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Positionspapier zum Thema Inklusion

Warum ich kein Inklusionspädagoge sein möchte

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich finde nicht, dass es einen vernünftigen Grund gibt, Kinder mit Behinderungen in heilpädagogische Kindertagesstätten zu geben. Es ist nicht richtig, dass Schüler mit Behinderungen Förderschulen besuchen müssen. Ich halte nichts davon, Sonderwege in der Berufsausbildung zu beschreiten. Und ich glaube, dass Werkstätten für behinderte Menschen oder Wohnheime ganz erheblich dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen häufig am Rande der Gesellschaft leben. Mit diesen Einstellungen habe ich in den fernen 1980er Jahren mein Studium begonnen. Diese Einsichten haben mich in meinem Berufsleben als Diplom Pädagoge und Sonderschullehrer begleitet. Und diese Einsichten bestimmen mein Leben als Professor seit etwa zwölf Jahren. Eigentlich müsste ich ja froh sein, dass sich meine Kollegen nun mit Begeisterung als Vertreter der inklusiven Pädagogik geben. Ich müsste die bildungspolitische Veränderungen in den Kindertagesstätten und Schulen begrüßen, und dennoch schreibe ich hier einen Artikel, in dem ich feststelle, dass ich kein Inklusionspädagoge sein möchte. Was ist nur passiert?

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