflussen. Beispiele hierfür sind: Basales Lesen, Leseflüssigkeit, Leseverständnis/Leseverstehen, Rechtschreiben. Unter jeder Kompetenz findet der Leser die `Entwicklung´ sowie `Probleme´, `Diagnose´ und `Förderung´ der zu erwerbenden Lese- und Rechtschreibkompetenz.

Demnach wäre es als Standardwerk in der Beratungsstelle Recklingkirchen gedacht. Langfristig würde es sich anbieten aus jedem Kapitel ein Schaubild für Eltern erstellen, um Zusammenhänge und Faktoren einer Lese-Rechtschreib-Schwäche zu visualisieren, die wichtigsten Aussagen zu komprimieren und verständlich zu erklären. Ebenso wäre es wichtig, mittels medizinischer Untersuchungen (Sozialpädiatrisches Zentrum) Störungen im auditiven Bereich auszuschließen und in außerschulische Förderungen miteinbeziehen zu können.

– Die Internetseite testzentrale de stellt Testbögen inklusive Auswertung, hier die sogenannte Münsteraner Rechtschreibanalyse, zur Verfügung. Hier würde ich das erste Paket „10 Testbögen inkl. Diagnose – Teststufe 1/2“ für 112,15€) erwerben.

– Die Hamburger Schreib-Probe des Ernst Klett Verlags zur Erhebung der Rechtschreibkompetenz

(HSP 1+ für 7,50€, HSP2 für 7,50€, HSP3+ für 7,50€, HSP4-5 für 7,50€: gesamt 30€ via klett de

lässt sich für die gesamte Grundschullaufbahn einsetzen.

– Der Leseverständnistest ELFE II des Hogrefe Verlags, der für Erst- bis Siebtklässler konzipiert ist würde auch zum Einsatz kommen (Test bestehend aus: Manual inkl. Instruktionskarte, 20 Testhefte, 20 Auswertungsbogen und Mappe für 145,00€ via testzentrale de.

Bell: Standardisierte Rechtschreib-, Lese- und Intelligenztests sind Bestandteil der Diagnostik von Legasthenie (Quelle: Deutsches Ärzteblatt 07/2003)
Kaufempfehlungen für die Erziehungsberatungsstelle Recklingkirchen hinsichtlich der Diagnostik von Legasthenie: 
Rechtschreibtests:-DRT 2 (81€ komplett) und DRT 4 (86€ komplett) sind quantitative und qualitative Tests, dienen auch zur Bestimmung von Fehlerschwerpunkten
Lesetests:-SLS 1-4 (7,10€ 10 Testhefte Form B2) Erstbeurteilung basaler Lesefähigkeiten, Klassenstufen von 1-4 können getestet werden-WLLP-R (139€ komplett) misst Dekodiergeschwindigkeit, Klassenstufen von 1-4 können getestet werden
Intelligenztests:-CFT 1-R (121€ komplett) Migrationshintergrund und sprachliche Probleme werden nicht benachteiligt, Klassenstufen von 1-4 können getestet werden-HAWIK-IV (27,99€ Buch) qualitative Tests, individuelle Stärken und Schwächen werden beobachtet, bei Kindern von 6-17 Jahren anwendbar
Alle Tests können auf testzentrale de gekauft werden.

JuliSonne7: Ich habe als Test für Schüler mit Migrationshintergrund den „Elfe II“ test gewählt.Da sowohl die Basale Lesestrategie als auch das Verstehen von Texten und Sätzen in den Fokus genommen wird ist eine differenzierung der stärken und schwächen möglich. Positiv ist, dass dieses Testverfahren für alle kinder vom ersten bis sechsten Schuljahr, angewendet werden kann. Bei Kindern mit einem Migrationshintergrund gibt es ein extra Testheft welches genutzt werden kann.Ein Kauf ist über den K2 Verlag möglich. Der Verlag des testes ist jedoch hogrefe. ELFE II Printversion Leseverständnistest 151 €( Für Erst- bis Siebtklässler – Version II)ELFE II Migration Normen für Kinder 19 €  (Diagnostik von Lesestörungen mit ELFE II bei Kindern mit Migrationshintergrund)  Bei meiner suche nach einem guten Testverfahren bin ich auf den DRT 1 (Diagnostischer Rechtschreibtest für die erste Klasse) gestoßen welchen ich für einen weniger spezifischen Test halte. Da er sich lediglich auf ein Diktat reduziert. Hierbei handelt es sich um eine quantitative Auswertung. Ich habe mich über die Internetseite „testzentrale“ informiert. Test komplett bestehend aus: Manual, je 5 Testheften Form A+B, 5 Klassenlisten und Mappe 87 € 

Nummer4: In der heutigen Suche nach diagnostischen Instrumenten habe ich mich für die Würzburger Leise- Leseprobe-Revision entschieden, dies ist ein Gruppen oder Einzeltest für Grundschüler. Dieser Test erkennt und erfasst die Lesegeschwindigkeit bei Grundschülern. Gut an diesem Test ist, das dieser öfters durchgeführt werden kann und zu anderen Zeiten die Leistung geprüft werden kann. Wenn bei diesem „Speed-Test“ herauskommt, dass ein Kind viele Fehler beim Lesen gemacht hat, oder langsam gelesen hat kann man herausfinden. Ob eine Leseschwäche vorhanden ist. Dieser Test ist leicht zu verstehen, deshalb brauchen Lehrer keine Einarbeitung. Ebenfalls kostet der Test 148 Euro und die Bearbeitungszeit 5 Minuten und Vorbereitungszeit 15 Minute (Quelle: biss-sprachbildung de).

Ein anderer ist der Hören, lauschen,lernen Test. Dort gibt es auch Sprachspiele für Kinder: Lauschspiele und Reimübungen. Das ist ein nicht so gutes diagnostisches Instrument denn man kann nicht individuell nach jedem Kind gucken sondern fördert und aggiert mit der Gruppe zusammen. Diesen Test gibt es als Taschenbuch und kostet 30 Euro. 

JuliSonne7 ich habe als Test für Schüler mit Migrationshintergrund den „Elfe II“ test gewählt.Da sowohl die Basale Lesestrategie als auch das Verstehen von Texten und Sätzen in den Fokus genommen wird ist eine differenzierung der stärken und schwächen möglich. Positiv ist, dass dieses Testverfahren für alle kinder vom ersten bis sechsten Schuljahr, angewendet werden kann. Bei Kindern mit einem Migrationshintergrund gibt es ein extra Testheft welches genutzt werden kann.Ein Kauf ist über den K2 Verlag möglich. Der Verlag des testes ist jedoch hogrefe. ELFE II Printversion Leseverständnistest 151 €( Für Erst- bis Siebtklässler – Version II)ELFE II Migration Normen für Kinder 19 €  (Diagnostik von Lesestörungen mit ELFE II bei Kindern mit Migrationshintergrund)  Bei meiner suche nach einem guten Testverfahren bin ich auf den DRT 1 (Diagnostischer Rechtschreibtest für die erste Klasse) gestoßen welchen ich für einen weniger spezifischen Test halte. Da er sich lediglich auf ein Diktat reduziert. Hierbei handelt es sich um eine quantitative Auswertung. Ich habe mich über die Internetseite „testzentrale“ informiert. Test komplett bestehend aus: Manual, je 5 Testheften Form A+B, 5 Klassenlisten und Mappe 87 € 

Sommerzeit:
Ein diagnostisches Instrument zur Testung von Legasthenie kann unter anderen der Salzburger Lese- und Rechtschreibtest (SLRT II)  sein. Der Test ist für Grundschüler geeignet ( 1.-6. Klasse ), kostet 104,00 Euro und ist beim K2 Verlag zu erwerben

Buchfink:

Ein empfehlenswertes diagnostisches Verfahren für (teilweise bilinguale, teilweise muttersprachliche) Kinder im Grundschulalter wäre meiner Auffassung nach die 2. Auflage des Salzburger Lese- und Rechtschreibtests (SLRT II). Er ist unter anderem für Kinder im Grundschulalter vorgesehen und passt somit gut zu unserem Klientel. Mit zwei verschiedenen Tests deckt er die Bereiche der Leseflüssigkeit, der Rechtschreibung sowie der Groß- und Kleinschreibung ab. Dadurch, dass der Lesetest nur als Individualtest durchführbar ist und auch der Rechtschreibtest als Einzeltest durchgeführt werden kann (wenn auch dieser ebenfalls einen Klassentest ermöglicht), scheint der SLRT II besonders gut geeignet für unsere Erziehungsberatungsstelle. Jedes Kind bringt unterschiedliche Voraussetzungen und Ressourcen mit und benötigt somit auch unterschiedliche Förderungen, weshalb ich es für sinnvoll erachte, Einzeltests durchzuführen. Durch individuelle Tests dürften Ergebnisse sowohl bei bilingualen Kindern als auch bei muttersprachlichen Kindern aufschlussreich sein.

Käuflich ist der SLRT II über die Homepage vom Hogrefe-Verlag über deren Testzentrale für 111,00€/Stück.

Mima: Auf biss-sprachbildung de

habe ich das Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (BISC) gefunden.
Dieses wird im Elementarbereich bei Vorschulkindern einmal zehn Monate und ein weiteres Mal vier Monate vor der Einschulung angewandt, um auf diese Weise ein Risiko für eine Fehlentwicklung im Schriftspracherwerb frühzeitig zu erkennen.
So können betroffene Kinder frühestmöglich eine Förderung in diesem Bereich erhalten.
Das Verfahren wird in vier Untertests aufgeteilt: phonetisches Rekodieren, phonologische Bewusstheit, Gedächtnisabruf und visuelle Aufmerksamkeitssteuerung.Insgesamt dauert das Screening im Einzelsetting ca. 30 Minuten und kann auch bei Kindern mit Migrationshintergrund angewandt werden. Es kostet 221 Euro und ist grundsätzlich als theoretisch und empirisch eingestuft.
Es kann aber noch durch Fördermaßnahmen, wie dem Würzburger Traingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache oder „WUPPIs Abenteuer-Reise durch die phonologische Bewusstheit“ ergänzt werden.
Ein weiteres Verfahren habe ich über die Seite spielundlern de gefunden.
Dieses heißt ELFE II und ist für Kinder der ersten bis zum Beginn der siebten Klasse geeignet. Es ist ein Leseverständnistest, der im Einzelsetting ca. 20 bis 30 Minuten dauert und eine differenzierte Diagnostik des Lesens bieten soll. Der Test kann aber auch in der Gruppe durchgeführt werden.ELFE II bietet Ergebnisse über die Leseverständnisleistung, Lesegenauigkeit und Lesegeschwindigkeit im Wort-, Satz- und Textbereich. Er kostet ca. 155 Euro.
Zudem empfiehlt der BVL in seinem Ratgeber auf Seite 12 als standardisierte Lesetests für Grundschüler (vvl-legasthenie de). den Salzburger Lese- und Rechtschreibtest (SLRT-II), die Würzburger Leise Leseprobe (WLLP-R) sowie den Lesegeschwindigkeits- und verständnistest für die Klassen 5–13 (LGVT- 5–12+).
Als standardisierte Rechtschreibtests für Grundschüler werden der Weingartener Rechtschreibtest (WRT1+, 2+, 3+, 4+), die Hamburger Schreibprobe 1–10 (HSP 1–10), der Deutsche Rechtschreibtest für das erste und zweite (DERET 1–2+) sowie für das dritte und vierte Schuljahr (DERET 3–4+) aufgeführt.

Hogwarts98: Zunächst möchte ich den „ELFE II“ vorstellen. Dies ist ein Leseverständnistest für Kinder der 1. bis 7. Klasse, dieser wurde von Wolfgang Lenhard, Alexandra Lenhard und Wolfgang Schneider über den hogrefe Verlag veröffentlicht. „ELFE II“ ist als Computer- oder Papierform durchzuführen und dauert in der Regel circa 30 Minuten. Dieser Leseverständnistest gibt die Möglichkeit, ihn mit einzelnen Kindern oder auch in Gruppen durchzuführen. Erhältlich ist der „ELFE II“ au www.k2-verlag de und kann für 151,00€ erworben werden. 

Zusätzlich dazu, gibt es das Zusatzmaterial „ELFE II Migration Normen für Kinder“, veröffentlicht von Alexandra Lenhard und Wolfgang Lenhard durch den Verlag Psychometrica. Dies ist besonders für Kinder geeignet, die innerhalb ihrer Familien nur wenig oder gar kein Deutsch sprechen. Somit kann festgestellt werden, ob eine Leseschwäche oder niedriges Verständnis der deutschen Sprache vorliegt. Auch dieses Zusatzmaterial ist auf der Website des k2 Verlags zu erwerben, die Kosten belaufen sich auf 19,00€. 

Außerdem möchte ich auf die „SLRT II – Weiterentwicklung des Salzburgers Lese- und Rechtschreibtest (SLRT)“ von Kristin Moll und Karin Landert, veröffentlicht vom Hans Huber Verlag hinweisen. Dieser Test ist unterteilt in zwei verschiedenen Bereich. Zum Einen kann durch das laute Vorlesen von kurzen Texten die Leseleistung überprüft werden, dies ist für Menschen im Grundschul- sowie im Erwachsenenalter empfohlen. Zum Anderen enthält die „SLRT II“ Rechtschreibtest, die für einzelne Kinder aber auch für Gruppen konzipiert sind. Der Rechtschreibtest ist für Schüler*innen der 2. bis 5. Klasse geeignet und berücksichtig die Groß- und Kleinschreibung getrennt. Die Bearbeitung sowie Auswertung beider Tests dauert in etwa 50 Minuten.  Die „SLRT II“ wird insbesondere für Kinder empfohlen, die bereits Auffälligkeiten in ihrer Lese- und/oder Rechtschreibkompetenz gezeigt haben. Die „SLRT II“ kann auf der Website spielundlern de für 118,77€ erworben werden.

LumosSolem : Bei meiner Recherche bin ich auf folgende Testmöglichkeiten gestoßen:

ELFE II für Kinder von der 1. Bis zur 6. Klasse – Kosten liegen bei etwa 145€ in der Papierversion, als Einzel- oder Gruppentest möglich. Es gibt vier verschiedene Subtests: Wortverständnis, Satzverständnis und Textverständnis, in der Computerversion (238€) ist noch ein Lesegeschwindigkeitstest erhalten. (Quelle: biss-sprachbildung de

WLLP-R: Würzburger Leise Leseprobe-Revision für die Klassen 1.4. Ca. 139€ – dient der Erfassung der Lesegeschwindigkeit.  (Testzentrale de)

DERET 1-2+ sowie DERET 3-4+: Deutscher Rechtschreibtest für das erste und zweite sowie das dritte und vierte Schuljahr. Dauer liegt bei ca. 30 Minuten, es geht um die Rechtschreibung. Dabei werden Wörter aus dem Grundwortschatz geprüft. Der Preis für DERET 1-2+ liegt bei 111€, DERET 3-4+ kostet 112€.  (Testzentrale de)

Hamburger Schreib-Probe 1-10 (HSP 1-10): Für die Klassen 1-10, Gruppen- und Einzeltests. Überprüfung der Schüler*innen in alphabetischer, orthografischer, morphematischer und ab Klasse 4 wortübergreifenden Strategien. 227,37€ + Handbuch für 34,53€. Meist unter 30 Minuten Bearbeitungsdauer.   (Testzentrale de)

Salzburger Lese- und Rechtschreibtest (SLRT II) – Lesetest für die 2. 3. und 4. Klasse: Einzel- oder Klassentest, Ein-Minuten-Leseflüssigkeitstests und Rechtschreibtest. Preis liegt bei etwa 111€. 

 (Testzentrale de)

Weingartener Grundwortschatz Rechtschreib-Test für 1. und 2. Klassen (WRT 1+), Weingartener Grundwortschatz Rechtschreib-Test für 2. und 3. Klassen (WRT 2+), Weingartener Grundwortschatz Rechtschreib-Test für dritte und vierte Klassen (WRT 3+): Überprüfung des Rechtschreib-Grundwortschatzes. Jeweils 103€ (egal welcher WRT)

 (Testzentrale de)

Quelle, der alles zugrunde liegt bvl-legasthnie de

Alle der angegebenen Testmöglichkeiten sind in der S3-Leitlinie für die Diagnostik von Legasthenie und somit gut geeignet. Da das finanzielle keine Rolle spielt, würde ich persönlich zu der Computerversion von ELFE II raten, da auch die Lesegeschwindigkeit überprüft wird. 

Zudem ist es wichtig, zu differenzieren, ob es sich um eine Lese-Rechtschreib-Schwäche handelt oder ob die unzureichende Lesefähigkeit von der Bilingualität einiger Kinder kommt. Dazu gibt es jedoch noch kein ausreichend getestetes Verfahren, welches aussagekräftig genug wäre.  

Bubey: Diagnostische Instrumente für LRS, Aufgabe 1

Da ich in diesem Bereich noch keine Erfahrungen gesammelt habe, habe ich erstmal gegoogelt. Dort bin ich auf eine Seite gestoßen, die verschiedene Testverfahren auflistet. Die Seite hieß aerzteblatt de. Es war mir wichtig, bei der Auswahl der Test darauf zu achten, dass der Test sich nicht nur durch sprachliche Komponenten zusammensetzt, sondern auch Arbeitsblätter oder Aufgaben vorweist. In ihrem Beispiel sagten Sie, viele der Kinder wachsen Bilingual auf. Außerdem gibt es manche Testverfahren, die darauf hinweisen dass sie lediglich für Kinder mit deutscher Muttersprache ausgerichtet sind. Wie z.B. der ELFE 1-6. Durch die Mehrsprachigkeit sollte für Sie, meiner Meinung nach, kein Nachteil entstehen.

Mögliche  Testverfahren sind:

SLS 1-4 (Salzburger Lese Screening für die Klassen 1-4): Bei diesem Test müssen die Kinder eigenständig Sätze nach ihrer Richtigkeit untersuchen. Den SLS kann man z.B. auf der Internetseitte testzentrale de erwerben. Dort zahlt man für 10 Hefte der jeweiligen Stufe ca. 7-8 Euro. 

SLRT II (Lese- und Rechtschreibtest): Wie der Name schon aussagt, unterteilt sich der Test in einen Lese- und einen Rechtschreibtest. Dabei passt er sich an den aktuellen Sprachgebrauch der zu testenden Person an. Diesen Test kann man ebenfalls auf der Seite testzentrale de für insgesamt 111 Euro erwerben. 

WRT (Weingartener Grundwortschatz Rechtschreibtest): Dieser Test ist für verschiedene Altersstufen zu erwerben. Das Besondere bei diesem Test ist es,  dass für Kinder mit einer anderen Muttersprache die Normen auf eine spezielle Art und Weise berücksichtigt werden. Diesen Test kann man ebenfalls auf der Seite testzentrale de für 103 Euro erwerben. 

Zweite Sitzung

In der zweiten Sitzung geht es um die Bewertung von Normierungsstichproben. Das hört sich erst einmal an, wie ein ziemlich trockenes Thema. Und es kann vielleicht Zeitgenosse*innen geben, die komplexe Formeln befürchten. Denn Stichprobe klingt ein wenig nach Forschungsmethoden & Statistik.

Stimmt, das Thema verweist tatsächlich auf den Bereich Forschungsmethoden. Aber an dieser Stelle geht es nicht um Formeln (die es übrigens tatsächlich gibt). Sondern es geht darum, nachzudenken, welche Auswirkung die Normierung auf die Ergebnisse haben kann.

Testverfahren werden bekanntlich an vielen Menschen ausprobiert, bevor sie in der Diagnostik eingesetzt werden. Und die Frage, wann Testverfahren mit wie vielen Probanden ausprobiert wurden und wie die Probanden ausgewählt wurden, hat Auswirkungen auf die Eignung eines Testverfahrens und sie hat auch Auswirkungen auf die Ergebnisse. Wer im Ruhrgebiet arbeitet, hat z. B ganz zwangsläufig mit Menschen zu tun, die Migrationsgeschichte haben. Entsprechend ist es ein Problem, wenn nicht klar ist, ob Menschen mit Migrationsgeschichte in der Normierungsstichprobe sind, und ob es sich um die Kinder US-amerikanischer Programmierer, um die Kinder aus der japanischen Community in Düsseldorf handelt oder um die Kinder serbischer Roma. Oder, um ein unverfänglicheres Beispiel zu nennen: Wer alte Intelligenztests verwendet, lässt die Getesteten möglicherweise intelligenter aussehen als sie sind. Alte Rechtschreib- oder auch Sprachtests führen dagegen dazu, dass die Leistungen der Kinder schlechter aussehen als sie sind. Wenn man nun in einem Legasthenieförderzentrum arbeitet und auf der Suche nach Kindern ist, die – bezogen auf ihre Intelligenz – vergleichsweise schlechte Leistungen in der Rechtschreibung erzielen (Diskrepanzdefinition von Legasthenie), was meinen Sie, welche Verfahren zum Einsatz kommen?

Normierung

Nummer4: CBCL: Erfassung psychischer Verhaltensstörungen bei Kleinkindern, gemischte Stichprobe, hochsignalisierte Diskrimination der einzelnen Skalenrohwerte zwischen Feld- und Klinikstichprobe, das die amerikanische Normierung ohne Gefahr auf Verfälschung auch in Deutschland genutzt werden kann (d-nb info)

SDQ: Einsetzbarkeit des Verfahrens über vier Jahre als Instrument der Verlaufsmessung , Gesamtwertproblemwert messinvarant über die Zeit ist, Item weicht ab und wirs über andere Berechnungen entfernt. (reserachgate net)

Zusammenfassend: CBCL ein schneller Fragebogen Tests der innerhalb von wenigen Minuten ausgefüllt und ausgewertet werden kann, SDQ ist aufwändiger und mit aufwendigeren Ergebnissen, der SDQ besser in der Erkennung von Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität

JuliSonne7: Meine Lösung zu Aufgabe 2. sieht einen deutlichen Unterschied der Testverfahren in der Darstellung der Positiven Aspekte. Der SDQ enthält einen Teil welcher positiv formulierte Verhaltensaspekte abfragt, sowie den Einfluss auf das Umfeld und die alltäglichen Funktionen des Kindes/Jugendlichen. Ebenso bezieht er sich auf Probleme mit Gleichaltrigen, Hyperaktivität/Aufmerksamkeitsprobleme und Verhaltensauffälligkeiten. Dieser Test wird oft zur Diagnosen von ADHS verwendet. Der CBC hingegen bezieht sich lediglich auf Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Auffälligkeiten und somatische Beschwerden und fragt keinerlei positive Aspekte ab. 

 Luna

Aufgabe 2:

Welches Verfahren würden Sie zur Diagnostik von Verhaltensauffälligkeiten nutzen? (Augenmerk: Normierung)

Child behavior checklist (CBCL)   

  • 6-18     Jahre
  • Eltern     füllen Test aus (ergänzbar durch Fragebogen für Lehrer (TRF) und     Kinder selbst (YSR)) → 3 Fragebögen insgesamt    
  • erkennt     Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Auffälligkeiten,somatische     Beschwerden und soziale Kompetenzen
  • Bundesweit     repräsentative Normwerte für CBCL und YSR ; Vergleichswerte aus     einer Feldstichprobe bei Grundschulkindern für TRF
  • Auswertung     über acht Normskalen; an DSM- 5 orientiert
  • weiterer     Test für jüngere Kinder vorhanden
    www.testzentrale de

Strength and difficulties questionnaires (SDQ)

  • Fragebogen     für Jugendliche oder Eltern/Lehrer
  • 25     Fragen die Stärken und Schwächen aufweisen sollen
  • bundesweite     repräsentative Feldstudie mit 930 Kindern (6-16 Jahre), Fragebögen     wurden von Eltern ausgefüllt
  • berücksichtigt     Unterschiede durch Geschlecht, Herkunft und Alters (sdqinfo org)

  

Fazit: Der CBCL Test ist aufwendiger als der SDQ Test. Durch die Durchführung von drei Fragebögen beim CBCL ist dieser breiter aufgestellt und könnte dadurch sicherer im Ergebnis sein, als der SDQ mit zwei Fragebögen. Auch die Antwortmöglichkeiten beim SDQ sind beschränkter (→ nicht zutreffend, teilweise zutreffend, eindeutig zutreffend). Ich würde daher zum CBCL Test tendieren, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten. Aber auch der SDQ Test liefert validierte Ergebnisse und ist vorteilhaft, wenn weniger Zeit zur Verfügung steht.

PizzaLover:

Für die Beurteilung von Verhaltensauffälligkeiten sind beide zu vergleichenden Methoden gängige Verfahren. Bei dem CBCL Verfahren unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Arten. Einmal die Fragebögen für 1 ½ bis 5 jährige und andererseits die Fragebögen für Kinder im Schulalter, also 6-18 Jährige. Das SDQ eignet sich für Kinder und Jugendliche von 2-17 Jahren.
Bei beiden Verfahren dürfen die Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren ihre eigene Sichtweise in einem speziellen Fragebogen ausdrücken. Außerdem werden beim CBCL Eltern und Lehrer unabhängig voneinander in 99 Problem-Items befragt. Bei dem SDQ gibt es nur 25 Fragen, die in einer dreistufigen Skala von „nicht zutreffend“ bis „eindeutig zutreffend“ beantwortet werden.
Während das CBCL sich ausschließlich auf die negativ erscheinenden Aspekte des kindlichen Verhaltens, den Emotionen und sozialer Kompetenzen fokussiert, dient das SDQ nicht nur der Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten, sondern auch von Verhaltensstärken. Das SDQ gibt also Aufschluss über positive und negative Verhaltensweisen der Kinder.
Des Weiteren ist es weniger Zeitaufwendig (in der Regel ca. 5-10 Minuten pro Fragebogen) als das CBCL, das pro Fragebogen 15-20 Minuten veranschlagt. Die deutsche Normierung des CBCL basiert auf einer älteren, bundesweit repräsentativen Stichprobe in den Altersgruppen 6-11 und 12-18 Jahre. 2001 wurde diese Skalierung in internationalen Studien an repräsentativen Feldstichproben repliziert.
Bei dem SDQ Verfahren stammt die deutsche Normierung aus einer Stichprobe von 930 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-16 Jahren. Diese daraus gewonnenen Ergebnisse korrelieren mit den Erkenntnissen aus England, die als umfassend validiert gelten.
Beide Verfahren weisen eine hohe Validität auf, sodass sich dort keine Entscheidung herbeiführen lässt. Das CBCL ist deutlich zeitaufwendiger, allerdings dadurch auch ausführlicher, weswegen ich zum Child-behavior-Checklist Verfahren tendieren würde.

(Quellen: testzentrale de; Powerpoint Prof. Dr. Ute Koglin von der Universität Oldenburg; Artikel: „Die deutsche Fassung des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-Deu) – Übersicht und Bewertung erster Validierungs- und Normierungsbefunde“. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie)

Koala3110: Lösung Aufgabe 2: Diagnose von Verhaltensauffälligkeiten

CBCL 1 ½-5:

  • Richtet sich an Eltern von Kindern im Alter zwischen 1 ½ bis 5
  • Umfasst 99 Items
  • Die faktorenanalytische Untersuchung basiert auf einer Stichprobe von 1.728 Kindern
  • Es gab eine klinische Stichprobe von N= 352 und eine Feldstichprobe von N=945, wobei eine Reliabilität von r> 86
  • Es liegt eine amerikanische Normierung vor von 700 Kindern
  • DSM 5 orintiert

C-TRF/1,5 -5

  • Fragebogen für Erzieher/-innen  bei Kindern zwischen 1 ½ bis 5

CBCL/6-18R

  • Fragebogen für Eltern bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6-18
  • TRF/6-18R: ist der Lehrer/-innen Fragebogen (Alterspanne der Kinder/Jugendliche 6-18)
  • YSR/11-18R: Fragebogen für Jugendliche (Altersspanne 11-18)
  • DSM 5 orientiert
  • Bundesweit repräsentative Normdaten) liegen für die CBCL/6-18R (N = 2.471) und die YSR/11-18R (N = 1.798) vor
  • Für die TRF/6-18R stehen Vergleichsdaten einer Großstadtstichprobe von Grundschulkindern (6-11 Jahre) (N = 397) zur Verfügung
  • für alle drei Fragebogenfassungen liegen zudem Normdaten einer Klinikstichprobe vor (CBCL/6-18R: N = 1.217; YSR/11-18R: N = 718; TRF/6-18R: N = 793)

SDQ

  • Für Kinder zwischen 2-17 Jahren
  • Elternfragebogen, Lehrerfragebogen und Fragebogen für Jugendliche (11-17 Jahre)
  • 25 Aussagen -> Bewertung auf eine Skale mit ,,eindeutig zutreffend“, ,,teilweise zutreffend“, ,,nicht zutreffen“
  • Englische Normen wurden bei Stichproben bei Kinder zwischen 5-16 erhoben
  • N= 1135
  • Auch Deutsche Normen liegen vor N=930 (Altersspanne 6-16 Jahre)

Zusammenfassung:

Ich finde es schwer zu sagen welches Testverfahren ,,das bessere“ darstellt. Allerdings ist der CBCL Test aufwendiger und liefert somit eventuell mehr Ergebnisse. Zudem hat man beim SDQ nur drei Antwortmöglichkeiten. Allerdings berücksichtigt der SDQ nicht nur die Schwächen, sondern auch die Stärken der Kinder und Jugendlichen.

Sonnenblume & Schoki:

CBCL: 
– in 15-20 Minuten ausgefüllt- für 6-18-jährige Kinder und Jugendliche einsetzbar- Lehrerfragebogen, Fragebogen für Jugendliche- zweiteilig- 1. Teil (7 Items) beschreibt Kompetenzen und schulische Leistungen  3 Skalen: Aktivität, Sozialkompetenz und Schule- 2. Teil (120 Items) dient der Erfassung Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Auffälligkeiten, somatische Beschwerden (berücksichtigt die letzten 6 Monate)   8 Skalen: Ängstlich depressiv, rückzüglich/depressiv, körperliche Beschwerden, soziale Probleme, Denk-, (Schlaf-) und repetitive Probleme, Aufmerksamkeitsprobleme, Regelversetzendes Verhalten, Aggressives Verhalten- berücksichtigt Stärken und Schwächen- Feldstichprobe und klinische Stichprobe- normen-, alters- und geschlechtsspezifisch- Stichprobe: geschichtetes, mehrstufiges Zufallsverfahren- klinische Vergleichsgruppe (2004-2010)- DSM-orientiert- klinische Studie veraltet – Erneuerung?
Quelle: PsyDok
SDQ:
– 25 Items, die gleichermaßen Stärken und Schwächen betreffen- 5 Skalen mit je 5 Items  emotionale Probleme, externalisierende Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsprobleme, Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen, prosoziales Verhalten- DIN A4 Seite in fünf Minuten ausgefüllt (erweiterte Version: Doppelseite)- erste Validierungsstudie zum deutschen SDQ für insgesamt 273 Kinder und Jugendliche (163 aus kinderpsychiatrischen Zentren, 110 aus einer Feldstichprobe aus Normalpopulation)- homogene Skalen- insbesondere für Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen
Quelle: PsyDok
Wir würden den CBCL verwenden, da dieser eine größere Spannbreite abdeckt und detaillierter ist. 

Mima: Der CBCL dient der Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten, emotionalen Auffälligkeiten, somatischen Beschwerden sowie sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18.Der Fragebogen wird von den Eltern ausgefüllt und ist benutzerfreundlich gestaltet, indem die Ergebnisse vom Programm ausgewertet und analysiert werden und auch die Normwerte automatisch bestimmt werden. Somit ist der Test mit ca. 15-20 Min Bearbeitungszeit, plus eine kurze Auswertungszeit des Programms, nicht allzu zeitaufwendig.Zu dem CBCL liegen (ältere) bundesweit repräsentative Normdaten in zwei Altersgruppen (6-11 & 12-18) und geschlechtsspezifisch vor.Der CBCL kann durch zwei weitere Fragenbögen für Lehrer (TRF) sowie für die Kinder selbst (ab 11 Jahren) (YSR) ergänzt werden.Quelle: testzentrum.de
Zu dem YSR liegen Normdaten aus einer Stichprobe aus vorherigen Testversionen vor, die 798 Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren geschlechtsspezifisch umfasst.Außerdem wurde zwischen 2004 und 2010 eine klinische Stichprobe gemacht, für dessen klinische Vergleichsgruppe Stanine-Werte sowie Prozentrrangwerte genutzt werden (Test/ Lena Antony – ZPID).Quelle: In pubpsych: Döpfner (2014): YSR/11-18R – Fragenbogen für Jugendliche (Revision).
Der SDQ soll dazu dienen Verhaltensstärken- und auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 16 Jahren zu erfassen. Er beinhaltet Fragebögen für Eltern, Lehrer und Selbstberichte für die Kinder und Jugendlichen.Der Test besteht aus 25 Items, die nach den Stärken und Schwächen fragen. Er enthält außerdem fünf Skalen, die die emotionalen Probleme, externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivitäts- und Aufermksamkeitsprobleme, Probleme mit Gleichaltrigen sowie prosoziales Verhalten erfassen sollen. Hierbei wird zwischen „nicht zutreffend“, „teilweise zutreffend“ und „eindeutig zutreffend“ unterschieden.Der Test ist ebenfalls nicht besonders zeitaufwendig und einfach gestaltet.Eine Validierungsstudie hat die Wirksamkeit des Tests bestätigt, indem Kinder aus kinderpsychiatrischen Zentren sowie eine Feldstichprobe aus der Normalpopulation miteinbezogen wurden.
Ich denke, dass der CBCL durch seine Ausführlichkeit genauere Ergebnisse liefern würde, da er mehr Items beinhaltet und die Befragung nicht auf einzelne Bereiche, wie der SDQ, einschränkt. Hierzu ist es jedoch nötig die zusätzlichen Fragebögen (TRF und YSR) mitzunutzen, um ein umfassendes Ergebnis aller Beteiligten zu bekommen. Es wäre außerdem nötig, neue repräsentative bundesweite Normdaten zu erheben, da die vorhandenen bereits veraltet sind.Für das Erfassen von Hyperaktivität, externalisierenden  Verhaltensstörungen und Depressionen eignet sich der SDQ sehr gut und hat hierbei eine gute Identifikationsquote.Quelle: In PsyDok: Klasen, Henrikje / Woerner, Wolfgang / Rothenberger, Aribert und Goodman, Robert: Die deutsche Fassung des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-Deu) – Übersicht und Bewertung erster Validierungs- und Normierungsbefunde. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 52 (2003) 7, S. 491-502.

Vorschlag Mand an alle: Ich denke, Sie sollten auch einmal im Pubpsych de nachschauen. Pubpsych de enthält u.a. den Psyndex – eine der wichtigsten Fachdatenbanken im Bereich Psychologie. Es gibt beachtliche Unterschiede in den Normierungsuntersuchungen.

Sonne: Unter Pubpsych habe ich unter dem Suchbegriff CBCL deutsche Sprache die Psyndex Test Zusatzinformation ausgewählt. Demnach ist die Grundlage des CBCL eine statistische Norm, es handelt sich um eine geschichtete Zufallsstichprobe (nach Geschlecht) von Kindern ohne Verhaltensauffälligkeiten. Auf eine alters- oder geschlechtsabhängige Normierung wurde aufgrund der Homogenität der Gruppe ebenso verzichtet wie auf ein Normierung nach Bezugsperson. Die größe der Stichprobe mit 700 teilnehmenden Kindern ist akzeptabel. Es liegt keine deutsche Normierung vor, nur die Annahme, dass eine deutsche Feldstudie mit 246 Kindern in Deutschland vermuten lässt, dass die Ergebnisse übertragbar sind. Die Normierung, die ich gefunden habe ist von 2000 und damit veraltet.
Unter Pubpsych habe ich unter dem Suchbegriff SDQ die Psyndex Test Zusatzinformation ausgewählt, konnte jedoch kein Angaben zur Normierung finden . Bei google scholar bin ich auf einen Artikel aus der Fachzeitschrift  „Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie“ gestoßen: Die deutsche Fassung des SDQ…Demnach handelt es sich bei der Normierung um eine repräsentative Stichprobe mit 930 Teilnehmern zwischen 6-16 Jahren, die Grundlage ist auch hier eine statistische Norm.In dem Artikel wird der SDQ mit dem CBCL verglichen, beide schneiden in etwa gleich ab, allerdings ist der SDQ im Nebengütekriterim Ökonomie vorteilhafter. Da die Stichprobe größer ist und im Gegensatz zur CBCL aus Deutschland kommt  und etwas aktueller ist als der CBCL  ( der Artikel ist von 2002) würde ich diesen Test vorziehen.

mangolassi:

Nach meiner Recherche zu beiden Testverfahren komme ich zu dem Schluss, dass ich eher den ,Child-Behavior-Checklist`-Fragebogen (CBCL) anstelle des ,strenghts and difficulties questionnaire`-Fragebogens (SDQ) einsetzen würde, um eine Verhaltensstörung zu diagnostizieren. Da dieser Fragebogen bereits einmal 2001 überarbeitet wurde und auch Aspekte des DSM 5 mit einbezieht, sowie häufig in der Praxis genutzt wird, gehe ich davon aus, dass er bereits in einigen Studien auf seine Gütekriterien getestet wurde (vgl. apa; testzentrale). In der Darstellung der testzentrale wird außerdem die Stichprobe zur Normierung genannt, die sowohl eine Großstadt-Stichprobe, als auch eine Klinikstichprobe umfasst, welche ich als eine Totalerhebung und eine geschichtete Zufallsstichprobe verstehe (vgl. testzentrale). 
Zu dem Testverfahren SDQ habe ich verschiedene Studien gefunden, die das Testverfahren hinsichtlich ihrer Normierungsstichprobe überprüften. Aus den Abstracts habe ich entnommen, dass die Studien durchgeführt wurden, da der Fragebogen zuvor häufig keine große interne Konsistenz oder Reliabilität aufgewiesen hat (vgl. pubmed: ,,Dutch norms for the Stregths and Difficulties Questionnaire (SDQ) – parent form for children aged 2-18 years„;  aps: ,,Normative data for the strengths and difficulties questionnaire in Australia„).  Unter anderen Suchmaschinen oder in der testzentrale konnte ich keine Angaben zu den Norm-Werten des SDQ finden.  


Aufgrund dessen würde ich eher den CBCL einsetzen.

Quellen: apa org (CBCL) , testzentrale de

Dritte Sitzung

In der dritten Sitzung gerät das Gütekriterium Objektivität in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Gütekriterium Objektivität hat allerdings nur wenig mit der Alltagsbegrifflichkeit zu tun. Objektiv ist ein Testverfahren nicht etwa dann, wenn es ein unabhängiges, wertneutrales Urteil erlaubt. Sondern hier geht es lediglich um Einflüsse der Testleiter*innen oder Auswertungsfehler.

Objektivität

Bambi:

Im Sinne der „General Fluid Ability“ nach Cattell erhebt der Test das allgemeine intellektuelle Niveau. Damit wird das Muster der Durchführungsobjektivität geboten. Jeder Durchgang erhebt so ein identisches Maß an Leistung. 

Durch die sprachfreien und anschaulichen Testaufgaben, wird auch Menschen mit geringen Kenntnissen der deutschen Sprache die selbe Chance auf Leistung geboten.

Die unterschiedlichen zeitlichen Vorgaben in Teil 1 bieten die gleiche Bewertung bei unterschiedlicher Arbeitsgeschwindigkeit der Getesteten.

Anhang eines Grundwortschatzes wird über den Wortschatztest gemessen, wie weit die Sprachkenntnisse über oder unter dem Durchschnitt liegen.

Durch den Zusammenhang zwischen Wortschatz und Zahlenfolgenaufgaben wird der Intelligenzfaktor gemessen. Dadurch ist das Messen der Verarbeitungskapazität möglich. Gemessen an Durchschnittswerten von Personen mit dem selben Alter und Bildungsstand.

Der Grundintelligenztest „CFT 20-R“ weist eine hohe Objektivität auf. Das Verfahren kann handschriftlich oder digital durchgeführt werden. Für beide varianten gibt es anschauliche Grafiken und Tabellen, um die Ergebnisse zu veranschaulichen.

Luna

Aufgabe 3:

Bewerten Sie die Objektivität eines Tests.

PTK-LDT:

Bei dem Punktiertest für Kinder, handelt es sich um zwei identische Clownsabbildungen, welche vom Kind, jeweils einmal mit der rechten und einmal mit der linken Hand, in vorgedruckten Kreisen umrahmt werden sollen. Hierbei soll in jeden vorgedruckten Kreis ein Punkt gesetzt werden. Am Ende des Tests wird dann das Ergebniss mit einer Normtabelle verglichen. In dieser Tabelle wird sowohl die Anzahl der korrekt gesetzten Punkte als auch die Zeit die für den Test benötigt wurde berücksichtigt.

Durchführungsobjektivität ist insoweit gegeben, dass vom Handbuch vorgegeben ist, dass nur genau getroffene Kreise als Punkt zählen, jeder Punkt die Linie des vorgedruckten Kreises überzieht gilt als Fehler. Diese Vorgabe ist klar und sollte zu einer unabhängigen Bewertung vom Testleiter führen. Die Ermittlung des Ergebnisses passiert durch die Verrechnung der benötigten Zeit und der korrekt gesetzten Punkte, hierbei ist eine Formel vorgegeben, die die Auswertungsobjektivität sichert. Der errechnete Wert kann mit dem Altersstandard verglichen werden, wodurch sichtbar wird wie sich das getestete Kind zum Durchschnitt verhält (Interpretationsobjektivität). Objektivität der diagnostischen Konsequenzen wird nur bedingt beachtet. Der PTK gibt Auskunft über die favorisierte Hand und kann Probleme der Feinmotorik aufzeiegn, er gibt jedoch keine Maßnahmen an. 

Bubey: Aufgabe 3, ist der AIT Test Objektiv?
Der AIT erfasst die wichtigsten Intelligenz-Faktoren, gemessen werden  5 verschiedene Bereiche.  Allgemeine Intelligenz (G-Faktor), Sprachverständnis (Crystallized Intelligence; Gc), Logisch-analytisches Denken (Fluid Intelligence, Gf), Räumlich-visuelles Denken (Visual Processing, Gv) und Numerische Fähigkeiten (Quantitative Reasoning Gq).

Der AIT (Allgemeiner Intelligenz Test) wird selbständig, entweder am Computer oder auf Papier, vom Probanden ausgefüllt. Somit ist er unabhängig vom Verhalten des Testleiters, die Aufgaben sind klar gestellt und lassen keinen Raum für Spekulationen. Die Fragen sowie die Antworten sind vorgegeben und können nicht verändert werden. Man muss lediglich zwischen mehreren Antwortmöglichkeiten auswählen. DIe Vorgehensweise ist klar strukturiert.
Die Auswertung des Testes und somit die allgemeine Intelligenz der Person wird anhand einer Formel berechnet. Das Ergebnis, welches aus allen Items berechnet wird, erreicht bei der Testgenauigkeit einen Wert von αst = .93. 
Anhand dieser Informationen komme ich zu dem Entschluss, dass der in allen Bereichen Objektiv ist.

LumosSolem

Aufgabe 3: Untersuchen Sie ein Testverfahren auf das Gütekriterium Objektivität. 

Da ich zurzeit nicht mit Testverfahren arbeite, habe ich auf testzentrale.de einen Entwicklungstest ausgesucht, den Aktiver Wortschatztest für 3- bis 5-jährige Kinder -Revision- (AWST-R). 

Der AWST-R soll den expressiven Wortschatzumfang bei Kindern von 3-5 erfassen. Es handelt sich um einen Bildebenentest. 

Durchführungsobjektivität: Kann nicht zu 100 garantiert werden, da die testende Person variiert und deren Verhalten die Kinder beeinflussen kann. 

Auswertungsobjektivität: Ist gegeben. Es ist konkret definiert, welche Antworten einen Punkt bringen und welche nicht. So zählen als korrekte Antwort der Itemname, ein Synonym, ein Hyponym sowie Verniedlichungen und dialektspezifische Benennungen. 

Interpretationsobjektivität: Es erfordert einer Umwandlung in Normwerte, damit Kinder miteinander oder das Kind mit sich selbst verglichen werden kann. Verfügen alle Fachleute über diese Normwerte, so ist eine gleiche Einschätzung möglich. 

Objektivität der diagnostischen Konsequenzen: vorhanden. Individuelle Bedarfe für sprachliche Frühförderung können ermittelt werden, die Diagnose und Stellung von Therapiemaßnahmen kann erfolgen und das Testverfahren kann nach einiger Zeit zur Kontrolle des Therapieverlaufs wieder angewandt werden. 

Alles in allem sind viele Aspekte der Objektivität eingehalten, weshalb ich den Test als objektiv bewerten würde. 

Möhrchen: Objektivität des ET 6-6-R 
Der ET 6-6-R kann bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren durchgeführt werden um ein umfangreiches Entwicklungsprofil zu erstellen.Durch eine Standardisierung unterliegt das Verfahren einer erhöhten Objektivität.Diese Standardisierung beinhaltet genau definierte Angaben zur Instruktion, Auswertungsprogramm, Bewertungskriterien, Normen, Entwicklungsprofilen und Grenzsteinen.Bei strenger Einhaltung der Standardisierung in der Durchführung, Auswertung und Interpretation durch den/ die Untersucher*in ist demnach eine hohe Objektivität für den Test gewährleistet. Quellen: Testzentrale & Pubpsych

PizzaLover: ET 6-6-R Objektivität

Der ET 6-6-R ist ein Test zur Abbildung des Entwicklungsstandes von Kindern von 6 Monaten bis 6 Jahren. Die Testung erfolgt durch altersgerecht ausgewählte Aufgaben und Elternbefragungen.
Zur Durchführungsobjektivität ist zu sagen, dass dieser Test über ein Manual und eine Durchführungshilfe verfügt, in dem es sehr detaillierte Anweisungen bezüglich der Durchführung gibt. Das zu verwendende Material ist weitgehend standardisiert. Der Verlauf selbst ist dem Versuchsleiter freigestellt, allerdings werden detaillierte Empfehlungen gegeben, an die man sich halten sollte. Welche Aufgaben die Kinder bekommen, ist für jede Altersgruppe klar geregelt. Somit ist die Durchführungsobjektivität, sofern sich alle an die Empfehlungen halten, gegeben.
Die Auswertung der kindlichen Reaktionen wird klar beschrieben. Ebenso auch die Verrechnung der Einschätzung (gelöst/nicht gelöst) und die Beurteilung der Nachzeichenaufgabe durch Beispiele oder Schablonen. Führt man diese Auswertung wie im Manual beschrieben durch, führt sie zu einem eindeutigen Entwicklungsquotienten und zu Prozenträngen. Die Auswertungsobjektivität ist also ebenfalls gegeben.
Die vorliegende Normierung in Standardwerte und die erhaltenen Entwicklungsquotienten und Prozentränge sollten bei der Interpretation der Ergebnisse helfen, um Interpretationsobjektivität zu gewährleisten.
Somit lässt sich davon ausgehen, dass es sich bei dem ET 6-6-R um einen Test handelt, der bei dem Gütekriterium Objektivität positiv zu beurteilen ist.

Quellen: Entwicklungsdiagnostik.de ; report-psychologie.de (Artikel Hasselhorn und Margraf-Stiksrud)

Anmerkung Mand: Die dritte Aufgabe und auch nicht die Aufgaben der nächsten Sitzungen kann man wirklich nicht mit den Unterlagen der Testzentrale bestreiten. Das ist eine Verkaufplattform. Und wenn Sie Tests verkaufen wollen, dann beschreiben Sie diese in den schönsten Worten, beschönigen (z. B.: Aus einem veralteten Test wird ein in der Praxis bewährter Test.) oder verschweigen Probleme. Sie benötigen hierzu wirklich ein Testhandbuch (frei verfügbar ist z. B. das Handbuch des AIT). Oder Sie benötigen belastbare Studien zum jeweiligen Thema. Bitte beachten Sie auch, dass auch in Handbüchern die entscheidenden Informationen manchmal an nicht sehr prominent Stellen zu finden sind. Und manchmal greifen die Autor*innen auch zu Ablenkungsstrategien, schreiben also z. B. viele schöne Worte, warum ein Test angeblich objektiv ist, um nicht sagen zu müssen: Wir haben die Objektivität nicht untersucht.

Thoskar: Ich habe schon häufig mit dem BaSik ( Begleitende alltagsintegrierte Sprachbeobachtung im Kindergarten) gearbeitet.
Die Durchführungsobjektivität ist nicht gegeben. Die Beobachtung ist alltagsintegriert und findet in unterschiedlichen Situationen statt z.B. beim Essen oder im Freispiel, d.h. es kann ein zu beobachtendes Item in unterschiedlichen Situationen mehrmals beobachtet werden. In einer Situation ist der Testleiter eventuell direktiv und in einer anderen Situation nur beobachtend oder in der nächsten Situation als Vorbild (Fingerspiel). Allerdings wird so das Kind ganzheitlich betrachtet.
Die Auswertungsobjektivität ist nur teilweise gegeben. Zu jedem Item können 4 unterschiedliche Antworten gegeben werden. Von trifft voll und ganz zu 4 Punkte bis trifft noch nicht zu 1 Punkt dazwischen gibt es noch die Möglichkeit 2 und 3 anzukreuzen. Es ist aber nicht vorgegeben bsp. wie viele Präpositionen ein Kind verstehen oder benutzen muss , um welche Zahl anzukreuzen. Das heißt hier gibt es immer ein subjektives Empfinden des Testleiters.
Die Interpretationsobjektivität ist gegeben. Am Ende werden alle Itempunkte aus einer Skala z.B. Phonetik-Phonologie zusammen gerechnet das sind dann die Rohwerte und diese können dann durch eine vorgegebene Tabelle in T-Werte umgerechnet werden. Aus den T-Werten kann dann der Sprachistzustand des Kindes abgelesen werden und ob er sich im Normbereich befindet oder abweicht.

LNH:

LNH-AIT: 

Aufgabe: Bewerten Sie das Testverfahren des Allgemeinen Intelligenztests. Handelt es sich um eine akzeptable Normierungsstichprobe? Werden gute Werte im Bereich Objektivität ermittelt? Welche Art von Reliabilitätskoeffizienten wird verwendet? Wird die prognostische Validität berechnet? 

  • Normierungsstichprobe: Im Zeitraum von Mai bis Dezember des Jahres 2016 konnte, nach Ausschluss nicht verwertbarer Daten, eine Stichprobengröße von n = 8.222 nachgewiesen werden. Die Größe der Stichprobe stellt eine akzeptable Normierungsstichprobe dar. 
  • Objektivität: Der AIT gehört zu den am häufigsten eingesetzten Online-Intelligenztest im deutschsprachigen Raum. Neben den tatsächlichen Testfragen erfragt er einige soziodemographischer Daten (Alter, Geschlecht, Berufsausbildung und monatliches Einkommen). Ansonsten erfolgt der Test, vor allem online, weitestgehend anonym und wird damit unabhängig vom Untersucher durchgeführt. 
  • Reliabilität: Die Reliabilität des AIT liegt, für die allgemeine Intelligenz, welche aus allen Items berechnet wird, bei einem Wert von 0,93. Damit erreicht die Testgenauigkeit einen Wert, welcher als sehr gut anzusehen und zu bewerten ist. Der Test kann damit für wichtige Einzelfallentscheidungen herangezogen werden. 
  • Prognostische Validität: Ein Test erfüllt die prognostische Validität, wenn die Vorhersagen hoch mit dem tatsächlich später eingetretenen Ergebnis korrelieren. Der AIT belegt die erwartungskonformen Unterschiede in den Intelligenzprofilen in Abhängigkeit von Schulbildung, Berufsausbildung und Berufstätigkeit. Demnach zeigt der Test, dass etwa Personen mit Promotion oder Master-Abschluss die höchsten Ergebniswerte erreichen. Damit weist der Test eine hohe prognostische Validität auf. 

Vierte Sitzung

Dies ist die erste von vier Sitzungen, in denen es um Statistik geht. Das sind aus Sicht vieler Studierender nicht die attraktivsten Inhalte. Aber man braucht einfach einige statistische Kennwerte, wenn man zumindest etwas von den Testhandbüchern verstehen will. Wirkt auf den ersten Blick vielleicht kompliziert. Aber einiges kennen Sie sicher. Und alles wird so erklärt, dass zumindest klar ist, wie man den betreffenden Wert interpretiert.

Statistische Kennwerte für die Diagnostik

Bell: Das Leseförderprogramm 1, mit der niedrigeren Standardabweichung, ist aussagegekräftiger, weil es nicht so eine große Streuung gibt. Die Werte bei einer hohen Standardabweichung liegen dementsprechend weiter auseinander, als bei einer niedrigen. Um mich eher an den genaueren Werten orientieren zu können, würde ich das Leseförderprogramm 1 wählen. 

Thoskar: Ich würde das Förderprogramm mit der niedrigen Standardabweichung nehmen. Denn dieses Programm zeigt bei allen Teilnehmern ähnliche Ergebnisse und somit die gleiche Wirksamkeit bei jedem Kind . Bei dem Programm mit der hohen Standardabweichung gibt es eventuell Kinder bei denen das Programm wirksamer ist als bei anderen Kindern.

Schoki und Sonnenblume: Zu der heutigen Aufgabe haben wir uns für das erste Leseförderprogramm entschieden, da es eine niedrigere Standardabweichung aufweist und somit eine präzisere und zuverlässigere Aussage trifft. Die Abweichungen zwischen erfolgreicher und weniger erfolgreicher Leseförderung sind dementsprechend geringer. 

Mima: Ich würde das Leseförderprogramm 1 empfehlen, da es mit seiner niedrigen Standardabweichung auch eine niedrige Streuung/ Varianz vom Mittelwert mit sich bringt. Somit weiß man, dass dieses Programm bei allen Kindern ähnlich wirksam sein wird und es eher nicht zu Fällen kommen wird, in denen das Programm bei manchen Kindern wenig und bei anderen Kindern extrem anschlägt. Bei dem zweiten Förderprogramm mit der hohen Standardabweichung ist diese Genauigkeit nicht gegeben.

PizzaLover: Wenn beide Förderprogramme gleich wirksam sind, würde ich das mit der niedrigeren Standardabweichung einsetzten, also Leseförderprogramm 1. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Programm mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei dem zu Fördernden Kind vergleichbar wirksam ist, wie bei dem Durchschnitt der Stichprobe. Eine hohen Standardabweichung bedeutet in diesem Fall, dass es Kinder gab, bei denen das Programm überdurchschnittlich schlecht, aber bei einigen auch überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat. Somit könnte nicht sichergestellt werden, dass das Programm für das individuelle Kind das richtige wäre, da die Werte stark voneinander abwei

Fünfte Sitzung

Die fünfte Sitzung befasst sich aus zwei Gründen mit Korrelationskoeffizienten. Erstens sind Reliablitätskoeffizienten Korrelationskoeffizienten. Wer die Reliabilität von Testverfahren bewerten will, sollte also wissen, welche Stärken und auch welche Schwächen Korrelationskoeffizienten haben. Zweitens spielen Korrelationskoeffizienten in der Forschung eine wichtige Rolle. Und Forschungsbefunde richtig einschätzen zu können, ist auch für Pädagogik*innen wichtig, die in der Diagnostik arbeiten.

Korrelationen richtig verstehen

Thoskar: Ich habe folgende empirische Studie gefunden: www.ph-ludwigsburg de/uploads/media/AOK_Studie_Stress.pdf

Diese Studie untersucht das Stresslevel von Studierenden und z.B. den Zusammenhang zwischen Stress während des Studiums und einer Teilzeitbeschäftigung. Sie stellen hier eine Signifikanz von 99% fest. Das heißt sie interpretieren den Zusammenhang vorsichtig.

Einschätzung Mand: Zunächst einmal allgemein: Die AOK-Stress-Studie ist eine Online-Befragung mit den üblichen Rücklaufproblemen. Die Stichprobe ist zwar sehr groß. Aber es ist unklar, wie viele Studierende die Mail gesehen, aber sich dagegen entschieden haben, auf den Link zu klicken. Dies bedeutet: Die Studie ist nicht repräsentativ. Über die Gründe, nicht an der Studie teilzunehmen, kann man nur spekulieren. Es ist aber keineswegs auszuschließen, dass die eher entspannten Studierenden keinen Anlass sahen, auf irgendwelche Links zu klicken. Die Studie arbeitet mit einem Fragebogen, der vor allem Schätzskalen verwendet (z. B.: Wie gestresst fühlen Sie sich: deutlich weniger gestresst – etwas weniger gestresst -normal/durchschnittlich – etwas mehr – deutlich mehr gestresst usw.). Die Auswertung ist eher einfach gehalten. Berechnet werden vor allem Prozentwert und vielleicht auch Mittelwertunterschiede. Ich habe nach flüchtiger Durchsicht keinen Hinweis darauf gefunden, wie die Signifikanz der Mittelwertunterschiede berechnet wurde. Ich vermute das war der t-Test, vielleicht auch die Chi-Quadrat-Methode. Einen Hinweis auf die Berechnung von Korrelationen habe ich gefunden: „Studierende, die eine niedrigere Resilienz haben, sind demnach stärker gestresst, als Studierende mit hoher Resilienz (Korrelation = -0,262)“ (S. 39). Die entscheidende Nachricht ist vermutlich, dass lediglich ein schwacher Zusammenhang ermittelt wurde. Besonders bedeutsam sind Resilienzvariablen also eher nicht.

Ich finde auch keine Formulierungen, die darauf aufmerksam machen, dass hier lediglich korrelative Zusammenhänge gemessen werden, bzw. dass es notwenig sei, korrelative und kausale Zusammenhänge zu unterscheiden. Dass man nur hoch signifikante Zusammenhänge in die Interpretation mit einbezieht reicht nicht aus. Denn: Es gibt auch hochsignifikante Scheinkorrelationen.

Man kann auch nicht sagen, dass die Autor*innen mit dem Einsatz von Signifikantests vorsichtig umgehen. Streng genommen, muss man zunächst in Frage stellen, ob der Einsatz des Arithmetischen Mittels bei Schätzskalen überhaupt angemessen ist. Schätzskalen sind keine Messwerte. Das Skalenniveau ist definitiv Ordinalniveau. Der Einsatz des t-Tests ist nicht angemessen, so denn ein t-Test eingesetzt wurde. Chi-Quadrat kann man sogar bei Nominalniveau einsetzen (also z. B. bei Ja/nein Fragen). Die Daten sprechen auch dafür, lediglich Rangkorrelationskoeffizienten zu berechnen. Es ist nach einer flüchtigen Durchsicht m. E. nicht erkennbar, ob das geschehen ist. Signifikantests erfordern zudem eine besondere Verteilungsform (z.B. eine Normalverteilung). Ich habe in der schnellen Durchsicht keinen Hinweis darauf gefunden, ob die dies geprüft haben.

Insgesamt bin ich von der AOK Studie nur mäßig beeindruckt. Die machen ziemlich viel falsch. Die statische Auswertung ist alles andere als anspruchsvoll. Ich werde das eher als Marketing-Maßnahme der AOK, denn als ernsthafte Studie zu Stress und Coping-Strategien bei Studierenden.

Sechste Sitzung

In der sechsten Sitzung geht es um einen wichtigen Kennwert der diagnostischen Arbeit bzw. empirischen Forschung: Cohen´s Effekstärke d. Eigentlich ist dieser Kennwert entwickelt worden, um in Meta-Analysen einen Forschungsüberblick zu erstellen. Denn: Um diesen Kennwert zu berechnen, benötigt man lediglich Mittelwerte und Standardabweichungen. Und diese Kennwerte finden sich wirklich in den allermeisten Studien. Aber man kann Cohen´s d auch einsetzen, um Teilstichproben miteinander zu vergleichen – z. B. Kinder mit deutscher Muttersprache und Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache.

Cohen´s Effektstärke

Aus Gründen des Urheberrechts veröffentliche ich hier – anders als im Podcast angekündigt – nur einen Auszug aus der Tabelle. Dies reicht aus, um die Aufgabe zu bearbeiten.

Siebte Sitzung

In der siebten Sitzung geht es nun um die Bewertung von Reliabilität und Standardmessfehler. Es macht schon etwas aus, welches Verfahren zur Reliabilitätsbewertung eingesetzt wird. Es ist z. B. bedeutend, ob die Test-Retest-Reliabilität verwendet wird (sinnvoll, erfordert aber über die Normierungsuntersuchung hinaus eine weitere Längsschnitterhebung) oder die interne Konsistenz erhoben wird (kann man mit den Daten der Normierungsstudie erheben, ist allerdings weit weniger aussagefähig). Und ein wirklich verbreiteter Fehler in Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs ist es, den Standardmessfehler nicht zu berücksichtigen. Denn bei einem Standardmessfehler von sagen wir 4 IQ Punkten, kann ein IQ 83 bedeuten: Lernbehinderung liegt vor. Und ein IQ 83 kann bedeuten: Lernbehinderung liegt nicht vor.

Reliabilität und Standardmessfehler

 

Thoskar: Für den BaSIK habe ich eine gute bis sehr gute Reliabilität ausgemacht.
Es gibt im Manual für jede Sprachskala und mehrere Altersklassen eine andere Reliabilität und einen anderen Messfehler. Ich habe das Vertrauensintervall jetzt für 2 Möglichkeiten ausgerechnet. 
1. Prosodie, Alter des Kindes 2- 2,11 Jahre hier gibt es einen Vertrauensintervall von 2,78 und somit eine sehr gute Reliabilität.
2. Morphologie/Syntax, Alter des Kindes 3-3,11 Jahre hier gibt es einen Vertrauensintervall von 15,73 das heißt der Test hat in diesem Fall einen annehmbare Reliabilität.
Um sicher zu gehen das der Test eine gute Reliabilität hat müsste man für jede Sprachskala(7) für jedes Alter ( 4 Altersstufen) den Vertrauensintervall berechnen. Das ist ein ziemlicher Aufwand.
Mit den beiden die ich errechnet habe würde ich aber sagen kann man mit diesem Test als gut im Falle der Reliabilität bezeichnen.

Frage Mand: Basiert die Reliabilitätsberechnung auf der Test-Re-Test-Reliablilität?

Antwort Thoskar: Nein auf Chronbachs Alpha

Achte Sitzung

In der achten Sitzung geht es nun um das Thema Validität. Kommt einem als Berufsanfänger vielleicht etwas merkwürdig vor, dass man darüber diskutieren kann, ob sagen wir Intelligenztests tatsächlich Intelligenz messen. Aber eine solche Debatte ist tatsächlich möglich und auch sinnvoll. Für den diagnostischen Alltag ist das Gütekriterium Validität vor allem wichtig, wenn man die Entscheidung für oder gegen ein Testverfahren betrachtet. Steht da z. B. im Handbuch, das die prognostische Validität untersucht wurde? Ist ja nicht ganz unwichtig, ob Kinder, die mit acht Jahren als „geistig behindert“ eingestuft werden, mit achtzehn noch immer unter dieses Label fallen, oder? Oder begnügt sich das Handbuch mit korrelativen Befunden aus dem Vergleich unterschiedlicher IQ-Tests. Und wann kann man davon ausgehen, dass eine Korrelation zwischen zwei Verfahren ausreichend hoch ist?

Validität

Thoskar: Der BaSiK  verfügt über eine inhaltliche Validität. Denn im Handbuch steht: Sowohl Wissenschaftler der Sprachpädagogik, Linguistik , inklusiven Pädagogik, Sprachheiltherapeuten und pädagogische Fachkräfte haben den BaSiK bezüglich der Inhalte, Struktur und Praxistauglichkeit beurteilt und als geeignet eingestuft.
Für die Konstruktvalidität wurde eine Korrelation mit dem Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten ( BiSC)  errechnet. Es wurde eine signifikante Korrelation zwischen allen BaSiK Skalen und der Summe der Risikopunkte des BISC festgestellt.Auch der durch den BaSiK erfasste und mit dem Altersanstieg einhergehende Kompetenzzuwachs lässt auf eine zufriedenstellende Konstruktvalidität schließen.

Frage Mand: Wie hoch korrelieren BISC und BaSiK? Gibt es Angaben zur prognostischen Validität?

Thoskar: Es gibt keine Angaben zur prognostischen Validität. Die Korrelation beim Sprachverständnis liegt bei 0,45 ( mittelstark), im Bereich Semantik bei 0,46( mittelstark), Phonetik / Phonologie bei 0,26( eher schwach), Prosodie bei 0.39 ( moderat), Morphologie/ Syntax bei 0,35 ( moderat), Pragmatik bei 0,42 ( mittelstark), Literacy bei 0,47 ( stark).
Das Arithmetische Mittel wäre 0,4, das würde heißen es gibt eine moderate bis starke Korrelation zwischen dem BISC und dem BaSiK.

Mand: Ich denke, ich sollte darauf hinweisen, dass starke Zusammenhänge nach Cohen´s Daumenregel erst bei 0,5 beginnen. Und ich persönlich halte eine mittlere Korrelation von 0,4 mit dem BISC auch für nicht sehr beeindruckend. Denn mit 0,4 x 0,4 x 100 kommt man lediglich auf 16 % Übereinstimmung. Und das ist nicht viel. Weil offenbar auch darauf verzichtet wurde, die prognostische Validität zu untersuchen, bleibt da auch nicht mehr viel übrig von der Validität des BaSiK. Dass irgendwelche Kolleg*innen der Testentwickler*innen den BaSiK prima finden, ist nicht sehr überzeugend. Und wenn noch nicht einmal belegt werden kann, dass das, was die Kolleg*innen in den KITAS so schätzen, irgendetwas mit der späteren Lese-/Schreibentwicklung der Kinder zu tun hat, gibt es – nüchtern betrachtet – auch keine gute Argumente dafür den BaSiK einzusetzen und nicht etwa das Bielefelder Screening, dessen prognostische Validität ja belegt ist.

Neunte Sitzung

In der neunten Sitzung steht das Gütekriterium Fairness auf dem Programm. Befragt man die einschlägigen Lehrbücher, so stellt man fest, dass es sich bei Fairness um ein Nebengütekriterium handeln soll. Aber in Zeiten wo zumindest in Ballungsgebieten die 50% Marke von Kindern mit Migrationsgeschichte überschritten wird, ist eine belastbare diagnostische Arbeit ohne Informationen darüber, ob sich die ausgewählten diagnostischen Instrumente überhaupt für die Arbeit mit Kindern aus Familien mit Migrationsgeschichte eignet, kaum noch denkbar. Viele Testverfahren sind so konstruiert, dass sie weite Teile der Weltbevölkerung so aussehen lassen, als läge eine Behinderung vor. Und dies gilt z. B. für den Kaufmann Intelligenztest für Kinder oder die Wechsler Skalen. Man muss sich also nicht wundern, dass Kinder, deren Eltern aus diesen Regionen stammen in den Förderschulen z. T. um ein Vielfaches überrepräsentiert sind.

Auch in den Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs geht es vielfach nicht besonders fair zu. Im Verfahren spielen ausgerechnet die Förderschulen eine wichtige Rolle. Und man muss sich wirklich nicht wundern, wenn dann – auch in angeblich inklusiven Zeiten das Ergebnis lautet: Das Kind muss in die Förderschule. Denn irgendwie müssen es die Förderschulen ja schaffen, dass die Schülerzahlen stabil bleiben.

Diagnose sonderpädagogischen Förderbedarfs und Befunde der kulturvergleichenden IQ Forschung

Tab 21: Variablen, die einen Einfluss auf den IQ haben – Befunde der kulturvergleichenden IQ-Forschung nach Mand 2012
Geschlecht
Alter
Einkommen
Wirtschaftliches Umfeld
Bildungsstand
Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
Geschwister
Kriminalität
soziale Herkunft
Gesundheitsvariablen
ADHS
PTBS
Politische Orientierung
Regionale bzw. ethnische Herkunft
Tab 22: Der Einfluss von Testverfahren in kulturvergleichenden IQ Studien (Wicherts 2010) in Untersuchungen zum mittleren IQ in Subsaharastaaten Afrikas
K-ABC: 
WISC-R: 
Draw-A-Man: 
WAIS-R/WAIS III
CFT 
IQ 73
IQ 75
IQ 77
IQ 79
IQ86,7
Tab 23: Empfehlungen des Bayrischen Landesjugendamts zur gutachterlichen Stellungnahme bei der Feststellung seelischer Behinderungen. www.blja.bayern.de/Textoffice/Gesetze/Textsammlung_SGB_VIII/TextOfficeSGBVIII_§_035a.htm Zugriff am 28.2.2007
1.1 Untersuchungen und Angaben zum „Klinisch-psychiatrischen Syndrom“ (Achse 1): Das Gutachten soll eine Angabe darüber enthalten, ob eine psychische Störung im Sinne eines „klinisch-psychiatrischen Syndroms“ vorliegt. Soweit es diagnostisch möglich ist, soll eine Aussage darüber erfolgen, in welcher Weise ggf. die psychische Störung im Zusammenhang mit einer Teilleistungsschwäche des Kindes oder Jugendlichen steht. …1.2 Zu den „umschriebenen Entwicklungsstörungen der schulischen Fertigkeiten“ (Achse 2,siehe Seite 3) … gehören u. a. die „Lese- und Rechtschreibstörung“ (Legasthenie) und die Rechenstörung (Dyskalkulie). … Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten sind als seelische Behinderung oder drohende seelische Behinderung zu werten, wenn zur Funktionsstörung ein soziales Integrationsrisiko hinzukommt, so daß die Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen und seine Eingliederung in die Gesellschaft aller Voraussicht nach beeinträchtigt wird. … Im Gutachten sind die Verfahren und die Ergebnisse zu benennen, nach denen die Diagnose der Entwicklungsstörung des Lesens und Rechtschreibens bzw. der Rechenstörung oder anderer Teilleistungsschwächen festgestellt wurden. … Das Gutachten muß Angaben über das schulische/berufliche Versagen im Lesen und Rechtschreiben enthalten. Grundlage dafür sind z.B. schulische Stellungnahmen und Schulzeugnisse, mangelhafte und ungenügende Diktatnoten. … Der Prozentrang im Rechtschreib- bzw. Lesetest sollte < 10 % entsprechen. Aufgrund der Fehlerstreuung der Testverfahren ist dieser Prozentrang nicht als strikte obere Grenze, sondern als Richtwert zu verstehen, der im Rahmen der übrigen diagnostischen Befunde zu bewerten ist. …
1.3 Angaben zum Intelligenzniveau (Achse 3):Unverzichtbar sind Angaben zur allgemeinen Intelligenzentwicklung. Dazu muß im Gutachten das angewandte Verfahren benannt werden. Als geeignete Verfahren bieten sich an: HAWIK-R, Kaufmann-Test, Adaptives-Intelligenzdiagnostikum (AID), CFT1 und CFT20. Liegen die Testwerte bei CFT1 bzw. CFT20 im unteren Durchschnittsbereich (IQ 85 bis 95), so empfiehlt es sich eine Überprüfung mit den Verfahren HAWIKR oder Kaufmann-Test bzw. AID, um eine allgemeine Intelligenzminderung auszuschließen. Nach den Kriterien von ICD-10 ist für die Feststellung der Entwicklungsstörung ein Intelligenzquotient > 70 vorauszusetzen.Das Gutachten muß eine Beurteilung darüber enthalten, inwieweit eine Diskrepanz zwischen der allgemeinen intellektuellen Begabung und dem Versagen im Lesen und Rechtschreiben bzw. im Rechnen besteht. ….1.4 Angaben zur Körperlichen Symptomatik“ (Achse 4 Das Gutachten muß eine Aussage darüber enthalten, daß eine neurologische Erkrankung (z.B. Epilepsie, Cerebralparese), Sinnesbehinderungen (vor allem im Bereich des Sehens und Hörens) sowie andere körperliche Beeinträchtigungen als Ursache für das Versagen im Lesen, Rechtschreiben bzw. Rechnen ausgeschlossen sind. …
1.5 Angaben zu „Aktuellen abnormen psychosozialen Umständen“ (Achse 5):Die gutachterliche Untersuchung soll die Kenntnis der psychosozialen Lebensumstände des betroffenen Kindes und Jugendlichen einschließen. … Ergänzend zu den Klassifikationskategorien, wie sie im Multiaxialen Klassifikationsschema der Achse 5 angeführt sind, muß überprüft sein, inwieweit eine schulische Förderung des Kindes erfolgt ist (spezielle Stützkurse seitens der Schule, Hausaufgabenhilfe, wesentliche Fehlzeiten usw.). Hilfreich ist eine Aussage darüber, aus welchen Gründen die familiären und innerschulischen Bemühungen nicht ausgereicht haben. Es ist zu verdeutlichen, daß eine außerschulische und außerfamiliäre Behandlung (z.B. „Legasthenietherapie“, „Rechentherapie“) erforderlich und geeignet ist, um die genannten Störungen und damit die (drohende) seelische Behinderung wirksam zu mildern und die soziale und schulische bzw. berufliche Eingliederung zu stützen.1.6 Angaben zur „Globalbeurteilung der psychosozialen Anpassung“ (Achse 6):Das Gutachten muß dazu Stellung nehmen, inwieweit die psychosoziale Anpassung des Kindes bzw. Jugendlichen zum Begutachtungszeitpunkt beeinträchtigt ist.

Thoskar: Nachdem ich mir die Gütekriterien des CFT1 ( sehr gute Objektivität und sehr gute Reliabilität ) und CFT2 ( sehr gute Objektivität , interne Konsistenz ist gut, die Reliabilität eher schlecht)angesehen und diese mit dem Hawik ( keine Objektivität, schlechte bis sehr gute Reliabilität), dem Kaufmann Test ( suboptimale Interpretationsobjektivität, schlechte Reliabilität), und dem Adaptiven Intelligenzdiagnostikum ( keine Objektivität, schlechte Reliabilität und schlechte Validierung), bin ich zu dem Gedanken gekommen, das die Kinder, die nochmal mit den letzten drei Verfahren getestet werden sehr schnell vom Tester als Lernbehindert oder geistig behindert eingestuft werden können. Je danach wie der Bedarf in der Förderschule zu dem Zeitraum in der Förderschule ist oder welche Inklusionsquoten erreicht werden müssen. Man könnte auf die Idee kommen , das auf diese Weise Kinder bewusst schlechter eingestuft werden sollen. Weil eben keine Objektivität gegeben ist. Es ist mir auch völlig unklar warum der CFT1 nicht ausreicht. Aber wenn die Politiker so gedacht haben, ist das echt ein Skandal. Und das die Förderschullehrer dabei mitmachen, das ist ja Menschen verachtend.

Zehnte Sitzung

Mit der zehnten Sitzung geraten nun förderdiagnostische Fragestellungen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Weil dies besser nachvollziehbar wird, wenn man sich einen konkreten Gegenstand auswählt, soll die förderdiagnostische Arbeit am Beispiel der Literacyentwicklung vorgestellt werden. Grundsätzlich geht es in der förderdiagnostischen Arbeit darum, festzustellen, an welchen Punkt der Entwicklung eine Klientin / ein Klient angelangt ist und zu überlegen, wie der nächste Schritt der Entwicklung unterstützt werden soll. Dies bedeutet: Wer förderdiagnostisch arbeitet, muss erstens gute Kenntnisse in Entwicklungsmodellen haben. Und zweitens sollten auch umfangreiche Methodenkenntnisse zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund werden in den nächsten beiden Sitzungen Entwicklungsmodelle und Fördermethoden im Bereich Lesen und Schreiben vorgestellt.

Wie Kinder lesen und schreiben lernen

Thoskar: Ich würde sagen das Kind ist zu dem Zeitpunkt in der Phase der Kritzelbriefe und er schreibt schon ein paar Buchstaben, vielleicht hat es die Buchstaben auch abgeschrieben. Das Kind kann noch keine Wörter phonologisch richtig schreiben, deshalb  würde ich im weiteren Schritt die Phonologische Bewusstheit fördern, durch Reime, Reimwörter die das Kind ergänzen darf, aber auch durch das Hören und Erkennen üben der Anlaute, Endlaute und Inlaute.

Elfte Sitzung

Nun haben Heilpädagogik*innen ja eher nicht die Aufgabe, Grundschulkinder bei der Lese-/Schreibentwicklung zu unterstützen. Sondern Heilpädagogik*innen sind eher spezialisiert auf Probleme. Nun soll hier nicht die Hypothese vertreten werden, dass Bilingualität ein Problem für die Lese-/Schreibentwicklung ist. Denn bilinguale Menschen sind sicher eine Bereicherung nicht nur für den schulischen Alltag. Aber dennoch zeigen Forschungsbefunde seit Jahren: Es gibt sehr viele Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte, die Probleme in der Lese-/Schreibentwicklung haben. Es macht also wirklich Sinn, sich mit dem Thema Bilingualität zu befassen.

Lese-/Schreibentwicklung bei bilingualen Kindern

12. Sitzung

In der 12. Sitzung steht die Probeklausur auf dem Programm. Verwendet werden Klausurfragen, die vor einigen Semestern tatsächlich Gegenstand einer Klausur waren. Eine individuelle Auswertung Ihrer Probeklausur kann ich zwar nicht anbieten. Aber in der 13. Sitzung erhalten Sie die Informationen, die Sie benötigen, um abzuschätzen, wie Sie in der Probeklausur abgeschnitten hätten.

13. Sitzung

Die 13. Sitzung stellt Informationen darüber bereit, wie ich Klausuren auswerte.

Auswertung Probeklausur

3 Gedanken zu „Testen und Fördern (SoSe 2021)“

  1. Diagnostische Instrumente für LRS:

    -Test zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit und der Benennungsgeschwindigkeit
    -EuLe 4-5: Erzähl- und Lesekompetenzen erfassen bei 4-5 Jährigen
    -LRS-Screening Test komplett: Würzburger Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
    -IEL-1, kompletter Test: Inventar zur Erfassung der Lesekompetenz im 1. Schuljahr
    -BISC, Bielefelder Screening, Manual: Früherkennung von Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten, Vorschulkinder
    – Kartenspiel zum Rechtschreiberfolg: LRS Lernspiel zum Festigen und Vertiefen der Strategie Merken

    Die diagnostischen Instrumente habe ich von https://www.spielundlern.de/advanced_search_result.php?keywords=LRS entnommen. Dort gibt es noch weitere diagnostische Instrumente für Kinder mit LRS.

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  2. Objektivität SON-R 6-40:

    Der SON-R 6-40 ist ein sprachfreier Intelligenztest für Kinder und Erwachsene (6-40 Jahre). Dadurch dass er unabhängig von Sprache ist, ist er insbesondere für gehörlose Menschen, für Menschen mit einer Sprachstörung, für entwicklungsverzögerte und schwer zu testende Menschen attraktiv. Zudem eignet er sich für Personen, die die Sprache des Untersuchers nicht genug beherschen.
    Das Verfahren beinhaltet 124 Items und dauert 50 Minuten.

    Neben einem Handbuch und den Testmaterial steht ein Computer-Programm zu Auswertung zur Verfügung. Der Leiter muss die Rohwerte, das Test- und Geburtsdatum eintragen. Die exakte Auswertung erfolgt über das Programm. Dadurch werden Rechnen- und Suchfehler vermieden. Zudem bietet der Verlag des Testes ein Seminar/Webinar zum Umgang mit dem Test an, sodass dort ein möglichst objektives Verhalten des Leiters erlernt werden kann.

    Quelle: testzentrale.de

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    • Der SON-R kann sprachfrei durchgeführt werden, es gibt allerdings auch eine sprachgebundene Fassung.Und die sprachgebundene Fassung wird keineswegs selten durchgeführt. Es ist zudem wichtig, bei dieser Aufgabe quellenkritisch vorzugehen. Die Einträge zum SON-R in der Testzentrale sind leider nicht ausreichend, um alle Fragen in Sachen Gütekriterien zu beantworten. Es handelt sich eher um einen Verkaufskatalog. Schwächen oder Probleme werden normalerweise nicht ausgesprochen, sondern beschwiegen und manchmal auch beschönigt. Wer Gütekriterien bewerten möchte, benötigt also normalerweise das Handbuch oder wissenschaftliche Studien, die sich mit den Gütekriterien befassen. Und auch das Handbuch muss kritisch gelesen werden.

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